PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Obwalden

Anästhesiologie

Sarnen, Schweiz · 8 Wochen · Station OP, Anästhesie-Sprechstunde, Rettungsdienst · 01/2023 – 03/2023

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1100 CHF
Gebühren
Miete 300 CHF

Erfahrungsbericht

Rückblickend habe ich in Obwalden mein schönstes PJ-Tertial verbracht. Die Klinik ist sehr klein und familiär und die Umgebung am Rande der Alpen wunderschön und lädt sowohl um Winter als auch Sommer zu zahlreichen Freizeitaktivitäten ein. Klinik: Los ging es morgens um 7 mit der Morgenbesprechung. In der Schweiz führt die Anästhesiepflege die Narkose fast komplett selbstständig durch und die Ärzte sind nur bei der Einleitung und bei Komplikationen dabei und dementsprechend für mehrere OP-Säle gleichzeitig zuständig sind. Deshalb war ich auch fast die ganze Zeit mit der Anästhesiepflege unterwegs, die in der Schweiz auch eine top Ausbildung genießt. Ziel des Tertials war es, alle Aufgaben, die die Anästhesiepflege macht, selbst zu machen, also selbstständig eine Narkose durchführen zu können, allerdings immer unter Supervision. Dazu gehörte natürlich das Einschleusen, die Einleitung inklusive Intubationen, die perioperative Narkoseführung, das Verabreichen von Medikamenten und Infusionen, das Ausleiten und die Übergabe an den Aufwachraum. Da es in der Klinik keine Assistenzärzte gab und auch keine Auszubildenden in der Anästhesiepflege (ist allerdings in Zukunft geplant), hatte ich immer eine Sonderrrolle und die meisten Ärzte und Pfleger waren sehr motiviert, mir etwas beizubringen. Außerdem war es auch möglich, manche Regionalanästhesien zu stechen. Das OP-Team ist sehr klein, weshalb man mit der Zeit alle Mitarbeiter gut kennt und super integriert wird. Aufgrund der Überschaubarkeit des Krankenhauses werden natürlich keine schwer kranken Patienten behandelt, also ASA 3 ist eher die Ausnahme. Da jedoch viele Belegärzte in der Klinik operieren, ist das Operationsspektrum trotzdem relativ breit. Eine Intensivstation existiert nicht, so dass ich während meiner kompletten Zeit auch keinen ZVK und keine arteriellen Zugang stechen konnte, da dass schlichtweg zu selten gemacht wurde. Weiterhin war ich je einen Tag in der Prämedikationssprechstunde und der Schmerztherapie. Besonders zu empfehlen ist auch eine Hosptitation im Rettungsdienst, wo ich zwei Tage verbracht habe und wo das Team ebenfalls sehr nett war. Essen: Mittagessen war immer möglich, kostete mit Mitarbeiterrabatt 8,50 CHF, was zwar für deutsche Verhältnisse sehr teuer ist aber dafür auch wirklich auf Restaurantniveau war. Unterkunft: Gibt es für 300 Franken, ein kleines Zimmer mit Gemeinschaftsbad und Gemeinschaftsküche, es gibt auch eine Gemeinschaftsraum mit Fernseher. Nicht die modernste Einrichtung aber dafür für den Preis echt top und es sind alle wichtigen Haushaltsutensilien vorhanden. Da die anderen Unterassistenten auch alle hier gewohnt haben, haben wir eine super Gemeinschaft gehabt, waren auch fast alle deutsche Kartoffeln ;) Freizeit: Ich war im Winter da, weshalb ich sehr viel Ski fahren war, die nächsten Skigebiete Melchsee-Frutt (eher anfängerfreundlich) und Hasliberg (eher für Fortgeschrittene) sind in etwa je einer halben Stunde erreichbar. Sarnen an sich hat nicht so viel zu bieten, Luzern, wo es auch Nachtleben und eine wunderschöne Altstadt gibt, ist mit einer guten Zugverbindung in 20-30 Minuten zu erreichen, Interlaken mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten in 1,5 Stunden mit dem Zug. Zu empfehlen ist auch eine Fahrt ins Tessin, dauert 1,5-2 Stunden mit dem Zug durch den Gotthard-Basistunnel und man fühlt sich wie in einem anderen Land. Zusammengefasst sieht man in Sarnen zwar nicht die komplexesten Fälle und Narkosen, man wird jedoch super ins Team integriert und kann sehr viel selbst machen und hat zahlreiche aufregende Freizeitmöglichkeiten.

Bewerbung

ca. 1,5 Jahre im Vorraus

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