PJ-Tertial-Bericht am Spital Thun

Allgemeinchirurgie

Thun, Schweiz · 8 Wochen · Station OP · 03/2024 – 05/2024

Veröffentlicht am

4.53
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 6
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 4
Unterricht 6
Betreuung 6
Freizeit 1
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1200

Erfahrungsbericht

Ich wusste was auf mich zukommt aufgrund der vorherigen Berichte. Ich kann es aber auch nur nochmal voll bestätigen. Ich habe zum Glück zuvor schon nur für halbes Tertial geplant, da ich unbedingt in die Umgebung wollte, aber mir dachte, dass 4 Monate hart werden würden. Dazu das große Plus: Thun ist wundervoll, in der Umgebung gibt es für jede Art von Freizeitsport und Natur Fans etwas mit dabei. PJ wiederum leider keine Katastrophe. Wie in den Vorberichten hat man eigentlich keinen Kontakt mit wachen Patient:innen. Im OP wird assistent und danach die sogenannten OPAS ausgefüllt. Das ist nur copy paste für die Prä OPs Gespräche, die dann von Assistent:innen geführt werden. Im OP herrscht besonders in der Allgemeinchirurgie ein rauer Ton. Der Chef geht nicht selten unter die Gürtellinie mit seinen Kommentaren und wird gerne auch mal laut. Der Rest des Teams wirkt von dieser Stimmung merklich beeinflusst und hat so zwar auch nette Momente aber die ständige Anspannung ist nicht zu übersehen. Die Orthopädie und Unfallschirurgie ist wiederum größtenteils eigentlich ganz nett, sodass ich versucht habe mich vermehrt dort aufzuhalten. Man kann sich unter den PJs/UHUs untereinander frei einteilen wer in welche OP geht und muss dann bloß immer im OP bescheid geben wer kommt. Hier würde ich auch das nette OTA Team hervorheben von denen ich mehr gerlernt habe als von den meisten Ärzt:innen. Das Büro der PJ/UHUs ist völlig abgeschieden von den Stationen( und hat nicht mal ein Fenster), sodass man mit dem Rest von Team einfach keinen Kontakt aufbaut und sich daher einfach sehr isoliert fühlt, keine Möglichkeit hat einfache Fragen zu stellen und einfach 0% Lehre erhält. Wir waren zwischendurch nur 3 PJs und waren daher nicht nur tagsüber mit den endlosen OPAS ziemlich beschäftigt, sondern haben gefühlt auch immer Pickett gehabt. Diese müssen jeden Nachmittag und am Wochenende besetzt werden. Einige werden auch von Berner Studis übernommen, am besten meldet man sich rechtzeitig, dass die Pickett zu viel werden damit dort noch möglichst viele Studis mobilisiert werden. Für Wochentag Pickett gibt es nicht und auch am nächsten Tag muss man auf der Matte stehen, am Wochenende kann man dafür einen anderen freien Tag nehmen (find ich auch das mindeste). Also all in all: wem die Umgebung wichtiger ist und Chirurgie eh nur absitzen mag kommt man schon durch den Tag. Wer was lernen will ist hier sehr sehr falsch.

Bewerbung

Spontan möglich, suche immer über Frau Feller
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