PJ-Tertial-Bericht am Spital Maennedorf

Chirurgie

Maennedorf, Schweiz · 8 Wochen · Station Viszeral- und ortho/unfallchirurgisch · 09/2023 – 12/2023

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
950 brutto

Erfahrungsbericht

Sehr empfehlenswertes Tertial in einem kleinen familiären Haus, das OP Spektrum ist für die Hausgrösse recht breit. In der chirurgischen Abteilung arbeiten Unfallchirurgen/Orthopäden und Viszeralchirurgen in einem gemeinsamen Team, dementsprechend ist man das ganze Tertial in beiden Fachrichtungen gleichzeitig. Die Unterassistenten sind entweder auf Station oder dem Notfall eingeteilt, wir waren alle ungefähr 5-6 Wochen auf dem Notfall und die restliche Zeit auf Station eingeteilt. Ein großer Pluspunkt ist das Team alle sind sehr freundlich, bemüht etwas beizubringen und nehmen sich gerne Zeit zum Erklären. Auf Station ist man im OP eingeteilt meist als zweite Assistenz, bei den Belegärzten häufiger auch als erste Assistenz. Das Spektrum ist hier für die Unterassistenten eher ortho/unfallchirurgisch, in vsizeralchirurgischen OPs ist man eher seltener, man ist aber auch immer willkommen wenn man bei einem Eingriff zuschauen möchte für den man nicht eingeteilt ist. Die Stimmung im OP ist insgesamt sehr angenehm man bekommt man viel erklärt und auf Nachfrage darf man am Ende zunähen. Ansonsten erledigt man auf Station hauptsächlich die Eintritte, schreibt Austrittsberichte und erstellt eine OP-Liste, die man im Morgenrapport vorstellt , eher langweilige Aufgaben. Dienstags und Donnerstags findet die Kaderarztvisite statt hier wird meistens viel geteached und wer möchte kann auch Patienten vorbereiten und auf Visite den leitenden Ärzten vorstellen. Einmal in der Woche findet die Lehrvisite statt, Unterricht speziell für Unterassistenten und Assistenzärzte, es werden Fälle oder Themen besprochen die man sich meist vorher wünschen kann und einmal gab es einen Hands On Osteosynthesekurs, ein absolutes Highlight. Auf dem Notfall wird man zunächst gut eingearbeitet und darf danach immer selbstständiger Patienten betreuen, je nachdem wie viel man sich selbst zutraut. Hier kann man sehr selbstständig arbeiten, kann aber gleichzeitig immer nachfragen und wird gut supervidiert. In der Wundversorgung kann man selbständig Wunden versorgen und nähen nach einer Einführung. Ich habe auf dem Notfall sehr viel gelernt. Man arbeitet im Schichtsystem und ist auch in einem Dienstplan eingeteilt. Auf Station arbeitet man von 7:30-18:00 Uhr, wobei man wenn alle Aufgaben erledigt sind und keine OPs mehr anstehen häufig früher rauskommt. Auf dem Notfall gibt es Früh- (7:30-15:30), Zwischen- (11-19 ) und Spätdienst (14:30-22:00 ). Auch die Feiertage und Wochenenden müssen durch Unterassistenten abgedeckt werden, dann hat man Zwischendienst und das gesamte Wochenende Pickettdienst. Als Kompensation bekommt man für ein gearbeitetes Wochenende 2 Tage frei und 60 Franken. Unter der Woche wurden die Pickettdienste (Rufbereitschaften) abgeschafft. Wir wurden äußerst selten im Pickett angerufen und das vorallem morgens vor dem Zwischendienst, also wirklich gut machbar. Das Mittagessen im Spital ist sehr lecker und als Unterassistent zahlt man pauschal 5 Franken, ein wirklich tolles Angebot! Das Wohnheim kostet 100 Franken im Monat, ist modern, mit allem ausgestattet was man so braucht und wer Glück hat hat sogar ein Zimmer mit Seeblick! Unter der Woche kommt jeden Tag eine Reinigungskraft für Bäder und Küche daher ist es auch sehr sauber. Einziges Manko ist, dass es keinen Gemeinschaftsraum gibt, nur eine kleine Küche in der leider nicht viel Platz zum Zusammensitzen ist. In Männedorf ist nicht viel los, man erreicht allerdings Zürich in 20 min mit der Bahn und auch viele Ausglugsziele sind gut mit der Bahn erreichbar. Die Lage des Spitals und Wohnheims am See sind unschlagbar und man kann sich das spitaleigene Motorboot oder Ruderboot leihen.

Bewerbung

ca. 1,5 Jahre im Voraus über das Sekretariat Chirurgie. Häufig werden in der Schweiz auch noch kurzfristig Plätze wieder frei

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