PJ-Tertial-Bericht am Stadtspital Waid

Orthopädie

Zuerich, Schweiz · 8 Wochen · Station Orthopädie/Viszeralchirurgie/Chirurgische Notaufnahme · 11/2022 – 03/2023

Veröffentlicht am

1.40
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
750
Gebühren
308 für Unterkunft, 4,9 für Mittagessen täglich

Erfahrungsbericht

Vorneweg, ich kann das Stadtspital Waid wirklich sehr empfehlen! Natürlich punktet die Stadt Zürich schon mit einem sehr großen Freizeitangebot und einer hohen Lebensqualität. Sei es die Nähe zum Zürich See, die Möglichkeit schnell in viele sehr gute Skigebiete zu kommen oder die ausgeprägte Restaurant, Bar und Clubkultur, sodass es sich alleine deswegen lohnt herzukommen. Das Spital integriert Unterassistenten vom ersten Tag an. Einführungsveranstaltung mit allen neuen Mitarbeitern des Spitals Triemli und Waid. Dann bekommt man seine Klamotten, sein Badge, einen festen Spind und die Stationseinteilung des ersten Monats. Hier wechselt man teilweise im Wochentakt oder auch mehrmals pro Woche die Station. Der größte Anteil an Patienten kommt aus der Orthopädie, gefolgt von der Viszeralchirurgie, teilweise auch auf der Akutgeriatrie liegend. Es gibt mehrere Stationen, die Notaufnahme und natürlich den OP (oder auch OPS genannt). Da man sein eigenes Telefon hat, ist man auch immer erreichbar und wird für letzteres oder den Gipsraum ganz gerne spontan dazu gerufen. Am besten ist natürlich die Notaufnahme (Notfall), auf der man selbstständig Patienten aufnimmt, untersucht, dokumentiert und Untersuchungen anmeldet. Die Ärzte sprechen es dann noch einmal mit einem durch. Es wird aber seht viel Wert darauf gelegt, dass man eigenständig arbeitet. Hier wird immer ein Früh- und Spätdienst besetzt, welcher dann auch Piketdienst, also Rufdienst, für diese Nacht hat (ein Zimmer wird gestellt; man darf aber auch nach Hause fahren, wenn man innerhalb einer halben Stunde wieder da sein kann; parallel hat aber auch eine Assistenzarzt Rufdienst, dieser wird zuvor angerufen, sodass ich in vier Monaten nur drei Tage dort geschlafen habe, wenn der Arzt krank war). Im OPS herrscht ein sehr gutes Klima, die Chirurgen sind wahnsinnig nett und bringen sehr gerne Dinge bei oder lassen einen Nähen oder kleine Eingriffe selbst durchführen. Dass man mit fast Allen per Du ist trägt natürlich maßgeblich dazu bei. Die Pflege ist ebenfalls sehr nett und nach ein paar Wochen kennt man eigentlich Jeden. Hier sind die Vorteile eines kleinen Spitals. Natürlich werden keine enorm komplizierten Operationen durchgeführt, aber man lernt die Grundlagen. Auf Station besteht der Hauptteil der Arbeit eigentlich in der Dokumentation der Visite und der Übernahme von Patient, wenn man darauf Lust hat. Des Weiteren bereitet man die Aufnahme für elektive OPs für den nächsten Tag vor und stellt diese Nachmittags in der Röntgenbesprechung vor. Natürlich mit Erklärungen und dem ein oder anderem, wirklich nicht böswillig gemeinten, Kommentar, wenn man sich dann mal verspricht, oder italienische Namen nicht richtig aussprechen kann. Generell findet man hier schnell Leute, mit denen man gerne arbeitet. Es sind viele Deutsche als Unterassistenten da, einige Österreicher und Schweizer, sodass man schnell zusammenwächst. Mittags gibt es ab 13:15 Uhr immer das komplette Menü als All-you-can-eat Food waste für 4,9CHF, sodass man eigentlich nie zu wenig zu Essen bekommt und eine Menge Geld spart. (Man kann sich auch etwas für Abends mitnehmen). Abseits des Arbeitsalltags punktet das Spital noch mit vielen kleinen Unternehmungen mit dem ganzen Team. Wir wurden zur Weihnachtsfeier eingeladen, Skitag, jede Woche eine Fortbildung mit der gesamten chirurgischen Belegschaft und danach Apéro (Hierfür bekommt man Geld von den Oberärzten und kauft dann ein für einen Umtrunk danach. Häufig bleibt es dann bei Unterassistenten und den Assistenzärzten -nennen wir es mal Teambuilding.) Bei Zusage der Stelle hat man die Möglichkeit ein Zimmer im Mitarbeiterwohnheim beim Stadtspital Triemli zu erhalten. Für ungefähr 308 CHF. Die Duschen sind dort sauber, die Küchen einigermaßen okay. Die Zimmer eher wie im Knast. Aber für den Preis und die Leute auf jeden Fall empfehlenswert. Zusammengefasst das beste Tertial. Und das obwohl ich nie Chirurgie machen wollte...

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1,5 Jahre im Voraus

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