PJ-Tertial-Bericht am Charite Campus Virchow

HNO

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station W4? · 06/2022 – 10/2022

Veröffentlicht am

3.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 5
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 6
Klinik insgesamt 2
Unterricht 6
Betreuung 5
Freizeit 3
Station / Einrichtung 4

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
0

Erfahrungsbericht

Auf Grund mehrere Freunde sind wir gemeinsam für ein Tertial nach Berlin. Insgesamt war es mit Abstand das schlechteste Tertial. Die Stadt hat mich sehr positiv überrascht, besonders umso mehr Zeit ich in Berlin verbrachte. Pro: 1 Woche auf eine andere Station wechseln, Wechsel an den Standort Mitte nach Absprache (für 1-2 Wochen möglich) Studientage, Zeit für Mittagessen, respektvoller Umgang miteinander, nette Pfleger, Schwestern, schöner Campus Sehr netter LOA, der allerdings sehr gestresst ist Schlüssel und Kleidung werden gestellt, im Büro war ein Fach frei für meine Klamotten/Sachen (Männer) Contra: Kein Teaching außer 1 Spiegelkurs mit dem OA nach 10 Wochen (auf Grund von Corona hatten wir keine praktischen Kurse während dem Semester, eine Einführung am Anfang wäre wünschenswert gewesen) Sehr strikte Hierarchie sowohl unter den Kollegen, dementsprechend keine gute Stimmung, distanzierte Chefin (Assistenzärzte wurden mehrmals korrigiert, wie Sie anzusprechen sei, vor den Patienten auf Visitenrunde) , der OA hatte ein Ticket für das Charite Sommerfest aber keiner aus dem Team wollte mit ihm gehen Extrem unterbesetztes Team und sehr gestresste Kollegen mit befristeten Arbeitsverträgen, teilweise 19 Tage am Stück gearbeitet (verständlich, dass dann keine Geduld und Zeit zum Teaching ist) Bei der Chefin darf man selten, wenn Sie nach Rücksprache mit der Privatassistenz keinen schlechten Tag hat, bei einer OP zuschauen OP Spektrum ist geringer als an anderen Unikliniken, viel Cochlea und KinderOPs (Tumor im Standort Mitte) Arbeitsbeginn ist um 7:30 bzw 7:15, Abendbesprechung 16:30-17:00 Uhr Zusammenfassend würde ich jedem davon abraten das HNO Tertial an der Charite zu absolvieren. Leider habe ich aus dem Tertial nur wenig mitgenommen. Als Vergleich habe ich lediglich ein Städtisches Klinikum (Chirurgie Tertial) dort wurde man sehr wertgeschätzt, aktiv miteingebunden und viel unterrichtet (Schockraumsimulationen). Zudem ist die Mentalität auf Dauer ser anstrengend: "Wir sind die besten Europas!". Ich glaube diese Zeiten sind vorbei, die Geräte sind alt, OMS geht aus und hält nicht die Position, nur 1 Nervstimulator oder Landeplatz für die Panendo: Narkotisierte Pat mussten warten oder verschoben werden. Das Sono schaltet sich wegen Überhitzung ab und die 4-Bett Zimmer mit Toiletten außerhalb habe ich so auch noch nicht erlebt. Dennoch sind die Ärzte fachlich hervorragend. Im Vergleich war ich eine Woche in der MKG: Stand namentlich auf den OP-Plan, durfte mir die OPs aussuchen, mir wurden aktiv Sachen gezeigt und erklärt, ohne gefragt zu haben. Wurde vom LOA zum Team-Sommerfest eingeladen und einmal sollte ich dem Chef assistieren, welcher sich 2 Stunden mit mir unterhalten hat, was ich möchte, woher ich komme und wie meine Pläne sind. Dafür war selten Zeit für Mittagessen und die Arbeitszeiten je nach OP länger. Allerdings fühlt man sich ab Tag 1 als "wertvolles" Mitglied in einem funktionierenden Team (Arbeitsverträge sind unbefristet). Nach dem Tertial habe ich dem LOA der HNO eine Email geschrieben, was man aus meiner Sicht besser machen hätte können und worüber ich mich gefreut habe. a Allerdings habe ich nie eine Antwort bekommen (8Wochen). Ich denke diese Abteilung hat kein Interesse an einer guten PJ-Ausbildung.

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