PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Obwalden

Innere

Sarnen, Schweiz · 16 Wochen · Station Internistische Bettenstation und Notfallstation · 06/2009 – 09/2009

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Vergütung
Netto ca. 700 CHF / Monat

Erfahrungsbericht

Das Kantonsspital Obwalden (Sarnen) verfügt über ca. 80 stationäre Betten und 360 Mitarbeiter. Es gibt eine medizinische, chirurgische, gynäkologische, orthopädische und psychiatrische Klinik sowie den Notfall (Notaufnahme) unter internistischer Leitung. Auf der Medizin können gleichzeitig drei Unterassistenten (UAs, UHUs, PJler) unterkommen. Die UAs der Medizin (Innere) wechseln alle zwei Wochen zwischen Station und dem Notfall. Die Station wird von zwei Assistenzärtinnen/Ärzten besetzt. Man begleitet die Visiten, darf auch seine eigenen Patienten betreuen, diktiert Briefe, in Absprache mit der Pflege können morgens die Blutabnahmen gemacht werden und VVKs gelegt werden, ist jedoch kein muss, da dies grundsätzlich von der Pflege übernommen wird. Des weiteren aBGAs, Schellong-Tests, MMS-Testung, klinische Untersuchung und Ultraschalldiagnostik, man darf auch selbst üben. Wenn die Ultraschallgeräte frei sind und Zeit bleibt, darf man sich auch ohne Probleme gegenseitig schallen. Auf Station des weiteren Briefe diktieren, Untersuchungen anmelden, mit Hausärzten telefonieren, die Krankengeschichten verwalten und aktuell halten (was oft viel Zeit in Anspruch nimmt). Die Stationsärzte haben immer ein offenes Ohr und erklären gern und tiefgründig. Der Oberarzt der Station beantwortet gern und ausführlich alle Fragen und gibt regelmäßig kleine Aufgaben zu internistischen Fällen der Station, was enormes Lernpotential birgt. Die Arbeit auf dem Notfall gestaltet sich sehr spannend. Dort übernimmt man in Rücksprache mit dem Tagesarzt seine eigenen Fälle, die man, wenn möglich, alleine betreut. Anamnese, klinische Untersuchung, Ultraschalldiagnostik, BE und VVK, Entscheidung über weitere Diagnostik und Therapie. Dann Vorstellung beim OA und Verlegung auf Station. Der Notfall ist dabei interdisziplinär und es kommen sowohl ambulante, als auch stationäre Patienten. Man kommt somit auch sehr viel zum Nähen, versorgt auch chirurgische Patienten mit und lernt viel Röntgenbefundung kennen. Fortbildungstechnisch gibt es auf der Medizin: 1x/Wo. EKG-Kurs, 1x/Wo. Fallpräsentation, 1x/Wo. Examensfragen lösen. Die UAs dürfen gerne auch selbst Fallpräsentationen vorstellen. Die tägliche Röntgenbesprechung hat auch ein großes Lernpotential, da Befunde genau beschrieben/besprochen werden. UAs arbeiten außerdem bei den Diensten mit. Das bedeutet je nach Anzahl der aktuellen UAs etwa 2x/Wo. Rufbereitschaft. Man wird nur gerufen, wenn der Notfall überkocht oder notfallmäßig OPs anstehen. Ansonsten ca. alle 4-5 Wochen einmal Wochenenddienst. Für einen Wochenenddiens erhält man einen Tag zusätzlich frei. Sonst gibt es 6 Tage für insges. 16 Wochen PJ frei. Diese können zu einem beliebigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Das Team des gesamten Spitals ist von der Pflege bis hin zu den Chefärzten einsame spitze. Ich bin selten auf so viel entgegengebrachte Wertschätzung getroffen. Als UA geniest man ein wesentlich höheres Ansehen wie in Deutschland als PJler. Die Ärzte arbeiten als Team zusammen und helfen sich gegenseitig aus. Man kann jederzeit Fragen stellen, bekommt viel erklärt und darf bei entsprechendem Engagement seine eigenen Patienten weitgehend selbständig aber dennoch unter ständiger Rücksprachemöglichkeit, betreuen. Die Freizeitmöglichkeiten sind unvorstellbar. Wanderungen, Biking, Laufen (es gibt immer diverse Laufgruppen, die sich Abends treffen), Schwimmen im 2 min entfernten See, abendliches Grillen am See, Inlineskaten, Drachen/Gleitschirmfliegen, Fußball (FC Sarnen trainiert direkt am See), Beachvolleyball, Tennis... In direkter Nähe zu Luzern und ins Berner Oberland. Ganz wichtig: Unglaublich tolle Gemeinschaft im Wohnheim mit vielen interessanten, liebenswerten Leuten! Unbedingt für ein PJ-Tertial zu empfehlen!

Bewerbung

Ich habe mich 2 Jahre zuvor beworben. Es werden jedoch immer wieder im Falle einer kurzfristigen Absage UAs gesucht.

Autor:in kontaktieren

Dem Autor oder der Autorin eine Nachricht schreiben Öffnen ▾

Die Autor:in hat zugestimmt, Nachrichten zu diesem Bericht zu empfangen. Deine E-Mail-Adresse wird nur zur Weiterleitung verwendet und nicht öffentlich angezeigt. Die E-Mail-Adresse der Autor:in ist und bleibt verborgen.

Die Autor:in antwortet direkt an diese Adresse.
Max. 2000 Zeichen.
Deine Anfrage wird 90 Tage als Audit-Log gespeichert, dann automatisch gelöscht.
Diesen Bericht bearbeiten Öffnen ▾

Gib die E-Mail-Adresse ein, mit der du diesen Bericht eingereicht hast. Du bekommst einen Link zum Bearbeiten an diese Adresse geschickt. Die E-Mail-Adresse wird nicht gespeichert oder angezeigt.

Diesen Bericht melden Öffnen ▾

Wenn dieser Bericht falsche Tatsachen behauptet, Beleidigungen enthält, persönliche Daten preisgibt oder aus einem anderen Grund gegen unsere Regeln verstößt, kannst Du ihn hier melden. Wir prüfen jede Meldung.

Max. 2000 Zeichen.
Nur nötig, wenn Du eine Rückmeldung möchtest.