PJ-Tertial-Bericht am Asklepios Westklinikum Rissen

Allgemeinchirurgie

Hamburg, Deutschland · 8 Wochen · Station 14, 23, Notaufnahme · 05/2024 – 09/2024

Veröffentlicht am

2.20
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 3
Betreuung 3
Freizeit 3
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400

Erfahrungsbericht

Lage: das Klinikum liegt abgeschieden idyllisch am westlichen Stadtrand von Hamburg und ist nur mäßig schnell erreichbar. Von der S-Bahn Haltestelle Rissen läuft man 15 Minuten. Die Buslinie 1 , die bis direkt vor das Krankenhaus fährt, kommt selten rechtzeitig, fällt nachmittags gerne aus und kommt auch nur alle 20 Minuten. Essen: gratis, aber ekelhaft! Aufwandsentschädigung: 400 Euro Zeiten: 7.30-16.00 (ca.) Studientage: 1x alle 2 Wochen (dürfen nicht angesammelt werden) Unterkunft: kein Personalwohnheim PJ Unterricht: täglich Montag-Donnerstag mit 50/50 Wahrscheinlichkeit, ob er tatsächlich stattfindet und in unterschiedlicher Qualität Rotationen: es gibt keinen festen Plan. Die PJler regeln das unter sich. Vorgesehen ist die Notaufnahme, Viszeral und Ortho/Unfall. Bei Interesse und ausreichend PJs ist eine Rotation auf die Wirbelsäulenchirurgie möglich. Viszeralchirurgie: Die Operationen umfassen hauptsächlich bariatrische Eingriffe (insbesondere Omega-Loop-Magenbypass und Schlauchmagen), sowie Hernienoperationen, Cholezystektomien und Appendektomien. Also nicht gerade sehr abwechslungsreich. Zu den Aufgaben gehört es meist, während der Operation stupide den Leberhaken zu halten (sehr langweilig), ggf. Kamera halten bei Laparoskopien, wobei nur wenig erklärt wird. Man kann sich jedoch oft davor drücken. Auf der Station begleitet man die äußerst kurze Visite, macht Blutabnahmen, legt Vigos, zieht Drainagen und vollzieht Verschlussdruckmessungen. Zudem trägt man ein Telefon bei sich um etwa alle 30 Minuten entweder vom Adipositaszentrum für Blutabnahmen oder vom Sekretariat für elektive Aufnahmen mit Anamnese und körperlicher Untersuchung herbeizitiert zu werden . Das kann manchmal stressig sein, wenn man als PJler alleine auf Station ist. Die Assistenzärzte sind sehr nett, bedanken sich am Ende des Tages für die Hilfe und schaffen es manchmal sogar ein bisschen Lehre an Patientenbeispielen zu betreiben. Urlaub und Studientage muss man immer unangenehm beim Oberarzt besprechen/erbetteln. Notaufnahme: Sie wird von Unfallchirurgen/Orthos betreut. Da das Altona-KH in der Nähe liegt, kamen allerdings kaum interessante Notfälle. Der Schockraum ist quasi nie in Betrieb. Auch vormittags war wenig los, sodass bis 11:30 Uhr kein fest eingeteilter Arzt in der ZNA war. Danach ist leider auch nur 1 Arzt vor Ort. Wegen des geringen Patientenaufkommens weigerte ich mich irgendwann alleine morgens die Patienten vorzuuntersuchen und ging nach der Morgenkonferenz erstmal für Blutentnahmen und Visite auf Station. Mittags kehrte ich dann in die Notaufnahme zurück. Die anderen PJs machten es mir gleich. Abgesehen von der Anamnesenerhebung war ich eh nicht sonderlich hilfreich. Körperliche Untersuchungen bei schmerzgeplagten Patienten sind schwierig und unangenehm, besonders wenn man nicht genügend Wissen mitbringt, um die Befunde der Untersuchung richtig auszuwerten. Außerdem wird ohnehin alles ins Röntgen geschickt, was PJs wiederum nicht anmelden/freigeben können. Bei den Untersuchungen hätte ich mir mehr Anleitung und Übung unter Aufsicht gewünscht. Allgemein wurde man hier kaum angeleitet, der gehoffte Lerneffekt blieb aus. Die Wundnaht konnte man allerdings gut erlernen. Ortho/Unfall: Das gesamte Team, vom Chefarzt bis zu den Physiotherapeuten, ist super cool und freundlich. Die Stimmung im Op war auch gut. Dennoch baut das System auch hier darauf auf, dass PJler die blöden Aufgaben wie Blutentmahmen und Haken halten übernehmen, sobald PJler fehlen dekompensiert die Situation. Ich habe mit erhofft, dass man uns manchmal mehr herausfordert und bspw. Fragen stellt, die auf die Wichtigkeit bestimmter Themen hinweisen, oder dass sich jemand die Zeit nimmt, Frakturen oder Operationen zu erklären. Aber nixxx da! Man muss immer aktiv nachfragen. Man bekommt Aufgaben wie das Schreiben von Arztbriefen oder das Vorstellen von Patienten bei der Chefarztvisite, aber es gibt keinerlei Feedback. Der ganz große Lerneffekt bleibt daher aus. Zudem wird man oft viel zu spät nach Hause geschickt (außer von Schick <3 ). Aufgaben: viel OP, Visite, Blutentnahmen, Arztbriefe vorschreiben, VAC-Pumpen anschließen Wirbelsäulenchirurgie: Äußerst nettes Team, spannende Operationen, wo man zwar wenig machen kann, aber einem super viel erklärt wird. Durchgehend freundliche Stimmung. Keine Blutentnahmen. Frühzeitig Feierabend. Die Rotation kann ich nur wärmstens empfehlen.

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