PJ-Tertial-Bericht am Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Frankfurt am Main

Anästhesiologie

Frankfurt, Deutschland · 8 Wochen · Station E3 · 11/2024 – 03/2025

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
399

Erfahrungsbericht

Die Anästhesie an der BGU bietet eine kollegiale Arbeitsatmosphäre mit einer offenen „per du“-Mentalität. Von Anfang an wird man gut ins Team integriert, und es fällt positiv auf, dass der Umgang miteinander wertschätzend und respektvoll ist – unabhängig von der Hierarchieebene. Es war mein erstes Tertial . Das Team gibt sich viel Mühe, PJler aktiv einzubinden und praxisnah auszubilden. Bereits am ersten Tag konnte ich unter Supervision eine Einleitung durchführen. Auch wenn nicht jeder Handgriff sofort saß, wurde man unterstützt und bekam konstruktives Feedback. So konnte ich schnell Fortschritte machen und nach und nach mehr Verantwortung übernehmen. Zu Beginn wird jedem PJler ein Mentor zugeteilt, der als feste Ansprechperson dient. Gleichzeitig ist der Austausch mit allen anderen Ärzten unkompliziert, und es besteht jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sich in neue Tätigkeiten einweisen zu lassen. Das Verhältnis zur Pflege ist insgesamt gut. Tätigkeiten Im Laufe meines Tertials konnte ich unter Supervision folgende praktische Fähigkeiten erlernen und durchführen: Maskenbeatmung und Intubation (laryngoskopisch und videolaryngoskopisch) Medikamentenmanagement und Beatmungseinstellungen Legen von großlumigen Zugängen und Arterien in Begleitung Durchführung von Regionalanästhesien in Begleitung Schrittweise Übernahme einer kompletten Narkoseführung Zusätzlich hatte ich die Möglichkeit, vier Wochen auf der Intensivstation zu verbringen. Dort durfte ich unter Supervision eigene Patienten betreuen (zwei, gelegentlich drei), wobei ich die Betreuung jeweils mit dem Oberarzt und dem zuständigen Assistenzarzt besprach. Auch hier konnte ich unter Anleitung ZVK und Arterien legen. Tagesablauf OP: 07:00 Uhr: Frühbesprechung im Aufwachraum (montags mit Fortbildung) Anschließend OP (Pauseneinteilung flexibel) Möglichkeit, verschiedene Einleitungen zu begleiten oder mit dem Mentor fest einer OP zu folgen Feierabend je nach OP-Aufkommen ca. 15:00 Uhr Intensivstation: 06:30 Uhr: Beginn mit Visite Patientenuntersuchung, Punktionen (ZVKs, Arterien, je nach Aufkommen) 11:30 Uhr: Mittagessen Röntgendemo, Nachmittagsvisite Feierabend ca. 14:45–15:15 Uhr Teaching Dienstags: 14:45–15:30 Uhr – praxisnah und strukturiert Zusätzlich tägliches Teaching im OP, je nach Interesse Besonderheiten der Klinik Die Klinik ist auf neurochirurgische und unfallchirurgische Fälle spezialisiert. Es gibt keine Gynäkologie, daher sind Spinalanästhesien und PDAs selten. Kinderanästhesien kommen ebenfalls kaum vor. Das Mittagessen ist für PJler kostenlos und qualitativ gut. Gegessen wird meist mit Assistenzärzten, oder mit anderen Famulanten oder PJlern anderer Fachrichtung. Fazit Ein sehr praxisnahes und gut strukturiertes Tertial mit vielen Lernmöglichkeiten. Besonders für PJler, die eigenständig arbeiten und viele praktische Fähigkeiten erlernen möchten, eine klare Empfehlung.
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