PJ-Tertial-Bericht am New Somerset Hospital

Gynäkologie

Kapstadt, Suedafrika · 8 Wochen · Station Gynae ward, labour ward, postnatal ward · 08/2023 – 10/2023

Veröffentlicht am

3.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 5
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 4
Unterricht 3
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Gebühren
950

Erfahrungsbericht

Insgesamt blicke ich mit gemischten Gefühlen auf mein halbes Tertial in Kapstadt zurück. Zunächst zum Krankenhaus: die Stimmung in der Gyn war leider nicht gut, geprägt durch exzentrische Oberärzte und null Wertschätzung gegenüber den Studenten, die hier eigentlich alles machen: Aufnahmen (also Anamnese, Untersuchung, auch teilw. Spekulum, Blutentnahmen, EKGs usw.) und die Betreuung eigner Patienten, meist 2-3 pro Tag. Alles wird handschriftlich in der Akte dokumentiert und die Fälle während der Visite von den Studenten vorgestellt. Feedback dazu bekommt man wenig bis gar nicht. Kein einziges Mal wurde sich bedankt, sondern meist mit den Worten "next patient" eine weitere Akte in die Hand gedrückt. Wirklich schade. In der Geburtshilfe ist es deutlich entspannter und lehrreicher. Der Chefarzt Prof. Petro ist super nett und bietet teilweise auch selbst teaching für die Studenten an. Arbeitszeiten sind grob 8-16 Uhr, bei Interesse kann man auch Nächte/Wochenenden arbeiten (verpflichtend für die Studenten der UCT), ich habe darauf verzichtet, das war auch gar kein Problem. Operiert wird in der Gyn dienstags und donnerstags, C-sections auf dem labour ward rund um die Uhr. Fazit: aufgrund der schlechten Stimmung und mangelndem teaching würde ich Gyn am New Somerset trotz der Möglichkeit, sehr selbstständig zu arbeiten, nicht weiterempfehlen. Unterkunft: die students/nurses residence am New Somerset ist eine absolute Katastrophe. Das Gebäude ist extrem (!!) hellhörig und im Winter kühlt es sich in den Zimmern bis auf 10-15 Grad ab, sodass ich nach ein paar Tagen in ein Airbnb in Green Point umgezogen bin. Den anderen Studenten, die zeitgleich dort waren, ging es genauso. Die Küche bis auf einen Wasserkocher und Mikrowelle quasi nicht existent, Duschen und Toiletten sind auf dem Flur, allerdings sehr sauber. Im Sommer mag man es vielleicht dort aushalten, aber im Winter wirklich keine Chance, wenn man nicht mit Heizdecke und in Daunenjacke schlafen will. Für die residence bezahlt man circa 200€ pro Monat, für ein Airbnb sollte man 600-800€ pro Monat kalkulieren. Freizeit: sehr sehr geil! Neben den endlosen vielen Bars und Restaurants, wo man super günstig sehr lecker essen kann, ist auch der Oranjezicht Market jedes Wochenende ein absolutes Highlight. Ausflüge zum botanical garden Kirstenbosch, Camps Bay, Cape Point und Hermanus lohnen sich auch sehr! Und zum Joggen unbedingt an die Promenade in Green Point/Sea Point!

Bewerbung

Die Bewerbung läuft über Susan Rodriques (rsusan@xsinet.co.za), min. 2 Jahre Vorlaufzeit einplanen
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