PJ-Tertial-Bericht am Klinik Sonnenhof

Chirurgie

Bern, Schweiz · 16 Wochen · Station Notfallstation · 02/2011 – 06/2011

Veröffentlicht am

2.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 4
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Vergütung
760
Gebühren
380

Erfahrungsbericht

Das Chirurgie-Tertial in der Klinik Sonnenhof verbringt man hauptsächlich auf der Notfallstation. Hier sieht man viel kleine Chirurgie, Traumatologie und auch mal ein akutes Abdomen. Wenn es passt, kann man hier eigene Patienten von Anamnese, Diagnostik und Behandlung bis Entlassung betreuen. Nach acht Wochen hat man aber eigentlich das Meiste gesehen. Das OP-Programm bietet ein buntes Bild von Orthopädie, Allgemeinchirurgie, Urologie und wenn man Glück hat Neurochirurgie. Der Dienstplan teilt sich in Frühschicht (8-15 Uhr), Spätschicht (15-22 Uhr mit Bereitschaft bis 8 Uhr am nächsten Morgen) und OP-Schicht (8-22 Uhr). Dazwischen hat man immer mal einen oder zwei Tage frei, je nach Unterassistentenbesetzung. Desweiteren müssen Wochenenden und Feiertage abgedeckt werden. Der OP-Dienst ist manchmal nervig, wenn man morgens um 8 Uhr als Assistenz eingetragen ist, dann fertig in den Saal kommt und wieder gehen darf, weil man doch nicht gebraucht wird. So saß ich auch einige Male den ganzen Tag nur rum und war rufbereit ;) Die Stimmung auf Station ist im Großen und Ganzen recht angenehm. Die Assistenzärzte waren sehr nett und sehr dankbar für Arbeit die man Ihnen abgenommen hat. Die Oberärzte sind freundlich, nehmen einen aber manchmal nicht wirklich wahr, so dass man bei der Planung des weiteren Vorgehens nur daneben steht. Auch nach 12 Wochen geht man dann manchmal dreimal zum Patienten bis das Röntgenbild gemacht wird. Lehre am Patienten findet leider nur sehr selten wirklich statt, obwohl trotz Durcheinender oftmals genug Zeit dafür wäre. Dennoch darf man, wenn man möchte, viel praktisch machen(Schnittwunden nähen, Abszesse spalten, Gipse anlegen etc.). Das Pflegepersonal ist im Allgemeinen freundlich, nimmt einen desöfteren aber nicht für voll. Das Alles wird leider von der nicht sehr rosigen finanziellen Situation überschattet. Man bekommt Brutto 930 CHF. Davon gehen leider mittlerweile 400 CHF für das Zimmer im Wohnheim ab(wurde um 80 CHF erhöht, was ich erst beim Unterzeichnen des Mietvertrages erfahren habe). Eine Sanierung sei in Planung... Dafür bekommt man ein mittelmässig ausgestattetes Zimmer(wenn man Glück hat mit Balkon) mit Waschbecken, eine Gemeinschaftsküche und eine unappetitliche Gemeinschaftsdusche. Die Reinigungsversprechungen des Mietvertrages werden auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht wirklich ernst genommen. W-Lan gibts es auch nicht mehr und für die lächerliche Endreinigung des besenrein zu verlassenden Zimmers darf man auch nochmal 50 CHF abdrücken. Für das Essen in der Cafeteria bezahlt man das Gleiche wie alle Angestellten. Das ist sehr lecker(die Salatbar ist sehr zu empfehlen) aber mit 12,50 CHF für ein Mittagsmenü doch teuer. Nach Abzügen und Miete muss man mit ca. 460 CHF im Monat auskommen. Das reicht mit sparsamer Lebensweise gerade so. Wer sich mal etwas gönnen, die Schweiz geniessen und einige der unzähligen Freizeitaktivitäten nutzen möchte, braucht dann doch dicke Ersparnisse. Im Vergleich zu anderen Häusern bei denen man als PJler nach allen Abzügen und Miete noch um die 800 CHF hat ist das dann doch sehr ärgerlich. Das Personalbüro sichert aber sich mit einem Vorvertrag ab und wer nach Unterzeichnung doch noch wechseln möchte, muss 200 CHF Entschädigung zahlen.

Bewerbung

ca. 12 bis 18 Monate vorher

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