PJ-Tertial-Bericht am Leopoldina Krankenhaus

Anästhesiologie

Schweinfurt, Deutschland · 8 Wochen · Station OP (inkl. Außensäle - Kreissaal, Uro, Neurorad), operative Intensivstation, Prämed-Ambulanz, Schockraum, Schmerzdienst · 11/2024 – 03/2025

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
500

Erfahrungsbericht

Ich habe mein Anästhesie-Tertial im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt absolviert und war rundum sehr zufrieden. Einsatzbereiche: Rotationen erfolgten durch alle OP-Säle (Neurochirurgie, Unfall/Ortho, Allgemein-/Gefäßchirurgie, Urologie, Gynäkologie, Wirbelsäulenchirurgie, Kreissaal, interventionelle Neuroradiologie), die operative Intensivstation sowie in die Prämedikationsvisite. Zudem durfte ich das ärztliche Personal beim Schmerzdienst und in den Schockraum begleiten. Mitfahrten auf dem NEF/VEF sind in Absprache auch möglich, dies wurde von mir allerdings nicht in Anspruch genommen. Arbeitszeiten & Rahmenbedingungen: Der Arbeitstag in der Anästhesie beginnt um 7:30 Uhr, ich habe es immer zu einem pünktlichen Feierabend geschafft. Mittagspause und eine kleine Kaffeepause am Vormittag waren selbstverständlich. Vergütung für PJ-Studierende im Leo: 500 €/Monat, kostenloses Essen, Tankgutschein. Man bekommt Dienstkleidung und einen eigener Spind gestellt. Es gibt einen über weite Teile strukturierten PJ-Unterricht (fachübergreifend: Sono, EKG, Patho, Neuro, Radio) an mehreren Tagen die Woche, den ich regelmäßig und problemlos besuchen konnte. Im Anästhesie-PJ hat man zudem die Möglichkeit, an einem ACLS-Provider-Kurs in der hauseigenen „LeoAcademy“ teilzunehmen. Tätigkeiten & Lernmöglichkeiten: • OP: i.v.-Zugänge in allen Größen, Arterien, ZVKs eigenständig; Maskenbeatmung, Larynxmasken, Intubationen (konventionell & Videolaryngoskop) selbst durchgeführt. Teilnahme bei PDK-Anlagen, Spinalanästhesien unter Anleitung selbst gestochen. • Intensivstation: arterielle Blutentnahmen, Blutkulturen, Plastikwechsel selbstständig unter Supervision, ZVKs teilweise mit Unterstützung; Mitarbeit bei Beatmungsmanagement, Sonografie, Bronchoskopien und Dilatationstracheotomien. Aktives Mitglied des hausinternen Rea-Teams. • Prämed/Schmerzdienst: Einblicke in und aktive Teilnahme an Visiten und Gesprächen. • Notfälle: aktives Mitglied im Schockraumteam. Die Lernkurve war steil: ab der zweiten Hälfte meines Tertials durfte ich viele Standardabläufe nahezu selbstständig übernehmen, der/die Anästhesist\:in war nur noch passiv anwesend. Team & Atmosphäre: Das Klima war ausgezeichnet, die Strukturen sehr flach. Auf allen Ebenen – Pflege, assistenz-, fach- und oberärztlich – wurde ich als vollwertiges Teammitglied behandelt. Ich wurde regelmäßig auf interessante Einleitungen/OPs hingewiesen und konnte meine Einteilung flexibel selbst gestalten. Wünsche wurden jederzeit berücksichtigt. Besonders positiv in Erinnerung bleibt meine erste ZVK-Anlage: ich konnte mir alle Zeit nehmen, wurde ruhig angeleitet und stand dabei auch von Seite des OP-Teams nie unter Druck. Lehre: Im Alltag wurde man sehr gut angeleitet und bekam auf Wunsch jederzeit Feedback. Ein fester PJ-Unterricht in der Anästhesie existiert allerdings nicht; man kann an der wöchentlichen Assistentenfortbildung teilnehmen, die jedoch spät nachmittags stattfindet. Organisation: Das Onboarding am ersten Tag verlief problemlos, ich wurde einem festen Ansprechpartner zugeordnet. Ein kleiner Kritikpunkt: die schriftlichen Infos für den Starttag haben mich im Vorfeld nicht erreicht, was aber vermutlich am Postweg lag. Eine kurze Mail ans Sekretariat im Vorfeld löste alle Unklarheiten, so dass ich für den ersten Tag wusste, wann ich wo erscheinen sollte. Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Tertial. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten, hervorragende Betreuung und ein angenehmes Arbeitsklima, abgerundet durch PJ-Vergütung und Verpflegung. Abschließend kann ich das Anästhesie-Tertial am Leopoldina Krankenhaus uneingeschränkt empfehlen. Wer Interesse daran hat, in kurzer Zeit sehr viel praktisch zu lernen, eigenständig durchzuführen und dabei in einem kollegialen Umfeld bestens betreut zu werden, ist hier genau richtig.

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