PJ-Tertial-Bericht am Waldkrankenhaus Bonn

Chirurgie

Bonn, Deutschland · 8 Wochen · Station 5-11 · 02/2025 – 04/2025

Veröffentlicht am

3.80
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 3
Unterricht 4
Betreuung 6
Freizeit 3
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
520

Erfahrungsbericht

Unfallchirurgie: Arbeitszeiten von 07:00 bis ca. 16:00 - 16:30, am ersten Tag wird man in der Besprechung vom Chefarzt abgefragt, dieser hat aber auch Lust einem was beizubringen, auch wenn die Art nicht immer sehr angenehm ist. Die Hauptaufgabe der PJler sind unendliche Blutabnahmen, Viggos, Verbände und TEPs (als Hakenhalter natürlich). Kleinere OPs kann man sich ansehen, in die Ambulanz oder Sprechstunde kann man rotieren, nur wenn man mit CTAs und zwei Kohorten gut besetzt war. Am ersten Tag wurde man von den Assistenzärzten ins CTA-Zimmer gebracht und hat dort auch die meiste Zeit verbracht. Die CTAs sind cool, jedoch ist immer mindestens einer krank oder im Urlaub oder die haben alle gleichzeitig Schule. Es gab 3-4 richtig nette und motivierte Assistenzärzte, die gelegentlich spontan Teaching gemacht haben. Im oberärztlichen Team gibt es alles, von sexistischen Cholerikern bis zu nettesten Ärzten ever (insb. der Wirbelsäulenchirurg war immer sehr nett). Man muss unbezahlte Dienste machen, freitags von 14 bis 22 Uhr + im Anschluss Bereitschaft bis Samstag früh. Dafür kriegt man einen freien Tag. Allgemeinchirurgie: Das Team war unglaublich nett, man ist viel im OP und hält da auch meist Haken. Ansonsten macht mal hier und da einen Verband oder Blutabnahme. Die Allgemeinchirurgie wird nur leider maximal reduziert, sodass meist nur ambulant operiert wird (Hernien, Gallen, Lipome, Fußamputationen). Besonders viel Teaching machen die Allgemeinchirurgen auch nicht, im OP kann man manchmal nähen oder die Kameraführung übernehmen. Wenn man zu zweit ist, kann einer meist früher gehen (vor 14 Uhr) und der Tag beginnt um 07:30. Sonstiges: Man kriegt kostenloses Mittagessen (Hauptgericht + Softdrink/Wasser). Es gibt eine Umkleide für PJler, man kriegt Kleidung und einen ORBIS-Zugang, die PJ-Koordinatorin ist auch meistens hilfsbereit. Internisten machen echt viel Lehre (meist 2x wöchentlich) und das Beste an diesem Tertial waren die Fortbildungen mit Dr. Schmitz (Innere CA). Insgesamt ein typisches chirurgisches Tertial, in dem man 70% der Zeit ausgebeutet wird, 20% der Zeit sinnlos rumsitzt und auf OPs wartet und 10% der Zeit was Sinnvolles macht. Würde ich nicht wirklich empfehlen, aber ehrlicherweise war (Unfall-)Chirurgie nie so wirklich was für mich. Für richtige Ortho-Bros könnte dieses Tertial vielleicht ganz okay werden. :D
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