PJ-Tertial-Bericht am St. Vinzenz-Hospital

Chirurgie

Koeln, Deutschland · 8 Wochen · Station Allg.Chir., Unfallchirurgie · 09/2023 – 11/2023

Veröffentlicht am

2.53
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 4
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Ich war für ein halbes Tertial im St. Vinzenz Hospital in der Chirurgie eingesetzt. Davon habe ich einen Monat in der Unfallchirurgie und den anderen Monat in der Allgemeinchirurgie verbracht. Unfallchirurgie: An der Unfallchirurgie ist hervorzuheben, dass das Team super nett und entspannt ist. Obwohl ich keine Chirurgin werden will, bin ich aufgrund der Stimmung super gern in den OP gegangen. Von der Pflege bis zum Ober-/Chefarzt sind alle super nett und wollen einen integrieren. Die OPs sind auch gut zu machen und relativ kurz. Ich durfte jedes mal zunähen und auch ohne Nachfragen wurden mir Sachen erklärt. Wenn man mal nicht im OP eingeteilt ist, darf man in die Notaufnahme gehen und dort anfallende Aufgaben (Nähen, lokale Betäubung setzen, Verbände) übernehmen. Auch hier fand (soweit die Zeit es zugelassen hat) ein solides Teaching statt. Der Chefarzt hat sich zudem sehr für meine Karrierewünsche interessiert und mir in dem Zuge verschiedene Hospitationen ermöglicht. Negativ hervorzuheben ist, dass wenn man zu zweit auf Station ist, immer ein PJler in den OP geht und der andere den Blutentnahmedienst für die ganze Station spielt, da die Station so schlecht organisiert ist, dass der Blutentnahmedienst dort nicht kommt. Gelernt hab ich leider deswegen in diesem Monat sehr wenig was Arztbriefe, Patientenaufnahmen, etc. angeht. Allgemeinchirurgie: Dem hohen Durchsatz an PJlern geschuldet, interessiert man sich in der Allgemeinchirurgie recht wenig für Studenten. Blutentnahmen fallen hier weniger an; dafür ist man die erste Kraft, wenn es darum geht zu Faxen, zu Kopieren und Dinge von A nach B zu transportieren. Bei der Visite wird man mit dem Arsch nicht angeschaut und darf gerne mal vor der Tür stehen bleiben, weil es sonst zu voll im Raum wird. Am OP Tisch wird gerne ausgefragt und nichts erklärt. Nebenbei darf man sich Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des PJs mit den Oberärzten geben, welche (bis auf einen Arzt) immer noch wahnsinnig frustriert darüber zu sein scheinen, dass sie in ihrem PJ im GEGENSATZ zu UNS NICHTS verdient haben und sie einem so nicht mal die Butter auf dem Brot gönnen. Für meine Reisepläne nach dem Studium wurde ich ausgelacht. Selbstorganisierte Auslösungen nach 6h Hakenhalten im OP durch andere PJler werden ungern gesehen, gehässig kommentiert und mit einem Schmunzeln (aka "verweichlichte Generation") abgetan. Zum Lachen geht man hier sowieso in den Keller. Fazit: UCH könnte mehr Lehre bieten; die positive Stimmung hat für mich aber auch Blutentnahmetage wieder wett gemacht. ACH mit maximal frustrierten Oberärzten, künstlich hierarchischer Stimmung und einem Nichts an Lehre würde ich im Traum niemandem empfehlen. Seminare aller Fachrichtungen fanden ca. 1 mal pro Woche statt.

Bewerbung

halbes Jahr vorher. Als Externe konnte ich mich direkt beim Krankenhaus bewerben (nicht übers Portal)
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