PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Heidelberg

Innere

Heidelberg, Deutschland · 16 Wochen · Station Tannhauser, Wunderlich, Mattes · 08/2010 – 12/2010

Veröffentlicht am

4.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 5
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Vergütung
250 + x

Erfahrungsbericht

Mein Tertial an der Medizinischen Klinik der Uni Heidelberg bestand zum größten Teil aus Blut abnehmen, EKGs schreiben (die nur selten gemeinsam befundet wurden), Braunülen legen, Chemos anhängen, Patienten aufnehmen (was nur selten Interesse bei den Ärzten fand und mehr für die Akte war) und Arztbriefe anlegen. Ich war nicht sehr hoch angesehen als PJler, die Blutentnahmen waren wichtiger als die Besprechungen der Ärzte. In den Nacht- und Wochenenddiensten wird man als billige Arbeitskraft missbraucht und rennt die ganze Zeit durchs Haus, nur um Blut abzunehmen, Nadeln zu legen, EKGs zu schreiben. Eigentlich sollte der Dienst dazu da sein, mit den Ärzten der Notaufnahme zusammenzuarbeiten, und dort Patienten zu betreuen, diesem Anspruch wird keine Rechnung getragen. In der Einführungsveranstaltung wurde "scherzhaft" gesagt, man solle sich Turnschuhe anziehen. Die Dienste sind eine Qual. Einzig positiv hervorzuheben sind die geregelten Arbeitszeiten (allerdings auch nur wenn man sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, nach dem Unterricht noch einmal auf Station zu kommen) und der Unterricht. Trotz der teilweise schlechten Organisation und Qualität habe ich hier etwas gelernt. Allerdings: Die "Prüfungsvorbereitung" war miserabel, es wurden IMPP-Fragen durchgesprochen, allerdings mit Fachfremden Dozenten, also absolut sinnlos. Nicht damit locken lassen! In der Hämatologie fand montags und mittwochs ein gesonderter Unterricht für die PJler der Häma statt, der immer gut war. Und auch wenn der Kontakt zu den Ärzten und Pflegekräften meist gut war, habe ich in den 4 Monaten Famulatur nur sehr wenig bis gar nichts gelernt. Pro: -Unterricht -teilweise Oberarztvisiten Kontra: - Blutabnahmedienst - EKG-Dienst - Chemo-Dienst - keine Einbindung in den Stationsalltag - kein Ansehen als Kollege, nur als Arbeitkraft - stressige, unmenschliche Dienste Zusammengefasst würde ich niemandem empfehlen, in der Inneren Medizin in der Uni sein Tertial abzuleisten, ich denke man sollte so viel wie möglich im Ausland machen, da man dort meist einfach zusätzlich ist und nicht eingeplant als Nadeldienst, und den Rest in Lehrkrankenhäusern der Uni.

Autor:in kontaktieren

Dem Autor oder der Autorin eine Nachricht schreiben Öffnen ▾

Die Autor:in hat zugestimmt, Nachrichten zu diesem Bericht zu empfangen. Deine E-Mail-Adresse wird nur zur Weiterleitung verwendet und nicht öffentlich angezeigt. Die E-Mail-Adresse der Autor:in ist und bleibt verborgen.

Die Autor:in antwortet direkt an diese Adresse.
Max. 2000 Zeichen.
Deine Anfrage wird 90 Tage als Audit-Log gespeichert, dann automatisch gelöscht.
Diesen Bericht bearbeiten Öffnen ▾

Gib die E-Mail-Adresse ein, mit der du diesen Bericht eingereicht hast. Du bekommst einen Link zum Bearbeiten an diese Adresse geschickt. Die E-Mail-Adresse wird nicht gespeichert oder angezeigt.

Diesen Bericht melden Öffnen ▾

Wenn dieser Bericht falsche Tatsachen behauptet, Beleidigungen enthält, persönliche Daten preisgibt oder aus einem anderen Grund gegen unsere Regeln verstößt, kannst Du ihn hier melden. Wir prüfen jede Meldung.

Max. 2000 Zeichen.
Nur nötig, wenn Du eine Rückmeldung möchtest.