PJ-Tertial-Bericht am Hospital Interzonal General de Agudos Dr. Oscar E. Alende

Allgemeinchirurgie

Mar Del Plata, Argentinien · 8 Wochen · Station Allgemeinchirurgie · 01/2025 – 04/2025

Veröffentlicht am

1.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

VORSICHT: Mar del Plata ist nicht La Plata. In der NRW-Landesliste ist da ein mix-up: in beiden Städten gibt es ein HIGA => vermutlich ist eigentlich eher La Plata gemeint, man könnte VOR dem Praktikum vorsichtig anfragen, dass sie mal die Liste updaten; haben wir nicht gemacht und mogeln uns durch! Die Noten, die ich gegeben habe, klingen härter als ich es gemeint habe: Ich hatte ein gutes PJ Tertial! Man lernt nicht allzu viel über Chirugie, denn insgesamt gibt es viel zu viele Ärzte mMn, so dass es wenig ärztliche Tätigkeiten zu vergeben gibt. - das KH fällt etwas auseinander: Wasserschaden, Waschbecken kaputt, Schimmel, die Wiese hinterm Krankenhaus brennt, Taube fliegt im Krankenhaus gegen die Scheiben - alles passiert in 3 Monaten. - wie der Krankenhausalltag generell abläuft kann man im Bericht von 2017 gut nachlesen - hat sich nichts geändert; es gibt wenig OPs insgesamt, da Geldmangel - ich war 1 x nur im OP eingewaschen (man darf aber oft im OP von außen zugucken; nur fand ich das langweilig) - man kann guardias (Dienste) mitmachen: da bleibt man von 8 Uhr morgens bis 24 Uhr wach im Krankenhaus, schläft dann da und verkrümelt sich am nächsten Morgen, wenn man nicht mehr will. Hier erlebt man dann in der Rettungsstelle (heißt auch guardia) verrückte Sachen und darf nähen - dazu: Argentinien kann einen schocken, aber auch immer wieder lustig überraschen - Arbeitszeit: 8 Uhr morgens ist Visite, die Erstjahresärztinnen husseln aber schon ab 06:30; nach der Zweitvisite (ca. 12:30) kann man Essen gehen und den Tag beenden; - freie Tage: offiziell gab es keine freien Tage, aber die argentinischen Studierende (die im Januar Ferien haben) haben eigentlich immer einen freien Tag und machen auch öfter mal 2 freie Tage -- als die argentinischen Studierenden da waren, waren wir teilweise 7 PJler => da ist man als weniger verstehender Nicht-Muttersprachler abgemeldet - die ChirurgInnen sind grundsätzlich nett und vermutlich netter als deutsche ChirurgInnen; gleichzeitig ist die Stimmung bei den anderen Fachdisziplinen VIEL angenehmer, daher lohnt sich rotieren => außerdem findet man da einfacher Freunde, die ChirurgInnen sind unvorstellbar busy mit 90 h Wochen! - VORSICHT: 1 deutscher Student hat vor mir nach 3 Wochen abgebrochen (ich habe ihn nie kennengelernt, aber ein Freund von mir) => die Chirurgen sind wie gesagt nett, aber nicht unglaublich nett, und das argentinische Spanisch macht einen ein ganzes Level schlechter als man eigentlich Spanisch spricht => dementsprechend verstehen fast alle am Anfang fast nichts! => muss man aushalten, wird dann --- sie freuen sich über ausländische Studierende; ein H-Gruß wird aber schon mal angedeutet, all good fun apparently - ich habe 3 Wochen Urlaub mittendrin bekommen, und mein PJ 2 Wochen eher beendet; sowohl der Chefarzt der Chirurgie als auch der Dozentenchef (Vargas Martínez, siehe unten) tuen auf hart,aber man kriegt wonach man fragt (keine Fehltage aufgeschrieben bekommen) - ich konnte eine Woche in die Psychiatrie rotieren Mar del Plata: - Mar del Plata ist eine Sommerurlaubsstadt; sehr angenehm im Januar, Februar vom Wetter her, aber auch überlaufen; teilweise sehr teuer mit den Apartments (20 € / Nacht) - Lebensmittelpreise sind wie in Europa; Milchprodukte sind irgendwie anders als bei uns, argentinisches Essen ist allgemein eher nicht so lecker, viel ungesundes Zeug dabei; aber man kriegt einen Haufen gutes Fleisch Argentinien: - super schönes Land, aber riesengroß natürlich (nicht alles besuchbar) - Leute sehr nett verglichen mit Mitteleuropa Fazit: Starke Empfehlung, man lernt nicht viel außer Nähen, aber ist in Argentinien! 10/10 would do it again (will aber natürlich kein Chirurg werden)

Bewerbung

innerhalb von 2 Wochen organisierbar, am besten 1 Jahr bis 6 Monate vorher organisieren. Einfach bibliotecahiga@gmail.com schreiben (Chef der Docencia: Dr. Vargas Martínez, sonst gibt's noch die Mitarbeiterinnen Ana und Iris). Man kriegt schnelle eine Antwort, man braucht nur ein Empfehlungsschreiben der Uni (damit sie wissen, dass man wirklich studiert) und dann nehmen sie eigentlich jeden (wir waren mal gleichzeitig 2 Österreicher und 1 Deutscher).

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