PJ-Tertial-Bericht am Charite Campus Mitte

Allgemeinchirurgie

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station 110A 110B · 03/2022 – 07/2022

Veröffentlicht am

3.67
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 4
Klinik insgesamt 4
Unterricht 6
Betreuung 5
Freizeit 2
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Mein Chirurgie- Tertial an der Charité in Mitte war leider eine schlechte Entscheidung und ich rate ausdrücklich davon ab, hier PJ zu machen. Kurze Zusammenfassung der Rotationsmöglichkeiten: es gibt zwei Stationen: 110A mit 2 Teams (kolorektale Chirurgie und endokrinologische Chirurgie) und 110B (Thoraxchirurgie). Es ist außerdem möglich, in die Ambulanz oder auf die interdisziplinäre ITS zu rotieren. (Die ITS ist zwar zu empfehlen, hier haben allerdings die PJler*innen der Anästhesie nachvollziehbarer Weise Vorrang, deshalb keine Garantie). Deine Arbeit im PJ: Blutabnehmen, Flexülen legen, Drainagen ziehen, Briefe schreiben, Aufnahmen, Haken halten. Das war’s. Ich will kurz festhalten, dass die meisten Assistent*innen und auch Oberärzt*innen nett waren, es gab sogar ein paar, mit denen man wirklich was hätte lernen können. Allerdings waren alle die meiste Zeit so gestresst und schlecht gelaunt, dass wir einfach untergegangen sind. Als PJler*in bist du ein namenloses Telefon, das die Arbeitslücken stopft, die die Assistent*innen nicht mehr bewältigen können. Ohne uns PJler*innen würden die Stationen arbeitstechnisch untergehen. Dafür gibt es absolut keine Lehre und Vorwürfe, wenn die Stationsarbeit nicht rechtzeitig erledigt ist. Ich habe auf der 110A in 8 Wochen vielleicht 5 mal an der Visite teilgenommen, weil ich die BEs schaffen musste, bevor ich um 8:10 in den OP gerufen wurde. Auf der 110B kam es vor, dass ich als PJlerin die einzige „ärztliche Ansprechpartnerin“ war, weil der Rest des Teams entweder im OP, oder nach Dienst, oder in einem anderen Krankenhaus war. Das Drainagen ziehen, sowie jeglicher chirurgischer Verbandswechsel wurde mir von meinen PJ Kolleg*innen gezeigt, die schon länger da waren. Ich wurde in so gut wie keine der ärztlich delegierten Aufgaben auch ärztlich eingewiesen und supervidiert. Etwas gelernt habe ich in diesem Tertial leider kaum. Ich würde es mir wirklich zweimal überlegen, hier PJ zu machen. Positiv hervorzuheben ist ein Großteil der Pflege, mit denen man, nach ein paar netten Worten und vielleicht einem Gefallen, einen fairen und hilfsbereiten Partner hat.

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