PJ-Tertial-Bericht am George Regional Hospital

Notfallmedizin

George, Suedafrika · 8 Wochen · Station Notfall · 04/2023 – 06/2023

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Gebühren
800 pro Monat

Erfahrungsbericht

Meine Zeit in George war absolut fantastisch und ein ideales Ende zu meinem Wahlstudienjahr. Ich habe dort einen Monat in der Notfallstation verbracht und extrem viel mitgenommen, nicht nur medizinisch sondern auch für mich persönlich. Die Notfallstation besteht aus 3 Einheiten: Resuscitation Bay, Majors und Minors. In der Resus Bay werden die schwerstkranken und intubierten Patienten behandelt, während in Minors (wie der Name sagt) die als weniger dringlich triagierten Patienten untersucht werden. Ein normaler Arbeitstag im Frühdienst beginnt um 7:45 mit den Morning Rounds, wo die Patienten, welche über Nacht in Majors und Resuscitation Bay eingetreten sind, besprochen werden. Danach ist man als Student relativ frei. Wenn es spannende Fälle in Majors/Resus gibt darf man da jederzeit zuschauen und mithelfen, sonst gehts eigentlich immer in die Minor's Section. Das ist auch besonders cool, da man da selbständig Patienten befragt und untersucht. Anschliessend wird jeder Patient mit dem nächsten Arzt der gerade Zeit hat besprochen und ein Procedere definiert. Das Procedere führst du dann je nach Wissensstand aus, d.h. Blut abnehmen, Venflon legen, Wundversorgung mit Nähen etc.. Falls du dir unsicher bist wird dir jederzeit geholfen oder noch über die Schultern geguckt wenn man das will. Mit der Zeit kann man immer selbständiger arbeiten (immer noch mit adäquater Supervision), was einem eine gewisse Autonomie lehrt die man sonst an wenigen Orten gelehrt bekommt. Was die Verletzungen angeht sind diese oft geprägt von Gewalttaten, welche wir im westlichen Europa nicht in dem Ausmass kennen. Jedes Wochenende rasselt es zahlreiche Stichverletzungen rein, wo es entsprechend genug zu nähen gibt ;) Cool war auch, dass wir nur 2 internationale Studenten waren, d.h. man steht sich nicht auf den Füssen herum und es gibt mehr als genug zu tun für uns. Ich kann mir vorstellen, dass das in einigen Spitälern in Kapstadt anders aussieht. Ich würds also absolut jedem empfehlen sein Tertial in George zu verbringen! Die Arbeitszeiten kann man sich bis zu einem gewissen Grad selbst einteilen. (immer min circa 7-8h) Ich habe zum Beispiel sehr oft Spät-/ und Nachtdienste gemacht (besonders am WE), da man da am meisten spannende Cases sieht. Ich würde zudem unbedingt ein Auto mieten, das ist vergleichsweise billig da (400.- pro Monat). Damit kann man auch den Spätdienst machen und bei Dunkelheit nach Hause fahren. Laufen wird in der Nacht nämlich nicht empfohlen... Ausserdem würde man ohne Auto die schöne Umgebung verpassen (und dabei gibt es einiges zu erkunden, u.a. top spots fürs Surfen). Man braucht da unten halt für fast alles ein Auto. Gewohnt habe ich bei einem pensionierten Pärchen (siehe AirBnB: https://www.airbnb.ch/rooms/33359851?locale=de&_set_bev_on_new_domain=1691481940_ZmY2ZDZkNGI5ODgw&source_impression_id=p3_1692297629_WuXkC2ZzYEnBU6Yw) auch für circa 400.- pro Monat. Die waren super nett und waren mein Gateway dazu, viel über die südafrikanische Kultur und Geschichte zu hören. Ich habs sehr genossen, direkt bei Locals zu Hause zu wohnen und damit diesen Anschluss zu haben . Sonst wären die Wohnheime vom Spital auch mega gut gewesen, wollte aber die sichere Route gehen und habe mir deshalb dieses AirBnB reserviert.

Bewerbung

Ich hab mich ein Jahr vorher über die UCT Health Elective Form beworben, was allerdings schon fast zu spät war. Ich hab mir da einen der letzten verfügbaren Plätze gesichert also würde ich eine Anmeldung mind. 1.5 Jahre vorher empfehlen.

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