PJ-Tertial-Bericht am Diakoniekrankenhaus Mannheim

Gynäkologie

Mannheim, Deutschland · 8 Wochen · Station B1 · 02/2025 – 05/2025

Veröffentlicht am

1.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
430

Erfahrungsbericht

KLINIK Es gibt 4 Kreissäle, eine Entbindungsstation, eine gynäkologische Station (zT. liegen Patientinnen auch auf der Privatstation), die Gynökologische Ambulanz und den OP, hier wird meist in zwei Sälen operiert. GEBURTSHILFE Im Diako gibt es ca. 1000 Geburten im Jahr, die Kinder werden kinderärztlich visitiert, eine eigene Pädiatrie/Neo gibt es nicht. Frauen können hier ab 36+0 hier entbinden, die Hebammen arbeiten im Belegsystem (= weniger Personalwechsel zwischen den Schichten, bessere Betreuung für die Frau) GYNÄKOLOGIE
Das Diako ist zertifiziertes Brustkrebs- als auch gynäkologisches Krebszentrum, es gibt eine Dysplasie- und Urogynsprechstunde, sodass man hier neben Mamma-OPs, Längslaparotomien und Konis auch bei Urogyn-Eingriffen assistieren kann. STIMMUNG Die Stimmung im Team ist grundsätzlich sehr gut. Der Umgangston ist respektvoll bis herzlich. Die Ärzti*nnen sind alle sehr bemüht etwas zu erklären und man kann wirklich alles fragen. Ich habe mich als PJlerin sehr wohl und wertgeschätzt gefühlt. EINSATZ Wie viel man im OP steht, hängt immer ein bisschen davon ab, wie viele andere Famulant*innen/PJs da sind. Ich war viel im OP und war dort immer mindestens zweite, oft erste Assistenz. Es gibt hier zudem Belegärzte, denen man an festen Tagen assistieren kann, bei diesen OPs darf man dann recht viel machen (laparoskopische Instrumente benutzen, Hautnaht etc). Ich hatte ein außerdem Zwischengespräch mit der Chefin, hier konnte ich Wünsche zum Verlauf meines weiteren PJs äußern, hier hatte sie mir sogar angeboten, bei Bedarf eine M3-Simulation zu machen. Ich konnte ansonsten immer in alle Sprechstunden mitgehen, hier habe ich dann bei Bedarf Anamnesen gemacht und etwas assistiert. Im Kreißsaal war ich nicht ganz so häufig, habe aber dennoch mehrere Spontangeburten miterlebt. Nach Wunsch hätte ich da aber sicher auch mehr mitgehen können, jedoch wurden dort zu der Zeit neue Assistentinnen eingelernt. Wenn man Nachtdienste mitmacht, bekommt man natürlich noch mehr Geburten mit. Ansonsten kann man auf Station postoperative/postpartale Abschlussuntersuchungen mitmachen. Das Tolle ist, dass es hier bis auf die OP-Anmeldungen so gut wie alles alles digital läuft, sodass sich die Stationsarbeit recht übersichtlich gestaltet. Für viele OPs gibt es zudem Briefvorlagen, daher hatte Briefe schreiben hier überhaupt keinen Stellenwert im PJ. Über den Tag verteilt kommen zudem immer wieder Notfälle rein, hier kann man Spekulumeinstellung und Sonografie üben. Blutentnahmen/Nadeln legen stellen tatsächlich nur einen sehr kleinen Teil der PJ-Aufgaben dar und es wird überhaupt nicht erwartet, dass man das jeden Tag selbstständig macht. Wenn, dann wird man freundlich angerufen und drum gebeten. ORGA Die grundsätzliche Orga in der Gyn ist ganz gut. Frühbesprechung ist um 07:40. Da werden die Fälle der Nacht und die Einteilung für den Tag sowie die geplanten OPs besprochen. Nachmittagsbesprechung ist dann um 15:30. Der erste PJ-Tag ist lediglich ein „Orga-Tag“ an dem alles wichtige durch Frau Caspari geregelt wird. Hier gibts dann den Kleiderchip, einen eigenen Spind und den Zugangsschlüssel zur Umkleide. Weiterhin gibts ein PJ-Telefon, das man sich im Arztzimmer auf der Entbindungsstation holen kann. FREIZEIT Good to know - Früher gehen ist hier immer nur mit oberärztlicher Rücksprache möglich (es gab da wohl Probleme in der Vergangenheit). Wenn es etwas wichtiges gibt, war das aber immer problemlos möglich. Außerdem kommt man regelmäßig um spätestens 16:00 aus der Klinik. (Ich war zweimal bis 16:30 da, da sich OPs verzögert hatten) LEHRE Montags gibts von 14 bis 16 Uhr PJ-Unterricht, da wird sind dann jeweils von zwei Fachdisziplinen ein Thema besprochen. Wir hatten auch einmal eine Reanimations-Simulation, was auch sehr hilfreich war. Das einzige Manko an meinem Quartal im Diako ist für mich, dass es hier bisher keine (zumindest während meiner Zeit) wirklich regelmäßigen internen Fortbildungen vor allem für die jungen Assistent*innen gibt. Es gab immerhin zwei Mal ein Update zu aktualisierten Leitlinien, eine CTG Fallbesprechung sowie ein Simulationstraining im Kreissaal zu postpartalen Hämorrhagien. In der letzten Woche hat eine neue Oberärztin eine kurze Wiederholung zum Thema Dammriss gehalten, es scheint also geplant, wieder regelmäßiger solche internen Fortbildungen anzubieten. Ich hätte mir zudem gewünscht, eigene Patient*innen zu betreuen und vorzustellen, was natürlich eine organisatorische Herausforderung darstellt, wenn man nebenher noch im OP eingeteilt ist. Diesen Wunsch habe ich bereits gefeedbacked, sodass das hoffentlich in Zukunft möglich ist. GEHALT Es gibt hier 430€/Monat, Studientage gibt es offiziell nicht. In Mannheim gibt es ja eigentlich die 4h Studienzeit/Woche, die habe ich jedoch nicht in Anspruch genommen, ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass die Ärzt*innen darüber bescheid wissen. Für mich war dieses Quartal sehr hilfreich, da ich in kurzer Zeit eine guten Überblick über die grundlegenden Krankheitsbilder der Gynäkologie und auch Geburtshilfe erleben konnte. Ich war insgesamt sehr zufrieden mit meinem Quartal im Diako, sodass ich hier auch meine erste Stelle anfangen werde;) Viel Spaß euch!

Bewerbung

ganz spontan ca 3 Wochen vorher, da ich bereits in der UMM einen Platz hatte, diesen aber nicht annehmen wollte.

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