PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt

Allgemeinchirurgie

Dresden, Deutschland · 8 Wochen · Station ACH, UCH, NFZ · 05/2025 – 09/2025

Veröffentlicht am

2.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 2
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
550

Erfahrungsbericht

Gesamtfazit Ein insgesamt durchwachsenes Tertial mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen zwischen den Abteilungen. Allgemeinchirurgie (ACH) Tagesablauf und Aufgaben: • Morgens Visite, anschließend Wundversorgung, Blutentnahmen, Flexülen • OP-Assistenz nur bei Personalmangel, ansonsten freie Möglichkeit zum Zuschauen oder freiwilligen Mithelfen (darüber freut sich das Team) • fast keine administrativen Aufgaben (keine Briefe, keine Anmeldungen etc.) • Leider werden Routine-Aufgaben meist von anderen PJlern angeleitet, dadurch können sich Fehler einschleichen Lehre und Atmosphäre: • Sehr nettes, wohlwollendes Team, man wird freundlich aufgenommen • Regelmäßige kurze Fortbildungen mit dem Oberarzt (gegen Ende häufiger) • Operativ eher kleine Eingriffe, Schwerpunkt bariatrische Chirurgie • Nachmittags häufig wenig zu tun, gelegentlich Leerlauf Organisation: • Anfangs Anwesenheitspflicht bis 15 Uhr für alle PJler (aufgrund der Kohorte vor uns, die es wohl ausgereizt hat), später alte Regelung (eine Person bleibt bis zum Ende, der Rest darf gehen) • Aufenthaltsraum für PJler ist der Konferenzraum – dort sollte man sich ruhig verhalten Fazit: Wie viel man mitnimmt ist sehr individuell. Dafür hat man hier überwiegend entspannte Tage und ein nettes Team. Unfallchirurgie (UCH) Tägliche Aufgaben: • Visite, Visiteneinträge, Blutentnahmen (im Übrigen auf beiden Stationen auch mit selbstständiger vor- und Nachbereitung der Tabletts), Flexülen, Arztbriefe, Anmeldungen, Reha- und Hilfsmittelanträge, Telefonate... • Feste OP-Einteilung, Ausweichen nicht möglich Erfahrungen im OP: • Nähen wird einem geduldig beigebracht, darf nach einiger Zeit kleinere Aufgaben übernehmen (z. B. Hautschnitt, Schraube platzieren, kleinere Eingriffe wie Zehenamputation unter Anleitung) • Oberärzt*innen sind im OP meist freundlich und erklären manchmal von sich aus oder auf Nachfrage Team und Struktur: • Auf Station teils angespannte Stimmung/ Chaos, bedingt durch Personalmangel und Kommunikationsprobleme/ Uneinigkeit darüber, welche Aufgaben PJler übernehmen dürfen und sollen • überwiegenden nette Kolleg*innen • Einzelne Personen nutzen ihre Position aus und geben unpassend viele Routineaufgaben an PJler weiter (z. B. alle anstehenden Arztbriefe), darüber hinaus übernimmt man auf Dauer auch zu viele pflegerische Aufgaben, dafür leider verhältnismäßig wenig Wertschätzung spürbar • Lehre bleibt dadurch leider häufig auf der Strecke, selbst bei Motivation einzelner Arzt*innen • Teilnahme an Fortbildungen war einigen PJlern nur sehr unregelmäßig möglich, da mittwochs straffer OP-Plan durch OPs eines externen Arztes • Gegen Ende Einführung einer wöchentlichen Fortbildung durch den Chefarzt – sehr gut, aber für mich leider auch sehr spät Fazit: Oft recht hoher Arbeitsaufwand, wenig strukturierte Lehre. Am Ende war ich entgegen aller Erwartung viel lieber im OP als auf Station. Früher gehen ist seltener möglich als auf ACH. Notaufnahme (ZNA) Aufgaben und Lernmöglichkeiten: • Eigenständige Betreuung von Patient*innen (Anamnese, Untersuchung, Röntgenanmeldung, Wundversorgung...) • Viel eigenständiges Arbeiten möglich/ gefordert Team und Verantwortung: • Mit den allermeisten Ärzt*innen gute Zusammenarbeit, sie lassen viel selbst machen, wenn man etwas nicht kann muss man dies ansprechen • manchmal zu wenig hilfreiches Feedback (i.S.v. "Das wäre noch wichtig/ könntest du besser machen") • Einzelne (wenige) Ärzt*innen überschreiten gelegentlich die Grenzen der PJ-Kompetenzen (z. B. Entlassungen ohne ärztliche Kontrolle oder Visum, den PJler arbeiten lassen, ohne vor Ort zu sein...), hier ist es wichtig, sich klar abzugrenzen und die Rechtslage zu kennen Fazit: Definitiv der lehrreichste Bereich. Selbstständiges Arbeiten möglich, meist nette Kolleg*innen, gelegentlich situationsabhängig herausfordernd. Dienste (Werkstudententätigkeit) • Möglichkeit zur Anstellung als Werkstudent*in • 16-Stunden-Dienste unter der Woche, 24-Stunden-Dienste am Wochenende • Gute Vergütung, flexible Freizeitausgleichsregelung • I.d.R. genug Ruhephasen während des Dienstes (selten auch mal „wilde“ Dienste) • Tätigkeiten wie in der Notaufnahme, zusätzlich bei Bedarf OP-Assistenz • Sehr hoher Lernfaktor durch eigenständige Arbeit • Einige wenige (bereits genannte) negative Ausreißer unter den Kolleg*innen, die auch Nachts schon aus der Ferne vom PJler Patienten haben sichten lassen Fazit: Empfehlenswert! Wer mehr Praxis möchte, der eher eintönigen Station werktags entkommen und sich etwas dazu verdienen will, sollte unbedingt Dienste übernehmen.

Bewerbung

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