PJ-Tertial-Bericht am Praxis
Allgemeinmedizin
Berlin, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station Allgemeinmedizin
·
05/2022 – 09/2022
Veröffentlicht am
2.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
3
Team Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
1
Unterricht
4
Betreuung
6
Freizeit
3
Station / Einrichtung
1
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
Erfahrungsbericht
Es gibt eine große Praxis in der Frankfurter Allee und eine kleinere in der Josef-Orlopp-Straße. Die Praxis in der Frankfurter Allee ist mit allem und mehr ausgestattet, das in der Allgemeinmedizin Anwendung findet (EKG, Sono für Schilddrüse und Abdomen, LuFu, OP-Zimmer, Labor). Insgesamt arbeiten dort 6 Ärzte (2 Inhaber, 2 Fachärzte, 2 Ärzte in Weiterbildung).
In der ersten Woche habe ich die Ärzte begleitet und gelegentlich unter Supervision Patienten selber behandelt. Ab der zweiten Woche habe ich selbstständig gearbeitet und nur bei Bedarf die anderen Ärzte konsultiert. Ich durfte eigenhändig AUs und Rezepte ausstellen. Jeder hat Zugriff auf das gleiche Programm, daher kam es schon vor, dass live Kommentare von den Inhabern zu meinen Einträgen auf meinem Bildschirm erschienen sind, während ich mit Patienten gesprochen habe. Nicht nur dass man sich dabei überwacht fühlt, da man nie weiß, wann sie mitlesen, waren diese Kommentare auch teilweise inadäquat. In der Praxis in der FA ist über den ganzen Tag hinweg neben den Terminen auch Akutsprechstunde, daher fielen die Akutpatienten in der Regel auf mich, wodurch die Arbeit dort sehr eintönig wurde. Ich habe dann aber größtenteils in der Praxis in der JOS gearbeitet. Dort hatte ich mehr Freiräume, die ich mit Terminpatienten füllen konnte, wodurch die Arbeit dort deutlich spannender für mich war. Außerdem arbeitet dort immer einer der beiden Fachärzte, die ich beide sehr für ihre Hilfsbereitschaft und Kompetenz zu schätzen gelernt habe.
Leider haben die Inhaber immer wieder versucht, mich zwischen den Praxen hin- und herzuschieben, je nachdem wo ich am ehesten Lücken in der Besetzung (auch für Laborarbeiten) füllen konnte. Dabei habe ich davon meist von Kollegen erfahren, mit denen die Inhaber darüber gesprochen haben. Mich haben sie in diese Planungen leider nie einbezogen. Da ich meine Terminpatienten natürlich auch weiter betreuen wollte, musste ich dann darauf bestehen, nicht wechseln zu müssen. Die Praxis in der JOS hat zudem nur bis 14.30 geöffnet. Leider wurde dann darauf bestanden noch in die andere Praxis zu pendeln, obwohl ich in der Regel dann nur noch die letzten anderthalb Stunden vor Praxisschluss dort abgessen, um im Schnitt zwei Akutpatienten zu behandeln. Wäre ich nicht jeden Tag gependelt, hätten sie mir dafür meine Studientage gestrichen. Außerdem wurde "geschickt gerechnet" um mir zwei Tage abzuziehen. Laut Kollegen scheint es schon häufiger die immer gleiche Diskussion zwischen PJlern und Inhabern gegeben zu haben. Teaching ist nur vom Institut für Allgemeinmedizin 1x/Monat erfolgt.
Fazit: Die Praxis ist gut ausgestattet und man kann selbstständig arbeiten. Insgesamt besteht aber der Eindruck, die Inhaber interessieren sich nur für PJler, um eine kostenfreie Arbeitskraft in die Lücken in der Besetzung zu stopfen. Da ich mich für die Arbeit in der Allgemeinmedizin sehr interessiere, hat es mir große Freude bereitet, mit den Patienten zu arbeiten. Ich habe zwar keinen Vergleich, ich würde mich aber nicht noch einmal für diese Praxis entscheiden.
Bewerbung
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