PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Ulm

Herz-/Gefäßchirurgie

Ulm, Deutschland · 8 Wochen · Station Gefäß- und Thoraxchirurgie · 04/2023 – 06/2023

Veröffentlicht am

4.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 4
Unterricht 3
Betreuung 5
Freizeit 3
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
812
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Totaler Reinfall, als PJler muss man hauptsächlich Blutabnehmen und Viggos legen, und das seeeehr viel. Man muss bei Visite die Verbände wechseln, den Oberärzten dass bringen was sie gerade haben wollen (Mobiler PC, Verbandsmaterial, Patientenkardex,...), und Telefonate führen auf die die Assistenten keine Lust/keine Zeit haben. Oft ist der Stationsarzt für ne Stunde nicht auf Station, dann hat man nicht mal einen Ansprechpartner. Ein paar Mal die Woche muss man in den OP zum Haken halten. Nachmittags müssen Patienten aufgenommen werden. Zwischendrin muss man sich um Notfälle auf Station kümmern, und dann z.B. schnell Blut abnehmen und EKG schreiben. Und damit ist der Tag schon ziemlich voll und stressig. Eigene Patienten durfte ich erst auf Nachfrage betreuen, Dadurch habe ich noch mehr zu tun, weil ich dann zusätzlich auch Bildgebung anmelden, Reha/Heim organisieren und Brief schreiben muss. Durch die chirurgischen Visiten und auch da manche Assistenten nicht wirklich mit den Patienten sprechen, muss man während den Blutabnahmen den Patienten Prozeduren erklären, außerdem bekommt man die ganze Kritik und Missgunst der Patienten ab, da diese maximal 1min pro Tag einen Arzt sehen. Einige Male musste ich die Visite alleine zu Ende bringen, da der Assistenzarzt keine Zeit mehr hatte... Manchmal muss man sich auch Beschwerden der Anästhesie anhören, wenn ein Patient in den OP kommt ohne aktuelle Blutabnahme oder OP-Bändchen, dabei hat man den Patienten noch nie gesehen und war auch nicht für diesen zuständig. Manchmal kommen neue Blockstudenten, für diese ist man als PJler auch zuständig, man kann sich dann die Blutabnahmen aufteilen, allerdings hat sich der schlechte Ruf rumgesprochen und deshalb kommen wenig Blockis. Tlw. kommen auch Blockis die noch kein Blut abnehmen oder EKG schreiben können, dann kann man für die noch "praktischen Unterricht" (zusätzlich zum Stationsalltag) machen. Kurz und knapp: Man ist der Depp vom Dienst. Lerneffekt relativ gering, Team ist ganz nett, aber ich glaube keiner von denen versteht wozu das PJ wirklich da ist, es gibt keinen richtigen Ausbildungsstandard für PJler. Am Ende ist man auf den Stationsalltag schlecht/gar nicht vorbereitet. Pünktlich gehen klappt so semi gut, aber auch nur weil ich es aktiv einfordere. Das einzig schöne ist die OP-Pflege mit der verstehe ich mich gut :D Ich kann ein PJ dort leider nicht empfehlen.

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