PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Friedrichshafen

Anästhesiologie

Friedrichshafen, Deutschland · 8 Wochen · Station OP, Intensivstation · 05/2025 – 09/2025

Veröffentlicht am

1.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 2
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
300

Erfahrungsbericht

Das Tertial in der Anästhesie in Friedrichshafen würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen! OP: Zu Beginn des Tertials startet man im OP, dort ist jeden Morgen um 07:15 Uhr die Frühbesprechung, in der die OPs vorgestellt und eventuelle Besonderheiten besprochen werden. Es gibt bis zu 6 parallel laufende Säle (hauptsächlich Unfall/Allgemein/Gefäß, etwas weniger Plastische sowie Gyn) und außerdem noch den ambulanten Uro-OP sowie den Kreißsaal. Das Team ist super nett und ich hatte wirklich immer das Gefühl, dass großes Interesse an Teaching besteht. Man darf eigentlich immer das Monitoring anschließen, Viggos legen und präoxygenieren sowie dann (ausgenommen bei RSIs - wobei das auch je nach Anästhesist/in unterschiedlich ist) intubieren. Auch Narkoseführung und -ausleitung kann man grundsätzlich übernehmen. Zu der Zeit, zu der ich da war gab es relativ wenig "große" OPs, dementsprechend waren Arterien & ZVKs eher eine Seltenheit, wenn es mal welche gab und es nicht schnell gehen musste, durfte ich das aber auch machen. Im Uro-OP hat man sehr viele Ein- & Ausleitungen, i.d.R. allerdings "nur" LAMA-Narkosen ohne Intubation. Vereinzelt war ich auch bei externen Narkosen in der Angio oder im Herzkatheter, das kann man sich durchaus auch mal anschauen. Intensivstation: Eine Rotation auf die Intensiv ist sehr unkompliziert möglich, dabei können sowohl Zeitpunkt als auch Dauer flexibel besprochen werden. Die Station verfügt über ca. 10 Betten und wird von der Anästhesie geleitet (meist 1 Assistent + 1 OA) sowie internistisch mitbetreut (meist 1 Assistent). Visite ist jeden Tag um 07:00 Uhr, danach läuft man meistens mit den Ärzten und macht Untersuchungen, BGAs, und Punktionen. Ich konnte sehr viel Ultraschall üben, viele Viggos und auch einige Pleuradrainagen legen. Auch ZVKs und Arterien darf man als PJler machen, generell ist das Team und speziell die OÄ da sehr offen. Unterricht: Wurde von vielen sehr positiv hervorgehoben, ich kann das nicht ganz so nachvollziehen. Grundsätzlich gibt es jeden Tag von Mo-Do 1-2x Unterricht pro Tag, der überwiegend von den Chefärzten selbst durchgeführt wird. Das bedingt aber auch, dass der Unterricht gerne mal ausfällt, wenn derjenige im Urlaub ist, in den OP muss oder externe Termine hat. Allgemein- & Gefäßchirurgie hat ca. die ersten 8 Wochen gar nicht stattgefunden. Häufig ist der Unterricht auch nicht wirklich strukturiert, sondern mehr so ein "Worauf habt ihr heute Lust?" (ist natürlich vollkommen legitim, hat nur meinen Geschmack nicht so getroffen). Generelles: Grundsätzlich herrscht gute Stimmung im Haus, trotz der Vorgeschichte (alles leicht ergooglebar). Man muss jedoch festhalten, dass das Klinikum Friedrichshafen nicht mehr zu den neuesten gehört und sowohl baulich als auch technisch (Sonogeräte usw.) etwas in die Jahre gekommen ist. Mittagessen ist jeden Tag möglich, man bekommt dafür 8€/Tag auf seine Karte, die müssen dann aber auch an dem Tag verbraucht werden und verfallen sonst. Die Qualität ist vollkommen in Ordnung, man kann sich sein Essen selbst zusammenstellen, abgerechnet wird nach Gewicht. Der Chefarzt ist sehr engagiert in der Ausbildung und versucht, alles möglich zu machen. Bezüglich Fehlzeiten/Urlaub ist immer die Bestrebung, sehr studierendenfreundliche Lösungen zu finden. Feierabend ist meist direkt nach dem Unterricht so gegen 14-16 Uhr. Man muss sich zwar täglich zwar ein- & ausstempeln, dies dient aber nur dem offiziellen Anwesenheitsnachweis und nicht, um irgendwie die Stunden zusammenzurechnen. Niemand schaut kritisch, wenn man mal früher weg muss. Der Kontakt zur Pflege ist sowohl im OP aus auf auch ITS bis auf ganz vereinzelte Ausnahmen sehr gut. Parken ist auf dem klinikeigenen Parkplatz für 1€/Monat möglich. Wohnheim: Ich habe ca. drei Monate vor Tertialbeginn bei der PJ-Sekretärin nach einem Platz gefragt und direkt einen bekommen (so wie die meisten anderen PJler auch). Die Zimmer befinden sich im direkt angrenzenden Sozialwohnheim in der Röntgenstraße 5-7, der Arbeitsweg könnte also nicht kürzer sein. Für die vier Monate waren sie vollkommen in Ordnung mit ca. 25 Quadratmeter Platz, Bad, Küchenzeile und Balkon. WLAN gibt es keines, ich habe einen relativ großen Mobilfunkvertrag abgeschlossen und mein Handy als Router benutzt. Der Empfang war mit Vodafone zumindest auf dem Balkon einigermaßen in Ordnung und hat für alles ausgereicht. Die meisten Zimmer sind möbliert (Bett, Tisch, zwei Stühle, Schrank), einige jedoch nicht. Geschirr und sonstige Einrichtung muss mitgebracht werden. Es wohnen auch viele nicht-Klinikumsangehörige im Gebäude, ich hatte mit den Nachbarn allerdings relativ wenig Kontakt. Im Gebäude gibt es Gemeinschaftswaschräume (2,50€ Waschmaschine, 1,50€ Trockner) sowie ein eigenes Kellerabteil und einen Fahrradstellplatz. Freizeit: Der Bodensee ist natürlich eine absolut traumhafte Region für Freizeitaktivitäten. Vom Wohnheim aus ist man in 5-10 min mit dem Fahrrad am Ufer. Meine Tipps: Strandbad Friedrichshafen/Fischbach, Ausflug mit dem Katamaran oder der Meersburg-Fähre nach Konstanz, Joggen am See, Besuch Hopfengut Tettnang, Therme Meersburg, Uferpromenade Friedrichshafen, Ausflug nach Bregenz oder Romanshorn. Falls ihr nach einem lehrreichen Anästhesie-Tertial in entspannter Atmosphäre und einer tollen Gegend sucht, dann kann ich euch Friedrichshafen auf jeden Fall ans Herz legen.

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