PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Aarau

Gynäkologie

Aarau, Schweiz · 8 Wochen · Station Pränatalstation. Allgemeine Gyn, GynOnk, Gebärsaal, Ambulanz · 04/2024 – 06/2024

Veröffentlicht am

2.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 5
Betreuung 3
Freizeit 4
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1`400 CHF

Erfahrungsbericht

Entgegen der negativen Berichte hatte ich eine wirklich gute und lehrreiche Zeit in der Frauenklinik des KSA. Wie viele schon berichtet haben ist es eine stark operativ-orientierte Stelle. Ich denke, wenn man dies weiss und sich damit anfreunden kann, kann man durchaus sehr profitieren : )) Die Hauptaufgabe der UAs ist das Assistieren im OP. Der Tag beginnt wenn Schnitt im OP ist, also 8 Uhr. Dienstags immer erst um 9, weil die Anästhesie davor Fortbildung hat ;) Es wird erwartet, dass man früher da ist, circa 7:45 Uhr, damit man sich umziehen und waschen kann bevor der Chirurg kommt und schonmal die UA Aufgaben erledigt, wie steril den DK einzulegen. Es ist sehr empfehlenswert, sich mit der OP-Pflege anzufreunden, da man 80-90% seiner Arbeitszeit im OP verbringt und somit auch sehr viel Zeit mit ihnen. Sie führen einen auch in die Tätigkeit ein, geben Tipps zur OP Etiquette usw. Ausserdem sind sie alle sehr nett und nehmen einen auch "unter ihre Fittiche". Die Tätigkeit im OP variiert je nach Eingriff, ist aber oft auch Manipulator halten, Rektumtupfer manipulieren, bei Mamma OPs die Brust spannen und kleine Haken halten. Es lohnt sie aufmerksam zu sein und auf den Bildschirm zu schauen bei den laparoskopischen Hysterektomien und Sakrokolpopexien (Urogyn) , da man den Uterus bei verschiedenen OP Schritten entsprechend bewegen muss und sie sonst einfach unten reingreifen : ) Über die Zeit lernt man auch die Operateure und Assistenten kennen und kann bei favorisierten Eingriffen assistieren, zB Sectios, Curettagen, Hysteroskopien , Hysterosalpingographien usw. Der Chef macht auch komplexe Krebsoperationen (offene Debulking OPs beim Ovarial Ca mit Peritonealkarzinose und Resektionen am Diaphragma und Peritoneum, paraortale Lymphadenektomien, Staging OPs usw.) Eine Belegärztin operiert komplexe Endometriosepatientinnnen (frozen pelvis Situs), bei der oft auch Darm reseziert wird, Ureterolyse vorgenommen wird und die Viszeralchirurgen und Urologen dazu kommen. Bei ihr bekommt man besonders gutes Teaching. Ansonsten gehört Teaching nicht zum Regelfall, aber auf Machfrage wird einem viel erklärt. Die Stelle hat Platz für 4 Unterassistenten, wobei die 3 OP Säle immer gedeckt werden müssen. Man spricht sich untereinander ab und trägt ein, wer an welchem Tag für welchen Saal zuständig ist. Der vierte UA (sofern es einen gibt) darf draussen bleiben und auf Nachfrage/Eigeninitiative bei AAs oder OAs mitlaufen (Pränatalstation, Geburtssaal, Ambulanz, Spezialsprechstunden usw.) Man kann auch mit einem der Assis den Notfalldienst machen, wo man viele verschiedene, auch typische, Krankheitsbilder und gynäkologische Notfälle sieht (Infektionen, EUGs, Labialabszesse, ungewollte SS usw). Es lohnt sich auch mal einen WE Dienst mitzumachen (man bekommt entsprechend Kompensationstage), damit man sicher eine vaginale Geburt sieht, da dies sonst während OP Programm und Klinikalltag oft schwierig ist. Pro: - man wird wirklich gebraucht und auch geschätzt, wenn man seine Arbeit gut macht : )) - man ist immer steril am Tisch - wenn man länger da ist darf man auch mitoperieren und Nähen (Trokarnähte, Laparotomien, Sectio Hautnaht aber auch mal vaginal) - man bekommt einen vertieften Einblick in die operativen Techniken der Gynäkologie (Laparoskopie und -tomie, intra und extrakorporales Nähen, Adhäsioloyse bei Endometriose, Lymphadenektomie axillär und pelvin) - man kann vaginales Untersuchen am Tisch üben in Absprache mit dem Operateur - man wird zu einem Teil des Teams und hat zwischen den Ops in der OP Küche Zeit zum erholen und quatschen - es gibt Gratiskaffee im Aufenthaltsraum der Hebammen :) - verhältnissmässig gutes Gehalt Kontra: - es wird fast nie zusammen Mittag gegessen, da die alte Frauenklinik weit weg von der Mensa ist und dazwischen kaum Zeit bleibet (beim neuen Gebäude wird das anders sein) - wenn man keinen Spass an einer operativen Tätigkeit hat, wird einem hier schnell langweilig werden Alles in allem hängt es sehr davon ab, ob einem Operieren Spass macht und ob man bereit ist, durch Eigeninitiative auch die Breite des Faches Gynäkologie und Geburtshilfe zu erkunden :) P.S Der Chef wechselt bald in die Praxis, deshalb ändert sich die Stelle vlcht in Zukunft

Bewerbung

1,5 Jahre im Voraus bei Sekretärin Daniela Begert. Sie ist wirklich sehr nett und während der gesamten Zeit Ansprechparnterin für die UAs : )

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