PJ-Tertial-Bericht am Tygerberg Hospital

Allgemeinchirurgie

Kapstadt, Suedafrika · 8 Wochen · Station Oberer GI Trakt, Trauma · 04/2022 – 06/2022

Veröffentlicht am

1.13
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0
Gebühren
Ca. 1400 Euro

Erfahrungsbericht

+ sehr flache Hierarchien, man kann selbst die Consultants alles fragen + wirkliche Alle waren extrem nett, Ärztinnen plaudern auch mal gern und Arroganz ist überhaupt nicht gern gesehen. Ich habe noch nie so eine schöne Arbeitsatmosphäre erlebt, trotz enormem Arbeitspensum der ÄrztInnen + Trauma: sehr viel Teaching und Lernen praktischer Fähigkeiten: Thoraxdrainagen, ZVKs, Arterien, Nähen aller möglicher Wunden, Gipsanlage, Wundmanagement,.... Nähen und Knoten vorher am besten üben! + Man wird sehr respektvoll behandelt und es wird einem viel zugetraut. Wenn man sich unsicher fühlt oder erst nochmal zuschauen möchte ist das kein Problem + Trauma: Man kann immer Nachtschichten in der Notaufnahme mitmachen. Hier kann man am meisten machen, auch da keine südafrikanischen Studis da sind). Besonders das letzte Wochenende im Monat ist komplett überfüllt und jede Hand wird gebraucht. (Verrücktes Phänomen bei dem viele Menschen ihr Gehalt in Alkohol investieren und gewalttätig werden). Der Anblick der Notaufnahme mit fast ausschließlich Opfern von Gewaltverbrechen (Schuss-, Stichverletzungen, Opfer häuslicher Gewalt) kann aber auch aufwühlend sein, also hier auf sich Acht geben + die Chefärztin Prof. Steyn ist super nett und hat uns sehr unterstützt was Unterschriften, Dokumente etc. anging. - es fehlte oft an Ressourcen und einfachsten Dingen. Man lernt hier zu improvisieren und sich mit wenigen Mitteln zurecht zu finden. - Nadelstichverletzung:. Aufgrund der hohen HIV Prävalenz (viele Untherapierte) würde ich niedrigschwellig die HIV Prophylaxe danach nehmen. Ich habe sie noch nachts direkt von der Klinik bekommen, das war sehr gut organisiert. - Das International Office ist zwar ausschließlich für uns da, arbeitet aber sehr ineffizient und langsam. Auf Antworten wartet man ewig (besser per Skype anrufen) und bis wir unsere Unterschrift des Deans bekommen haben war es auch extrem aufwändig und nervenaufreibend. Allgemeinchirurgie: man wird einer Firm zugeteilt (bei mir 2 erfahrene Ärzte, eine Intern (wie PJ) und einer Consultant. Ich konnte immer im OP assistieren wenn ich wollte, wobei jede Firm nur einen OP Tag die Woche hat. Über den Tag startete um 8 Uhr die Ward Round und dann verbrachte ich die meiste Zeit mit der Intern (Blut abnehmen, mitlaufen, Drainagen ziehen,…) Ingesamt war es interessant, leider aber war nicht so viel zu tun für mich. Wohnen: Ich habe in der International Students Lodge auf dem Campus gewohnt, was sehr praktisch und entspannt war. Ich würde aber empfehlen in Kapstadt zu wohnen, wenn man andere Leute dafür findet. Dann braucht man aber auf jeden Fall ein Mietauto. Surita Riffel kümmert sich mehr oder weniger um die Lodge, sollte aber auch am besten angerufen werden, da sie seeeehr entspannt arbeitet und auch oft etwas vergisst. In meiner Zeit hab es Loadshedding (ein paar Stunden an manchen Tagen gibt es keinen Strom). An PowerBanks, Kerzen oder Taschenlampen denken und Sim Karte von Vodacom dort kaufen für Mobile Data! Tipp: In der Bib gibt es weiterhin Strom :) Sicherheit: Tygerberg liegt nicht in Stellenbosch sondern in einer nicht ungefährlichen Zone. (30min nach Kapstadt, 40min nach Stellenbosch) Auf dem Campus der Uniselbst ist es aber sicher und man kann sich frei bewegen. Hie hat man einen kleinen Laden, ein Gym, eine tolle Bib, viele Sportmöglichkeiten und Vereine. Nächste sichere Einkaufsmöglichkeit: Tigervalley Man sollte außerhalb des Campus’ nur per Uber oder Mietauto unterwegs sein. Nachts sollte man gar nicht alleine dort rumlaufen und immer gut informieren, wie die Gegend ist in der man aussteigt. Uber gilt aber als sehr sicher, da die FahrerInnen überprüft werden (sei besser als Bolt). Sonstiges: Kasaks sollte man mitbringen oder dort kaufen (ca. 20 Euro). Es dauert aber eine Weile bis sie geliefert werden dort. Am besten Stauschlauch und eine Schere mitbringen. Sonst braucht man nichts für die Klinik. Fragt früh nach einer Klinikkarte, sonst kommt man nirgends rein und muss immer klingeln. Must See: es gibt zu viele schöne Orte, man wird niemals fertig. Meine Must sees: Boulders Beach, Lions Head Hike, Table Mountain Hike, Neighboorgood Market, Cliftons Beach, Garden Route, Stellenbosch, super günstige schöne Winetastings überall, la Parada, Village Idiots (Party), Giovanni’s (Greenpoint), El Burro (Greenpoint) Zusammenfassend kann ich jedem empfehlen sein PJ am Tygerberg zu machen. Ich habe extrem viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Kapstadt ist natürlich außer Frage eine der schönsten Städte mit den beeindruckendsten Landschaften.

Bewerbung

Eigentlich 2 Jahre mindestens im Voraus. Da wir die Ersten nach Covid waren, wurden wir sehr spontan noch zugelassen. Einfach fragen! Der Prozess war recht lang und aufwändig bis wir vollständig zugelassen wurden. Beispielsweise wurde spontan ein Scan einer beglaubigten Passkopie verlangt. Nachdem die Uni zugesagt hat, muss man nämlich beim HPCSA (eine Art Behörde für Medizinberufe) angemeldet werden, was sehr lange dauern kann.

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