PJ-Tertial-Bericht am DRK Kliniken Westend

Psychosomatik

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station Wiegmann-Klinik · 11/2024 – 03/2025

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
350

Erfahrungsbericht

Ich kann ein Wahltertial in der Wiegmann-Klinik (gehört zum DRK Westend) weiterempfehlen. Die Klinik ist in drei Teams aufgeteilt die was die Krankheitsbilder angeht verschiedene Schwerpunkte haben (Funktionelle Störungen / Essstörungen). Die Teams und vor allem auch die jeweils zuständigen Oberärzte sind sehr verschieden - ich war mit meinem aber sehr glücklich. Als PJ ist man morgens für die Blutentnahmen zuständig, danach kann man in verschiedenen Spezialtherapien hospitieren (Kunsttherapie, Tanztherapie, soziales Kompetenztraining, Konzentrative Bewegungstherapie, Soziales Kompetenztraining, Ergotherapie, Musiktherapie), macht Aufnahmen, führt Expositionen mit Patient*innen durch, macht kognitive Tests (DemTect oder Moca) oder nimmt an Teambesprechungen teil. Da die Abläufe schon sehr anders sind als auf der Somatik habe ich ein bisschen Zeit gebraucht um reinzukommen und meine Aufgaben zu finden. Durch die verschiedenen Berufsgruppen kann man aber sowohl ärztlich als auch therapeutisch wirklich viel mitnehmen. Ärztlich fand ich besonders gut, dass es verschiedene Fachärzte gibt (Innere, Neuro, Psychiatrie, Psychosomatik) und man bei entsprechenden Fragestellungen also relativ leicht einen Facharzt hat, der einem Fragen beantworten kann. Das Team ist finde ich sehr nett und auch in stressigen Phasen bemüht einem etwas beizubringen. In ruhigen Phasen hatten wir einige Male auch das Glück, dass sich eine der Ärztinnen wirklich eine Stunde Zeit genommen hat um mit uns theoretisches Wissen durchzusprechen und Fragen zu beantworten - wirklich ein seltener Luxus in der Klinik. Ansonsten fand ich die Möglichkeiten bei den Spezialtherapien zu hospitieren toll und war einige Male auch zu Psych-Konsilen mit in der Geriatrie. Für die körperlichen Aufnahmen hatte man eine Stunde Zeit, zu Beginn des Tertials bin ich nur mitgegangen, habe sie später unter Supervision durchgeführt und am Ende dann auch alleine mit kurzer Nachbesprechung. Bei den psychotherapeutischen Aufnahmen lief es ähnlich. Am Ende habe ich dann auch selber Briefe geschrieben, die dann ärztlich noch einmal korrigiert und mit mir nachbesprochen wurden, das fand ich sehr hilfreich. Nach ein paar Wochen durfte ich somatisch auch "alleine" Patient*innen betreuen und habe mich bevor ich etwas an- oder abgesetzt habe oder Diagnostik veranlasst habe mit meiner Betreuerin abgesprochen. Für Fragen war - selbst in Phasen mit vielen Krankheitsausfällen und hoher Arbeitsbelastung - irgendwie doch immer auch Zeit. Insgesamt fand ich die Betreuung wirklich gut. Man braucht aber natürlich auch Eigeninitiative und muss sich selbst organisieren können, da die Zeiteinteilung sehr frei ist. Den psychodynamischen (also analytischen/tiefenpsychologischen) Ansatz der Klinik fand ich anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, war aber definitv interessant mal zu sehen. Sonstiges: Platzvergabe über das PJ Portal, Gehalt sind 350 Euro die zum 22. des Monats ausgezahlt werden. Mittagessen war lecker und regelmäßig möglich, aber relativ teuer. Arbeitsbeginn 7.45 bzw. 8 Uhr (je nachdem, ob nüchterne Blutentnahmen bei Patient*innen erfolgen mussten). Arbeitsende zwischen 15 und 17 Uhr, meist bin ich so gegen 16 Uhr gegangen. Als ich mal früher losmusste habe ich das davor besprochen, das war dann problemlos möglich. Man hat eine feste Bezugsperson, die einen betreut, bei mir hat das super geklappt. Studientag ist immer Freitag, Studientage lassen sich nicht sammeln.

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