PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Giessen

Unfallchirurgie

Giessen, Deutschland · 8 Wochen · Station 4.5, 4.6, 13, Poliklinik, ZNA · 01/2024 – 04/2024

Veröffentlicht am

4.40
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 5
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 4
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
ca. 450€

Erfahrungsbericht

Als PJ in der UCh des UKGM ist man wirklich gottlos irrelevant. Trotz schlechter Berichte hab ich mir das nicht so schlimm vorstellen können. Der Stationsalltag beginnt damit, dass die Visite um 6.45h beginnt. Man läuft den Ärzten dabei hinterher, die den Patienten die Verbände von den Wunden reißen und einem nur an den Kopf werfen, dass der Verband später neu gemacht werden soll. Lernen tut man dabei nichts. Auch wird einem nicht begebracht, wie welche Wunden korrekt verbunden werden. Man macht das dann zusammen mit den PJ-Kollegen, die das wiederum von anderen PJs gelernt haben. Einfach fahrlässig. Nach der Visite beginnt die Frühbesprechung um 7.15h, wo hauptsächlich nur darüber geschimpft wird, dass schon wieder OP Säle nicht besetzt sind, da es nicht genug Pflege gibt. Warum das so ist, erfährt man, wenn man irgendwann in den OP muss. Als eigentlich OP-begeisterte Person hab ich mir nichts böses dabei gedacht, jedoch wird man von der OP Pflege einfach fürs Existieren zusammengeschrien, vor versammelter Mannschaft. Die anwesenden Ärzt*innen sagen dazu nichts, und setzten dann während der OP noch einen oben drauf. Das habe ich genau ein mal mitgemacht und mich dann geweigert, den unfallchirurgischen OP auch nur noch ein weiteres Mal zu betreten. Sollte man das Glück haben, nicht in den OP zu müssen, nehmen alle PJs nach der Frühbesprechung zusammen das Blut auf den 3 Stationen ab, verbinden die Wunden neu und betreiben die Pflege der Fixateurs externe. Warum letzteres Aufgabe der PJs ist habe ich bis heute nicht verstanden. Danach ist für den Rest des Tages NICHTS mehr zu tun. Für die nächsten 7h sitzt man wirklich nur noch rum und es wirklich einfach EGAL was man macht, solange am Ende des Tages noch 2-3 PJs in der Spätbesprechung sitzen. Man kann in der Chirurgie Nacht bzw Wochenenddienste mitmachen. Die kann ich ebenfalls nicht empfehlen. zwar lassen die UCHler einen in der Zeit meistens in Ruhe, dafür wird man von den ACHlern extrem ausgenutzt. Ich habe rein gar nichts in der Unfallchirurgie gelernt. Für mein M3 habe ich alles unfallchirurgische von Amboss gelernt, das hat absolut gereicht. Einfach traurig, was sich diese Abteilung mit ihren PJlern erlaubt.

Bewerbung

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