PJ-Tertial-Bericht am Asklepios Klinik Barmbek
Chirurgie
Hamburg, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station Unfallchirurgie
·
04/2022 – 06/2022
Veröffentlicht am
3.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
3
Team Station
3
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
3
Unterricht
4
Betreuung
4
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 0
- Gebühren
- 0
Erfahrungsbericht
In Barmbek wird man automatisch die Hälfte des Tertiales auf der Unfallchirurgie eingeteilt. Diese Bewertung gilt also nur für diese Abteilung.
Leider wurde ich in diesem Tertial überhaupt nicht glücklich. Man hat das Gefühl ständig Ballast für die dort arbeitenden Assistent:innen zu sein. Man wird seltenst aktiv irgendwo mit hingenommen und wenn man das tut, läuft man häufig in zweiter Reihe mit und wird nicht auf Augenhöhe behandelt.
Ablauf:
Morgens Röntgenvisite. Der Chef sitzt ganz vorne und schaut seine Mitarbeitenden nicht einmal an, wenn er mit Ihnen redet (sie in der Regel hart kritisiert).
Danach gehts zum Kaffee in die ZNA. Hier wird es dann schnell voll im kleinen Arztzimmer. Da wird man als PJler, wenn man sich integrieren und dazustellen möchte dann ganz schnell gefragt, ob es denn nicht was im OP gäbe, wo man hingehen kann. Oder man wird einfach ignoriert, selbst wenn man versucht ins Gespräch einzusteigen. Dazu muss man sagen, dass alle (bis auf eine) Oberärzte dort nach dem Prinzip "alte, weiße Männer" leben, dementsprechende Sprüche oder Kommentare fallen.
Danach kann man eigentlich machen, was man möchte. Entweder in den OP, wo man eher über dem Tuch zuguckt, aber auch assistieren kann, wenn man es aktiv einfordert (ich empfehle, sich an Dr Hayek oder Dr Baumann zu halten). Ansonsten wird man eher mal dazu gerufen, wenn es ein Bein zu halten gibt. Blutentnahmen machen die Pflegenden selbst, man wird nur zwischendurch für Braunülen angerufen. Über Stationsarbeit oder Briefe schreiben habe ich hier nichts gelernt, weil man einfach überhaupt nicht in diese Abläufe einbezogen wird.
Es wird einem davon abgeraten mit in die Sprechstunden zu gehen. Hatte dann auch ehrlich gesagt keine Lust drum zu kämpfen, wenn man sich nicht willkommen fühlt.
Früher als 14 Uhr soll man idR nicht gehen, selbst wenn gar nichts zu tun ist, "es könnte ja noch eine Braunüle anfallen". Hängt dann ein bisschen von einem selbst ab und wie sehr man im Laufe des PJs abgestumpft ist ;)
Unterricht gibt es im Haus, fällt aber häufig aus.
Zusammenfassend ist diese Abteilung für OP- und Unfallchirurgie-interessierte vielleicht keine schlechte Wahl. Wenn man motiviert im OP steht, lassen sie einen auch irgendwann nähen und assistieren und erklären auch zwischendurch ordentlich was. Da hatte sogar ich Spaß! Ich selbst war mit den Leuten dort aber einfach nicht auf einer Wellenlänge und habe kein echtes Interesse am Fach - diesen Bias also beim Lesen der Bewertung beachten.
ProTipp: Nur die Hälfte des Tertiales in Barmbek machen und diese in der Viszeralchirurgie verbringen. Ist super dort! Einfach Frau Bartels schreiben, sie ist die PJ Beauftragte des Hauses und teilt die PJler ein.
Bewerbung
PJ Portal
Ansprechpartnerin: Frau Bartels
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