PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Klinikum Braunschweig
Urologie
Braunschweig, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station U3a + b
·
03/2023 – 07/2023
Veröffentlicht am
3.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
3
Team Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
4
Klinik insgesamt
4
Unterricht
3
Betreuung
4
Freizeit
4
Station / Einrichtung
3
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 812
Erfahrungsbericht
Wahrscheinlich hatte ich nach den sehr positiven Vorberichten hohe Erwartungen. Diesen wurde die Abteilung leider nicht gerecht.
Die guten Sachen: Der Chef nimmt einen gerne mit in den OP, erklärt die Schritte und lässt einen auch viel machen. Er erkundigt sucht auch immer mal wieder wie es einem in der Abteilung gefällt. Ein sehr bemühter Mann!
Auch ein Oberarzt sowie alle Assistenzärzt*innen sind sehr freundlich und versuchen einen mit einzubeziehen.
Was leider nicht so gut war:
Die Arbeitszeiten sind eigentlich von 7 bis 15:30 inkl. einer 30 Min Pause. Außer dem Chef und einer der vielen OÄ hat keiner darauf geachtet, dass man pünktlich raus kommt oder eine Pause macht. Viel mehr vielen Sprüche wie „wer pünktlich Feierabend machen möchte, sollte in der Pflege arbeiten.“ Dazu kein Kommentar. Als ich einen Tag nach 2 Wochen regelmäßigen Überstunden mal früher gehen durfte, wurde ich von der OÄ gefragt, ob ich Teilzeit mache, weil ich ja so früh gehe…
So bemüht der Chef auch war, bin ich persönlich mit seiner Art zu Lehren nicht gut klar gekommen. Obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich schon das Chirurgie Tertial absolviert hatte, durfte ich bei ihm nicht intrakutan nähen. Er besteht darauf alles von neu zu zeigen. Er fragt teilweise belanglose Dinge ab wie ICD Codes oder erwartet, dass man Fäden beim Anblick der Stärke zuordnen kann und die Patientenvisite aus dem Kopf kann ohne jeglichen Zettel. Finde ich bei den sehr kurzen Liegedauern schwierig und die Frage ist, ob man jede Zimmernummer im Kopf haben muss…
Vieles wird nicht gefragt, ob man es kann von den Ärzten, sondern einfach verlangt, dass man es macht. Gerät man dabei an den falschen OA kann es leider passieren, dass man je nach Tagesform des Arztes vor dem Patienten bloß gestellt wird und es danach auch der Pflege weitergegeben wird wie „schockierend“ der Kenntnisstand. Besser wäre hier sicherlich für alle Beteiligten Raum für Fehler und zum Üben zu lassen und diese ggf. gemeinsam später ohne Patienten aufzuarbeiten. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen auch wenn gerne mal so getan wird ;)
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass man auf alle Fälle in der Urologie etwas lernen kann. Die Frage ist nur, ob einem die Art zusagt und man das auch so möchte. Meins war es nicht! Überstunden sollten dabei in Kauf genommen werden.
Viel Spaß und Erfolg!
Bewerbung
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