PJ-Tertial-Bericht am Tygerberg Hospital

Innere

Kapstadt, Suedafrika · 12 Wochen · Station Ambulanz und Stationen · 08/2009 – 12/2009

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Gebühren
1100 Euro für 4 Monate inklusive Miete für Zimmer in WG auf dem Campus

Erfahrungsbericht

Ich war für 4 Monate am Karl- Bremer Hospital eingeteilt, das ist die bessere Alternative. Denn Tygerberg Hospital Innere Abteilungen sind sehr überlaufen und unübersichtlich. Ambulanz: Bed-Side-Teaching ist hier eine Selbstverständlichkeit, man lernt und frischt theoretisch sehr viel auf. Jeden morgen ist ca. 40 min Bedside-Teaching, dann jeden Nachmittag nochmal theoretischen Unterricht für 1h. Anamnese, klinische Untersuchung, Differentialdiagnose, Anordnung Untersuchung macht man rund um die Uhr, wenn man möchte. Es gibt genug Patienten, die Schlange stehen. Danach immer sofort Patientenvorstellung und ein Arzt bespricht das mit einem durch. Hier habe ich das SOAP- Schema effizient gelernt, die heimischen Studenten arbeiten selbstverständlich damit. praktisch kann man sehr viel mehr machen als in Deutschland: Pleurapunktionen, Lumbalpunktionen, Aszitespunktionen, Gewebepunktion/aspirationen- standen täglich auf dem Programm. Station: nach dem Morgen-Teaching gehen die einheimischen Studenten meist hoch auf die Stationen, die ausländischen Studenten können es sich aussuchen, ob Ambulanz oder Station. Hier kann man den Verlauf der eigenen Patienten besser verfolgen als in der Ambulanz. Auch hier untersuchen täglich die Studenten ihre Patienten und dokumentieren. Danach findet, nicht jedesmal, die Visite mit dem Arzt/Ärztin statt und man stellt seine Patienten vor. Patientenvorstellungen lernt man hier zu genüge. In Deutschland macht man sich ja meist in die Hose, wenn der Chefarzt eine Patientenvorstellung will, weil man es bei uns zu wenig übt bzw. zu wenig Gelegenheit hat. Sonstige Bemerkung: Am Anfang kann man sich etwas überfordert fühlen, da man neben dem südafrikanischen Medizinenglisch auch noch mit alle möglichen Krankheitbilder jongliert (von akutem Coma diabeticum bis über zu Epilepsie, Apoplex und sehr viel Tb und HIV! also sehr viel Infektio, Innere und Neuro). Sehr empfehlenswert ist der einwöchiger Kardiokurs im Tygerberg- Hospital! Das Teaching ist dort sehr gut, Nachteil: an manchen Tagen lange Wartezeit auf den Unterricht. Außerdem unbedingt mal mit der Ambulance mitfahren- es geht hier dramatisch zu. Ich fand die Zeit rundum sehr lehrreich, habe hier zum ersten Mal gelernt selbstständig medizinisch zu arbeiten. Das ist gibt ein viel zufriedeneres Gefühl als in manchen deutschen Krankenhäusern, man lernt eher hier, was es bedeutet Arzt zu sein. Die gute Abwechslung zwischen Krankenhaus und Freizeit war sehr wohltuend. Man hat große Freiheit über Anwesenheit u. Abwesenheit, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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