PJ-Tertial-Bericht am Royal Hobart Hospital

Innere

Hobart, Australien · 8 Wochen · Station Alle Stationen der Inneren · 11/2024 – 01/2025

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
/
Gebühren
660

Erfahrungsbericht

Im Royal Hobart ist die Innere Medizin in zahlreiche spezialisierte Teams unterteilt. Es gibt Interns (im 1. Jahr nach dem Studium), dann Resident Medical Officers (RMO), Registrars und Consultants. Die Visiten werden dominiert von den Consultants, die Anamnese und Untersuchung selbst übernehmen, während die restlichen Teammitglieder vor allem dokumentieren, Diagnostik anordnen und andere Jobs erledigen. Praktische Tätigkeiten fielen für mich fast vollständig weg, da viele Aufgaben von der Pflege oder spezialisierten Einheiten übernommen werden. Das Gesundheitssystem verfügt über enorme Ressourcen, was – ähnlich wie in Deutschland – zu häufiger Überdiagnostik führt, aber natürlich auch zu einer hohen Behandlungsqualität. Work-Life-Balance wird dort – anders als in Deutschland – großgeschrieben, regelmäßige Kaffeepausen (wo in 99,9% der/die Consultant für alle zahlt) und pünktliche Mittagspausen sind selbstverständlich, und gerade die Interns schicken Studierende oft früh nach Hause. Die Tätigkeit fühlt sich manchmal etwas eintönig an, da von einem auch relativ wenig erwartet wurde. Dafür lernt man ein super Gesundheitssystem kennen und kann nachmittags/abends und am Wochenende die absolut fantastische Natur Tasmaniens erkunden gehen. Zur Wohnsituation: Die Studierendenwohnheime sind super modern und hochwertig, allerdings auch wirklich teuer. Es gibt zwar ÖPNV, aber nicht so flächendeckend und regelmäßig wie man es aus Deutschland gewohnt ist, sodass es vorteilhaft ist, zu Fuß gehen zu können. Auch ein Fahrrad wäre eine Option, allerdings gibt es nur wenige Radwege. Ich hatte das Glück, dass ein Freund von mir in Hobart lebt, dadurch konnte ich vergleichsweise sehr günstig eine Unterkunft finden. Ansonsten kann man über flatmates.com oder in Facebookgruppen fündig werden. PROs - die Leute sind sehr nett, Rotieren in untersch. Teams war jederzeit möglich - das Gesundheitssystem ist sehr modern und progressiv, es wird Wert auf Work-Life-Balance gelegt - die gute Zusammenarbeit mit der „Allied Health“ (andere Gesundheitsberufe) macht Spaß - man muss kein Blut abnehmen - die Stadt, die Insel und das Land sind total sicher - die Natur ist wunderschön, man kann tolle Ausflüge machen CONs - der Aufwand, um einen Platz zu kriegen - alles ist etwas teurer als in Deutschland - man braucht für Ausflüge meist ein Auto - man kann im Krankenhaus wenig selbst machen und lernt dadurch auch nicht allzu viel

Bewerbung

Die Bewerbung erfolgte über die University of Tasmania, alle Informationen stehen online zur Verfügung. Der bürokratische Aufwand ist leider erheblich, die erforderlichen Dokumente umfassen u.a. notariell beglaubigte Identitätsnachweise, einen umfassenden Gesundheitscheck (inkl. Hepatitis- und HIV-Tests), ein polizeiliches Führungszeugnis und einen Nachweis über englische Sprachkenntnisse. In meinem Fall wurde ein früher absolviertes DAAD-Zertifikat (B1, schon > 2 Jahre her) akzeptiert. Zusätzlich ist natürlich eine Auslandskrankenversicherung erforderlich. Da es nur ein halbes Tertial und somit < 3 Mo. war, war das Visum kein größeres Problem. Die Studiengebühren belaufen sich auf 1000 AUD (= ca. 660€) für 8 Wochen.

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