PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Karlsburg

Herz-/Gefäßchirurgie

Karlsburg, Deutschland · 8 Wochen · Station Chirurgie · 07/2024 – 10/2024

Veröffentlicht am

3.53
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 5
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400

Erfahrungsbericht

Ich habe mein Chirurgietertial in der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie in Karlsburg verbracht. Da ich keine großen chirurgischen Ambitionen habe, dachte ich mir, dass ich in einem kleinen Haus, welches im Gegensatz zu einer Universitätsmedizin nicht auf Studenten angewiesen ist, besser aufgehehoben sei, auch wenn ich kein großes Interesse an der Herzchirurgie im Speziellen hatte. Das war möglicherweise ein Fehler, da mir später aufging, dass ich wichtige chirurgische Fähigkeiten nicht erlernen werde, wie zum Beispiel orthopädische Untersuchungstechniken oder Gipsanlagen und vieles mehr. Die Chirurgie, welche dort betrieben wird ist sehr speziell und spezialisiert. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit viel Zeit im OP als 2. Assistent zu verbringen, teilweise sogar als 1. Assistent bei kleineren Eingriffen, vorallem in der Gefäßchirurgie. Man lernt zu Assistieren und zu Nähen, wenn man sich geschickt nastellt, werden einem viele Aufgaben übertragen. Ein Oberarzt teilt die Studenten im OP-Plan mit ein. Wenn man das nicht so gerne möchte, kann man sich auch weniger einteilen lassen, sodass man den Tag auf der Station verbringt. Dort sind die Aufgaben des Studenten Blutentnahmen (bei den Patienten, bei denen es die Pflege im Nachtdienst nicht geschafft hat und alles was über den Tag so anfällt), sowie Flexülen legen (wird nur durch ärztliches Personal gemacht). Außerdem die Aufnahmen, mit Anamnese und körperlicher Untersuchung. Die Patienten kommen häufig diagnostiziert und fertig untersucht ins Klinikum. Die Klinik hat keine Notaufnahme, sodass man wichtige Fähigkeiten der Anamnese nicht üben kann. Arztbriefe sollten Studenten nicht schreiben. Bei invasiven Tätigkeiten, welche auf der Station vorgenommen wurden, wie Vakuumverbandswechsel oder Thraxpunktionen durfte man assistieren, sie aber nicht selbstständig oder unter Aufsicht ausführen. PJ-Unterricht gab es keinen. Häufig hatten die Ärzte auch nicht viel Zeit oder Lust auf die Lehre, auch wenn ich hier betonen möchte, dass sich einige Kollegen sehr dankbar gezeigt haben, für die Unterstützung durch die Studenten und auch einiges erklärt haben. Ein besonders engagierter Oberarzt, der einen Nahtkurs mit allen Studenten der Klinik organisiert hat ist leider inzwischen gegangen. Die Personalstärke ist ingesamt in letzter Zeit stark zurückgegangen, sodass häufig nur ein Arzt auf der Station war. Das Ärzteteam war sich untereinander teilweise nicht grün, sodass häufiger eine unangenehme Stimmung auf der Station war. Zur Pflege hat ärztlicherseits leider auch keine gute Verbindung geherrscht und die Studenten wurden von der Pflege im besten Fall akzeptiert, teilweise aber auch respektlos behandelt. Die Arbeitszeit begann um 7 und endete um 15.30. Ein pünktlicher Feierabend war so gut wie immer möglich. Das Essen gab es umsonst in der Mensa. Es war reichhaltig und lecker. Die Fahrtkosten wurden komplett übernommen.

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