PJ-Bericht Charite Campus Mitte

Neurologie
Berlin, 🇩🇪 Deutschland · 16 Wochen · Station 136 · 02/2008 – 06/2008

Veröffentlicht am

1.40
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Einsatzbereich
Station
Unterrichtshäufigkeit
seltener als 1x pro Woche
Unterrichtsformen
Sonstige Fortbildung, Bildgebung
Tätigkeiten
Untersuchungen, Braunülen legen, Notaufnahme, Blutentnahmen, Kleine Eingriffe, Patientenbetreuung, Arztbriefe schreiben, Klinik-Visite, Reha-Einweisung, Wundversorgung, EKG
Sonstiges
Dienstkleidung, Mittagessen möglich
Arbeitszeit
7–8 Uhr bis nach 18 Uhr
Studientage
1x pro Woche flexibel

Erfahrungsbericht

Ein entspanntes Tertial hatte ich nicht, dafür habe ich unglaublich viel gelernt, menschlich wie fachlich. Neben den klassischen PJ´ler Tätigkeiten wie Blutentnahmen und Braunülen legen kann (muss) man hier wie ein Arzt in Miniformat arbeiten. D.h. man betreut komplett eigene Patienten von der Aufnahme über Anmeldungen zu Untersuchungen und Rehas, Procedere-Planung und Differentialdiagnosestellung bis hin zu Arztbrief und Aufklärungsgesprächen. Man stellt seine Patienten in der Visite den Stations- und Oberärzten, sowie in der Röntgenbesprechung den Radiologen selbständig vor. Fragen zum Patieten von Pflegepersonal, Konsilärzten und Rehaeinrichtungen werden direkt an einen selbst gestellt. Dabei wurde ich aber immer sehr, sehr gut betreut. Ich konnte also alleine überlegen und planen, dann aber zuverlässig Rücksprache mit den Staitonsärzten halten, so dass ich mich immer gut gefordert, aber nie überfordert oder allein gelassen gefühlt habe. Außerdem führt dies dazu, dass man von seinen Patienten als "richtiger Arzt" wahrgenommen wird, auch wenn sie wissen, dass man noch in der Ausbildung ist. Und das Wissen, das mein Patient sich auf mich verlässt, steigert Motivation, Gründlichkeit und Lernfähigkeit wirklich ungemein. Das war insgesamt wirklich ein sehr anstregendes Tertial mit z.T. langen Arbeitszeiten, die dann aber auch wie im Flug vergangen sind. Dafür habe ich einen realistischen Einblick in die späteren Arbeitsbedingungen bekommen und konnte mich in meinem klinischen Wissen und Denken gut ausprobieren. Das klinische Niveau der Station fand ich beeindruckend. Obwohl dort viele junge Ärzte arbeiten haben alle ein sehr breites und profundes Wissen, gehen sehr gründlich mit ihren Patienten um und haben einen klaren Plan davon was zu tun ist und wann der Patient auch wieder gut versorgt nach Hause gehen darf. Auch der menschliche Umgang mit den Patienten, sowie der zwischen den Ärzten und der Pflege fand ich großartig. Es gab natürlich auch immer wieder Konflikte, aber die Zusammenarbeit funktioniert wirklich super und das Klima ist sehr freundlich und integrativ. Wenn ihr später mal Neuro machen möchtet oder einen Vorgeschmack auf eigenverantwortliches Handeln bekommen möchtet, kann ich ein Tertial auf der 136 nur wärmstens empfehlen!!

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Anonym · veröffentlicht
Quelle: pj-ranking.de · Bericht #2392 · 2008-06-20