PJ-Tertial-Bericht am Kreisklinik Mindelheim

Allgemeinchirurgie

Mindelheim, Deutschland · 8 Wochen · Station A1, B1, A3, A5 · 11/2023 – 03/2024

Veröffentlicht am

1.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
410

Erfahrungsbericht

Erstes Tertial: Innere Medizin Vor dem ersten Tertial hatte ich eine Menge Respekt. Doch in Mindelheim kommt man relativ schnell rein. Zuerst wird man auf eine der vielen Stationen eingeteilt. Als ich angefangen habe, war die Station A3 aufgrund von Renovierungsarbeiten noch geschlossen und wurde im Verlauf wieder eröffnet. Zu den Stationen: A1: Intermediate Care Unit und Stroke Unit überwiegend Kardiologie; ca. 20 Betten Auf dieser Station finden sich neben Stroke-Patienten generell alle Patienten, die eine Monitorüberwachung benötigen. Falls mal auf den anderen Stationen kein Platz mehr ist, werden auch weniger "kritische" Patienten dort untergebracht. Die Klinik Mindelheim hat zwar selber keine Neurologie, behandelt aber Schlaganfälle in Kooperation mit NEVAS. Hier hat man die Möglichkeit auch mal einen ausführlichen Neuro-Status bei den Patienten zu erheben. Freitags kommt immer die konsilliarisch tätige Neurologin, welche man auch gerne mal begleiten kann. (Dazu am besten einen Zettel ins Fach an der Pforte mit eurer Telefonnummer legen.) B1: Allgemein Innere (Gastro, Kardio, Infekt); ca. 40 Betten Auf der B1 war ich selber nur zum Blutabnehmen und gelegentlich mal um auszuhelfen, wenn Briefe geschrieben werden mussten. Sonst ist es die größte Station der Inneren Medizin mit bis zu 40 Patienten A3: Gastro und Geriatrie und "Ausbildungsstation", d.h. ein Teil der Station wird von einem Team aus Pflegeschüler*innen betreut (mit eigenem Stützpunkt); ca. 15 Betten Gastro, ca. 10 Betten Geriatrie Während ich mein Tertial in der Klinik absolvierte wurde die A3 wieder eröffnet. Ein Teil der Station wurde zur Geriatrie. Auf der A3 liegen überwiegend gastroenterologische Patienten. A5 Privatstation; geteilt chirurgisch und internistisch (ca. 15 Innere Betten) Auf der Privatstation war ich überwiegend für Blutabnahmen und Zugänge und andere unterstützende Tätigkeiten. Intensiv-Station: geteilt chirurgisch und internistisch; 9 Betten insgesamt Am ersten Tag wird man um kurz vor 8 Uhr im Sekretariat von Frau Demirkiran oder Frau Kapar begrüßt. Man erhält sein Telefon und die dazugehörige Ladestation, sein Diktiergerät, Schlüssel sowie Benutzername und Passwörter. Danach wird man vom Chefarzt der Kardiologie zur Morgenbesprechung, die um 8 Uhr jeden Tag beginnt, mitgenommen. Hier wurde ich dann einer Ärztin zugeteilt. Eine andere PJlerin, die dort bereits seit einigen Monaten war, hat mir dann den Arbeitsalltag erklärt und die Klinik gezeigt. Generell hat man hier die Möglichkeit vieles zu machen, was aber auch immer eine Eigeninitiative fordert. Morgens finden immer die Blutabnahmen statt. Dadurch dass man als PJler ein Telefon hat, wird man den ganzen Tag über für Blutabnahmen und Viggos angerufen. Teilweise muss man echt lernen Nein zu sagen, damit man Möglichkeiten etwas zu lernen nicht verpasst. Man darf schnell einständig Arztbriefe schreiben/diktieren. Als PJler kommt man auch in die Situation selbstständig die Visite zu machen. Unter oberärztlicher Aufsicht kann es auch sein, dass man ggf. mal eine Station leiten kann. In der Notaufnahme lernt man wohl am meisten. Dort ist man die erste Kontaktperson für die Patienten. Man erhebt die Anamnese, macht die körperliche Untersuchung, ordnet die Blutabnahme an, bahnt weitere Diagnostik, entscheidet, ob Patienten aufgenommen werden und organisiert ein Bett. Es gab Situationen in denen ich mich überfordert damit gefühlt habe, aber man lernt dadurch wirklich sehr schnell eigenständig zu arbeiten. Auf der Intensivstation untersuchte man die Patienten körperlich und kümmerte sich um die Behandlungspläne. Ansonsten fiel auch viel Bürokratisches an. An manchen Tagen habe ich wirklich nur telefoniert. Patientenverlegungen, Telefonate mit der Polizei, Nachfordern von Befunden... Dadurch hat man mal mitbekommen, wie viel Zeit bei solchen Tätigkeiten draufgeht. Zum Team: Unter den Assistenzärzten war immer eine gute Stimmung. Man nach einer Aufwärmphase schnell Teil vom Team. Insgesamt kam es zu viel Umbruch im Team selbst, so dass nun nur noch wenige der Assistenten mit denen ich gearbeitet habe dort noch arbeiten. Ich kann die Klinik für das PJ auf jeden Fall empfehlen, dadurch dass man sehr schnell eigenverantwortlich arbeiten kann. Dadurch ist man zwar auch lang in der Klinik, aber man nimmt vieles mit für die weitere Laufbahn.

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