PJ-Tertial-Bericht am Ruppiner Kliniken
Anästhesiologie
Neuruppin, Deutschland
·
12 Wochen
·
Station OP/ Intensivstation
·
08/2010 – 12/2010
Veröffentlicht am
1.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
1
Team Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Details zum Einsatz
- Vergütung
- 300+100 Kostgeld/Apothekengeld
Erfahrungsbericht
Also ich kann die Anästhesie in Neuruppin nur wärmstens empfehlen! Und Neuruppin selbst sowieso. Man bekommt eine Unterkunft gestellt, direkt neben dem besten Eisladen in der Stadt und ganz in der Nähe des Sees :-). Mit dem Fahrrad fährt man ca 10 Minuten bis in die Klinik. Außderdem kann man dort wunderschöne Radtouren machen!
Zur Anästhesie ist zu sagen, dass man dort wirklich ein super nettes Team vorfindet. Und zwar vom Chef bis zu den Schwestern! Alle sind sehr daran interessiert einem etwas beizubringen und es wird einem wirklich fast alles ermöglicht, was man machen will. Man muss natürlich den Ärzten vermitteln, was man gern alles machen möchte und dann wird es in aller Regel auch irgend wie versucht möglich zu machen. Das äußerte sich darin, dass ich jede Menge intubieren konnte, ich habe ZVK´s gelegt, konnte mich mal ein wenig in PDK´s legen einfühlen, genau so wie in Spinalanästhesien. Natürlich habe ich auch versucht jeden arteriellen Zugang legen zu dürfen, der sich aufgetan hat. Ich habe je nachdem, mit wem ich eingeteilt war auch ganze Narkosen im Beisein des Arztes eingeleitet, aufrecht erhalten und ausgeleitet. Man darf jede Frage stellen, die man möchte. Genau so ist es möglich zwischen den OP-Säälen hin und her zu wechseln, wenn während einer langen OP nichts zu tun ist. Also kurz gesagt, man hat eigentlich alle Freiheiten der Welt.
Ich war auch noch 4 Wochen auf der anästhesiologischen Intensivstation, auf der man dank einer sehr erfahrenen und guten Ärztin bei zeitlichen Kapazitäten auch sehr sehr viel lernen konnte. Man hat dort Patienten zugeteilt bekommen, die man untersuchen sollte und für die man Behandlungspläne für jeden Tag ausarbeiten sollte. Diese hat man dann im Nachhhinein mit ihr besprechen können.
Zur Vergütung gibt es noch zu sagen,dass man 300 Euro im Monat bekommt und zusätzlich 100 Euro für Essen. Allerdings kann man von dem Geld auch in der hauseigenen Apotheke einkaufen gehen.
Die Weiterbildungen fand ich zum Großteil auch sehr gelungen und fanden so 1 bis 2 mal die Woche statt. Darauf wurde auch immer viel Wert gelegt, sodass wirklich kaum welche ausgefallen sind. Und das Gute daran war, dass die Fortbildungen Interdisziplinär gestaltet waren. Das heißt es wurde aus allen Bereichen das Wichtigste in eine Weiterbildung gepackt, sodass man zum Beispiel auch in den Hochgenuss kam bei einer Oberärztin, die besser Schallen als das MRT schauen kann eine Fortbildung zu bekommen.
Also im Großen und Ganzen kann ich Neuruppin für Anästhesie wie gesagt nur empfehlen. Die anderen Fachrichtungen sind da bestimmt etwas differenzierter zu betrachten.
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