PJ-Tertial-Bericht am University Central Hospital of Kigali

Allgemeinchirurgie

Kigali, Ruanda · 8 Wochen · Station ACS · 05/2023 – 09/2023

Veröffentlicht am

2.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Gebühren
150€ pro Monat

Erfahrungsbericht

Ich war für mein Chirurgie Tertial am CHUK, davon 4 Wochen in der Orthopädie, 8 Wochen in der Allgemeinchirurgie und 2 Wochen in der Kinderchirurgie. Orthopädie: Der Tag startet um Punkt 8 (+10-15min) mit der Morgenbesprechung, wo Fälle aus der Nacht vorgestellt werden. Es gibt eine post-OP Station, die fast ausschließlich von Studenten betreut wird. Einmal die Woche gibt es eine große Visite mit Assistenten und Oberärzten. Dabei wird allerdings nicht viel unterrichtet sondern v.a. die Station "aufgeräumt", sprich: Patient:innen entlassen. Es gab keine sich verantwortlich fühlenden Ansprechpartner für uns Studenten, wir haben die Zeit auf Station vor allem mit Guidelines googlen und Papierkram verbracht. Die Arbeit auf Station fand ich sehr überfordernd, anstrengend und wirklich nicht gut, sodass ich nach 1 Woche nicht mehr auf Station gearbeitet habe. Man kann aber jeden Tag in den OP und , wenn man nachfragt, sich auch einwaschen und assistieren. Ich habe vor allem genäht, aber auch Mal den Bohrer in der Hand gehabt oder ne Schraube rein- oder rausgedreht. Dr. Kansaisa ist die beste Ansprechpartnerin in der Orthopädie, sie ist motiviert zu alles zu erklären, wenn man Interesse zeigt, auch wenn man nicht so viel Ahnung von Unfallchirurgie/ Orthopädie hat. Die Patienten in der Ortho kommen vor allem mit Frakturen (Motorradunfälle) und meisten werden externe Fixateure oder Platten eingebaut, bei offenen Brüchen wurde wegen der hohen Infektionsgefahr und knappen Ressourcen viel amputiert. Es gab 1-2/ Woche Studentenunterricht. Dafür musste einer der Studenten einen Vortrag zu einem von Dr. Kansaisa vorgegebenen Thema vorbereiten. Dieser wurde dann besprochen. Insgesamt habe ich dort nicht wirklich viel Neues gelernt, es war aber gut einiges nochmal zu wiederholen und etwas mehr Einblick in das Gesundheitswesen in Kigali zu bekommen. Allgemeinchirurgie: Auch hier startet der Tag um 8-8:15 mit einer Fallvorstellung und Diskussion am Morgen. Diese dauerte je nach betreuenden Oberarzt 30-90min. Mittwochs gibt es ein Topic review/ journal club. Danach kann man entweder auf Station (am besten auf die ACS, da landen alle nicht-elektiven Fälle, dementsprechend interessant ist es dort) oder sich an einen Oberarzt hängen, um die ICU-round mitzumachen (das habe ich häufiger mal gemacht, da wurde am meisten erklärt und es war echt interessant) oder in den OP gehen. Im OP gibt es 3 Säle, einen für Notfälle, zwei für elektive OPs. Es werden vor allem Ileus, Magenperorationen, stumpfe und spitze Traumata operiert. Im elektiven Saal gab es laparoskopische OPs (Cholezystektomie), Hernien OPs, Stoma-Rückverlegungen, ... Wenn man nett nachfragt, darf man ziemlich viel mitmachen, Haken halt, Wunden nähen und insbesondere bei Dr. Miguel gibt es sehr unterhaltsamen und lehrreichen Unterricht. Es gab auch Seminare, fast jeden Nachmittag. Die Seminare von Dr. Miguel und Dr. Daniel kann ich sehr empfehlen, dort habe ich viel gelernt und bei Dr. Miguel war es auch immer sehr sehr unterhaltsam. Von Seminaren von Dr. Sam würde ich mich fernhalten, er unterrichtet gerne Mal 4 Stunden und nutzt jede Gelegenheit Studenten runterzumachen. Insgesamt war die ACh deutlich besser organisiert als die Ortho und sehr daran interessiert Studenten auszubilden. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt. Insgesamt: Kommunikation mit Patienten ist nur mit Hilfe der Pflege oder der Studenten möglich, da die wenigsten Patienten Englisch oder Französisch sprechen. Mittagessen gibt es für 1000RWF im Restaurant, war jetzt nicht das beste Essen, aber sättigend und ein guter Eindruck in (mäßig gutes) lokale Küche. Leben allgemein: Das Krankenhaus stellt keine Unterkunft. Ich habe mit einer Freundin zusammen über Kontakte eine WG in Kimihurura/ Rugando gefunden. Ansonsten findet man viele Anzeigen auf Facebook und Airbnb. Ich habe jeden Tag ein Motorrad-Taxi zum Krankenhaus genommen, das hat pro Fahrt 800-1000RWF gekostet. Essen haben wir meist selber gekocht, da Restaurants Recht teuer sind. Ansonsten haben ich ohne Probleme immer Mal wieder freinehmen können, sodass ich insgesamt 4 Wochen, sowie Wochenenden und Feiertagen hatte um durch Ruanda und nach Uganda zu reisen. Zur Einreise: ich bin mit einem Touristen Visum on arrival eingereist und habe dann Unterlagen vom Krankenhaus bekommen um im Immigration Office ein U2 (Study and Research Visa) zu beantragen.

Bewerbung

Bewerben war sehr einfach. Ich habe eine Email an erkmanzi@gmail.com geschrieben (evtl muss man auch zwei oder drei schreiben). Dann bekommt man einen Link wo alle Bewerbungsunterlagen hochgeladen werden müssen und dann irgendwann die Bestätigung. Alternativ: hier ist der Bewerbungs-Link https://chuk.rw.internship.tnt.rw/internship/ Studiengebühren sind 150USD/ Monat, sie müssen in bar am ersten Kurstag bezahlt werden.

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