PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Klinikum Braunschweig

Chirurgie

Braunschweig, Deutschland · 8 Wochen · Station Neurochirurgie, Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Plastische- und Handchirurgie · 03/2024 – 06/2024

Veröffentlicht am

1.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
812

Erfahrungsbericht

Ihr habt hier eine super Auswahl an Fachbereichen und könnt bis zu vier verschiedene auswählen. Dabei müsst ihr aber darauf achten, dass mindestens zwei davon "richtige" chirurgische Fächer sind (wie Unfallchirurgie, Allgemeinchirurgie oder Herz-Thorax-Chirurgie) und maximal zwei Wahlfächer (eigentlich nur eins, aber der Prof. lässt mit sich reden). Neurochirurgie Mein erstes Fach war Neurochirurgie. Hier habe ich richtig viel gelernt und war oft im OP, wo ich viel assistieren durfte – Personalmangel sei Dank. Das OP-Team war super nett, der Chef ziemlich dominant, aber er wollte auch, dass ich was lerne. Auf Station gab es wegen des Personalmangels viele Aufgaben wie Röntgen anmelden, Visiten dokumentieren, Arztbriefe schreiben und Patienten untersuchen. Insgesamt eine sehr lehrreiche Zeit. Allgemeinchirurgie Danach ging's in die Allgemeinchirurgie. Wir waren eine Zeit lang zu viert als PJler und hatten noch Schülerpraktikanten dabei, was manchmal bedeutete, dass nicht so viel zu tun war. Einige Assistenzärzte waren motiviert, uns etwas beizubringen, aber manchmal war es auch nur Haken halten. Ich habe viele OPs gesehen. Die Visiten starteten meist sehr früh und oft habe ich nur die hälfte mitbekommen, obwohl ich pünktlich war. Ein Highlight war der Nahtkurs, der zweimal im Jahr angeboten wird – absolut empfehlenswert! Unfallchirurgie In der Unfallchirurgie waren die Assistenzärzte oft sehr beschäftigt, und ich wusste manchmal nicht genau, was ich machen sollte. Ich war oft im OP, aber die Kommunikation war nicht immer klar, und ich fühlte mich nicht wirklich als Teil des Teams. Es war otfmals eher unpersönlich, wie eine billige Arbeitskraft. Besonders eine Oberärztin war wenig wertschätzend. Gespräche über meinen Ausbildungsstand oder Lernwünsche gab es kaum. Die Arbeit war grundsätzlich interessant, aber die Umstände waren nicht so, dass ich mich dort wohl gefühlt habe. Oft war ich auch für die Blutentnahmen zuständig, weil die Pflege überlastet war. Es gab eine angespannte Grundstimmung, vor allem wenn Chef und Pflege im OP aneinandergerieten. Plastische und Handchirurgie Mein letztes Tertial verbrachte ich in der Plastischen und Handchirurgie. Die Chefin war in Elternzeit (sie macht die meisten plastischen Fälle), sodass aktuell zum Großteil Handchirurgie gemacht wurde. Die Visiten morgens waren etwas hektisch, danach konnte man in den OP gehen, den Assistenten auf Station unterstützen (der auch für die Notaufnahme zuständig ist) oder einen Facharzt in der Sprechstunde begleiten. Alles war ganz interessant, aber die Betreuung variierte stark zwischen den ÄrztInnen. Manche ließen einen lästige Arbeiten machen, andere binden einen aktiv ein und erklärten sehr viel und gut. Ich habe auch einen Tag die Ergotherapeuten begleitet und mir den Schienenbau angeschaut - auch mal ganz interessant. Fazit Insgesamt war mein Chirurgie-Tertial im Städtischen Klinikum Braunschweig eine wertvolle Erfahrung mit Höhen und Tiefen. Die große Auswahl an Fachbereichen und die Möglichkeit, viel praktisch zu arbeiten, sind definitiv Pluspunkte. Es kommt aber auch stark auf die jeweiligen Betreuer und die Stimmung im Team an. Wenn ihr motiviert und flexibel seid, könnt ihr hier auf jeden Fall viel lernen! Es kommt aber teilweise stark auf euer persönliches Engagement an.

Bewerbung

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