PJ-Tertial-Bericht am Ilmkreis-Kliniken

Allgemeinchirurgie

Arnstadt, Deutschland · 8 Wochen · Station GaVis · 11/2022 – 01/2023

Veröffentlicht am

2.60
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 1
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
934

Erfahrungsbericht

Ich war 8 Wochen in der Allgemeinchirurgie und danach 8 Wochen nochmal in der Gefässchirurgie (siehe separater Bericht). Das Team der Allgemeinchirurgie ist klein, man lernt jeden kennen und alle sind sehr nett. Das operative Spektrum umfasst (zumindest wo ich da war) keinen Whipple und extrem abgefahrene OPs, sondern allgemeinchirurgische Standard-OPs wie Cholezystektomien, Hernienreparationen, Hämorrhoidektomien. Es kommen auch viele Ilei rein und werden je nach Indikationen konservativ oder auch operativ behandelt. Laparoskopische als auch offene Darmresektionen bei Colon-Ca etc. finden hier auch statt. Also prinzipiell ein Krankenkaus, wo man ein breites Spektrum sieht, was einen auch nicht überfordert. Ich war in den OPs auch fast immer1. oder 2. Assistenz und durfte Kamera und Haken halten und 2 OPs durfte ich selbstständig unter Anleitung durchführen. Der Chef erklärt sehr viel und leitet seine Mitarbeiter auch gut durch die OPs. Auf Station habe ich hauptsächlich mit allen Assistenz- und Fachärzten Briefe geschrieben und musste Blut abnehmen und Zugänge legen. Eigentlich war mit der Pflege vereinbart, dass sie die Blutentnahmen durchführen, aber das interessiert sie nicht, wenn sie einen PJler haben, den sie ja ausnutzen können. Generell fand ich den Kontakt zur Pflege auf der Station GaVis auch ziemlich distanziert. Ich habe mich bei der Pflege teilweise unwohl gefühlt. Anordnungen konnten auch nicht mündlich übergeben werden, sondern mussten alle schriftlich in die Papierakte übertragen werden und wurden dann im Tagesverlauf erledigt oder selten gar nicht, wenn die Anordnungen überlesen wurden. Einmal habe ich selbst Blut abgenommen und habe eine Pflegekraft gefragt, ob sie mir das dazugehörige Labor ausdrucken könne. Da meinte sie, das müsse ich schriftlich in der Akte machen. In der Ambulanz habe ich täglich Aufnahmen gemacht und habe immer mal die Sprechstunden vom Chef besucht. Da wurde auch wieder viel erklärt. In den Diensten bin ich dem Assistenzarzt auch in die Notaufnahme gefolgt. Da Arnstadt keine eigene Unfallchirurgie etc hat, hat der Allgemeinchirurg/Gefäßchirurg in der Notaufnahme alles chirurgische abgedeckt, was so reinkam (SHT, Frakturen, Distorsionen, …). Um den Personalmangel zu kompensieren, wurde man von der Personalabteilung regelmäßig gefragt, ob man im orthopädischen OP helfen könne. 2x/Woche kommen Belegärzte in die Klinik und operieren dort Hüft-TEPs, Knie etc. Ich musste hauptsächlich die Hüften halten. Als ich dann gesagt habe, dass ich das nicht mehr machen möchte, wurde es dann auch mehr oder weniger akzeptiert und sie haben dann teilweise die Assistenzärzte oder OP-Schwestern gefragt, ob die die Hüften halten wollen. Natürlich wollte das keiner, sodass das immer mal wieder für schlechte Stimmung gesorgt hat. Alles in allem fand ich die 8 Wochen Allgemeinchirurgie ok. Mein Wunschfachgebiet ist es definitiv nicht, sodass meine Motivation für das Fachgebiet auch nicht extrem ausgeprägt war.

Bewerbung

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