PJ-Tertial-Bericht am Helios Kliniken Schwerin

Chirurgie

Schwerin, Deutschland · 8 Wochen · Station Traumatologie (ohne Ortho) E2 / Allgemeinchirurgie E4 · 11/2022 – 03/2023

Veröffentlicht am

2.87
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 4
Unterricht 1
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
650

Erfahrungsbericht

Traumatologie (nur Unfall ohne Ortho): - Team: ist sehr durchmischt: Eine Hälfte typisch chirurgisch/vulgär/narzisstisch/sexistisch, die Andere Hälfte super nett/menschlich/supportiv (besonderes Danke an Jan, Anne und Eva!), Chefarzt erklärt gerne viel sowie kompetent und legt vorbildlichen Patientenumgang an den Tag. - Fachlich: ebenfalls durchmischt: Vom Chef kann man viel lernen (gutes Teaching), von Manchen Fachärzten sollte man sich aber wirklich nichts abschauen (Frakturen schräg eingegipst, vermeidbare Komplikationen bei OPs, riesige Zugänge) - Organisation: Etwas unkoordiniert, Besprechungen dauern über 1 Stunde weil Alle nach-/durcheinander kommen und gehen, aber Alle das Selbe nochmal besprochen haben wollen und dann erneut umplanen. Absolut keine Disziplin und nur wenig Kameradschaftlichkeit. - Alltag: Viele Freiheiten in der Tagesgestaltung, allerdings lernt man abhängig vom Personal weder auf Station noch in ZNA noch im OP etwas. > OP: selten 1. Assistenz, und selten Nähen (meist Klammern) möglich > ZNA: je nach Assi komplett Anamnese inkl. Versorgung/Nähen möglich oder eben gar nichts > Station: unstrukturierte Briefe (ohne Feedback), Reha-Anträge, Blutentnahmen, Viggos, fragliche Patientenbetreuung > Ambulanz: 1x/W beim Chef sehr zu empfehlen > Meist pünktlich 15:15 Uhr Feierabend (aber auch mal Überstunden für Hüft-TEPs möglich) ACH: - Team: Sehr oberflächlich nett, "chirurgisches" Klima, teils chauvinistisch/selbstgefällig, Chef hat unter Würzburger ACH-Prof. gelernt, extrem viele Lästereien auch viel innerhalb des Teams, manche OAs motiviert lehrend (Danke an Frau Lenz!) - Fachlich: Fachlich solides/hohes Niveau! - Organisation: Strukturiert, Effektive Besprechungen, allerdings mit starrer/unangefochtener/unbequemer Hierarchie - Alltag: Man ist immer für eine Woche eingeteilt in Tagdienst (Station+OP), Spätdienst (14-22 Uhr), ZNA-Rotation (optional, siehe oben) > OP: Je nach OA gute (oder keine) Lehre und auch selber mithelfen/1. Assistenz/Nähen möglich > Station: Patienten-Kommunikation ist sehr schlecht, insb. was Empathie angeht, Man wird nicht in Stationsorga eingebunden sondern schreibt v.a. viele Arztbriefe (mit Feedback, allerdings ist die gewünschte Form - ALLES im Fließtext, ja, auch die körperliche Untersuchung - einfach schrecklich), Reha-Anträge, Blutentnahmen, Viggos; früher gehen ist nur sehr selten möglich. Sonst häufig 7-16/17 Uhr vor Ort. > Spätschicht: 4 Tage (Mo-Do) in Folge Spätschicht, aber dafür der Freitag komplett frei Klinik allgemein/Umgebung: Pro: - 0,5 Studientage die Woche (+ Dienst-Option in ACH) - 1x/W Radiologie-Unterricht (meist gut) - 1x/W sonst. Studenten-Unterricht (manche gut, manche nicht) - über Helios die Möglichkeit an weiteren, internen Fortbildungen und Programmen teil zu nehmen - eigenes PJ Telefon - eigener PJ-Zugang für PCs - Karte für Öffis - 650€/Monat - Tolle Natur und schöne Städte im Umkreis, in 30min mit Auto am Meer - Optimal zum Joggen/Radfahren oder Wassersport Con: - Wäscheausgabe nur 7:30-8:00 Uhr und 12:30-13:30 Uhr möglich... viel Glück wenn ihr auf Visite oder im OP seid (ich trug tagelang die selbe Kleidung) - Ihr werdet jede Woche Überstunden machen - Essen in Kantine völlig überteuert (meist >5€ für nur Hauptgang) und nicht mal gut - Essen in Kantine nicht verlässlich vegetarisch (bei 4! Gerichten täglich) - Platz im Wohnheim/Wasserturm nur offiziell aber nicht realistisch möglich (Anmeldung über 1J im Voraus, es gibt genau 6 Zimmer) - Kein Einführungstag, sondern jeder kämpft sich für sich durch und erledigt seinen Laufzettel - Klinik (Helios, wer hätte es gedacht) vorrangig aufs finanzielle fixiert, heruntergewirtschaftet und für Maximalversorger schlecht ausgestattet - Absolut tote Hose was Clubs/Kneipen oder irgendeiner Form von Event angeht (wirklich! Die einzigen "validen" Hobbies hier sind Einzelsportarten und Aktivitäten am Meer) (Es gibt nur einen Club der 1x/Woche offen hat, in dem der Durchschnitt 15J alt und mit Muttizettel unterwegs ist) (Freitag Abend ist die Stadt tot/leer, Nachmittags machen die Cafés um 16:30 Uhr zu, weil kein Besuch mehr kommt) Ich persönlich würde mein Chirurgie PJ kein zweites Mal hier machen wollen. Andere Orte/Kliniken haben sicherlich einen besseren Mix aus guter Lehre, strukturell sinnvolle Organisation/Entgegenkommen seitens der Klinik, Freizeitmöglichkeiten.

Bewerbung

Problemlos über das PJ-Portal.
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