PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Giessen

Chirurgie

Giessen, Deutschland · 8 Wochen · Station ACH, UCH · 11/2024 – 03/2025

Veröffentlicht am

2.80
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 5
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 3
Unterricht 3
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
ca. 450€

Erfahrungsbericht

In der Allgemeinchirurgie (ACH) hat es mir richtig gut gefallen. Dort war ich die ersten 6 Wochen eingeteilt. Es gibt auch ein Mentoring Programm, was ich vom Ansatz her absolut super finde. Jedoch habe ich mit meinem Mentor einmal in 6 Wochen zusammengearbeitet, da er erst krank, dann im Urlaub war und wir dann auf verschiedenen Stationen eingeteilt waren. In der Summe hatte ich somit keinen Mentor. Die Assistenzärzte*innen sind sowohl in der ACH als auch in der UCH alle wirklich nett und engagiert. Als ich in der ACH war, war es schwierig einen Platz am OP-Tisch zu bekommen, da wir ca. 10 PJ-ler waren und nicht alle ein OP-Telefon hatten. Im OP wurde dort viel Wert auf Lehre und Wertschätzung gelegt. Die Allgemeinchirurgie würde ich mit einer 1-2 bewerten, wenn man hier die Bereiche einzeln bewerten könnte. Die Sekretärin in der ACH ist jedoch nicht sehr Studenten-freundlich... In der Unfallchirurgie ist viel Eigeninitiative erforderlich. Die Sekretärin dort ist sehr sehr engagiert und wenn man Wünsche hat (ich wollte z.B. gerne auch mal in der Poliklinik eingesetzt sein), dann versucht sie alles möglich zu machen. Nach der Morgenbesprechung werden die PJ-ler auf die OP's aufgeteilt. Es gibt sehr nette und engagierte Oberärzte*innen, bei denen macht es Spaß am Tisch zu sein. Jedoch gibt es für PJ-ler keinen Dosimeter und ich habe oft ca. 40 Röntgenbilder am Tag mit im OP abbekommen... Auf Nachfrage, warum es für uns keine Dosimeter gibt aber Anästhesie-PJ'ler welche haben (zumal diese beim Röntgen rausgehen und der UCH-PJ-ler oft das Sprunggelenk beim Röntgen festhält etc.), wurde gesagt, dass sei zu aufwendig für uns eine Strahlenschutznummer anzumelden. Bei einigen Operateuren ist der Tonfall oft ruppig und laut und es ist ein ganz anderes Arbeiten als in der ACH. In der ACH wird einem genau gesagt, was man wie zu halten hat. In der UCH wird von einigen Operateuren "mitdenken" erwartet, was bedeutet, dass man selbstständig ins OP- Gebiet greift und wenn man das nicht macht, gibt es einen dummen Kommentar... Ich war sehr froh, als die Zeit im OP rum war und ich in die Poliklinik durfte. Es gab eine Fortbildung von einer Stunde (einmal pro Woche), wenn man dort war und es keinen PJ-ler im OP-Saal gab, gab es jedesmal Stress und einen Anschiss in der Röntgenbesprechung am Nachmittag vom Chef (obwohl uns die Lehre zusteht....) Es gab auch keine ausreichenden Schutzbrillen im OP (die Brillen sind oben geöffnet), sodass ein Mit-PJ'ler in einer OP Blut ins Auge trotz der schlechten Schutzbrille bekommen hat. Man findet in der KVC (Herz-/ Gefäßchirurgie) Schutzbrillen die aussehen wie Taucherbrillen - trotzdem nicht in Ordnung, dass man sich auch um das Beschaffen von Schutzmaterial selbst kümmern muss.

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