PJ-Tertial-Bericht am Oberlinklinik Potsdam

Orthopädie

Potsdam, Deutschland · 8 Wochen · Station Endoprothetik, Allgemeine Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie, Kinderorthopädie · 09/2025 – 12/2025

Veröffentlicht am

2.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 5
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
350

Erfahrungsbericht

In der Oberlinklinik wird man vom Chef und dem gesamten Team sehr nett empfangen. Man ist auf einer der 3 Stationen (Endoprothetik, allgemeine Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie) eingeteilt und rotiert regelmässig in den OP. Auf Station begrenzen sich die Aufgaben auf Visitendokumentation, Briefe schreiben und besonders das Ausfüllen der Rehaanträge. Hin und wieder wird man von der Pflege zum Blutabnehmen gerufen, das übernimmt diese aber sonst. Eigene Aufnahmen, eigene Patientenbetreuung und Vorstellungen (z.B. in der Visite) sind nicht vorgesehen. So hat man auf Station so gut wie keinen selbstständigen Patientenkontakt. Im OP ist man regelmässig eingeteilt und fast immer in der 1. Assistenz. Hier hält man vor allem Haken und Sauger, manchmal die Kamera bei einer Arthroskopie, bei TEPS darf man oft Knoten allerdings darf man nur sehr selten kleinere Sachen klammern oder nähen. Je nach Operateur ist auch die Betreuung und Lehre unterschiedlich. Einige nehmen sich Zeit für Erklärungen und persönliche Gespräche, andere eher nicht. Besonders Herr Hahnhaußen als PJ-Koordinator war aber immer überaus nett und engagiert! Hier durfte man auch mal Kleinigkeiten unter Anleitung bohren oder sägen. Auch das Team der OTAs war sehr nett und angenehm im Kontakt. Mittag essen war regelmässig möglich und ist für Studenten kostenlos. Nachmittags ist 15:30 Uhr eine Spätbesprechung aber wenn auf Station nichts mehr zu tun war durfte man auch früher gehen. Besonders positiv ist die Kinderorthopädie hervorzuheben. Hier hat der Chefarzt sich extrem um die Lehre der Assistenzärzte, PJler und Famulanten bemüht. Es wurde im Gegensatz zu den anderen Stationen ein konkreter Rotationsplan zwischen Station, OP und Ambulanz erstellt, in der Visite und Ambulanz wurde sich viel Zeit genommen für Erklärungen und auch im OP wurden wir PJler immer ermutigt und sicher gestellt, dass man alles versteht. Die Assistenzärzte haben einen hier wirklich an die Hand genommen und sich bemüht, dass man möglichst viele praktische Fertigkeiten erlernt wie verschiedene Nahttechniken im OP. Es herrschte eine tolle Stimmung. Insgesamt hätte ich mir grade auf den Stationen der Erwachsenenorthopädie mehr eigenständige Patientenbetreuung und Lehre gewünscht. Zwischenzeitlich hatte man das Gefühl nur eine weitere Arbeitskraft für Rehaanträge und fürs Haken halten zu sein. So richtig vorbereitet aufs M3 und zukünftiges ärztliches arbeiten hat es mich nicht. Dennoch war es ein recht entspanntes Tertial bei dem grade die Kinderorthopädie weiterzuempfehlen ist.

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