PJ-Tertial-Bericht am Staedtisches Klinikum St. Georg

Innere

Leipzig, Deutschland · 8 Wochen · Station Internistische IMC · 11/2021 – 01/2022

Veröffentlicht am

1.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
200

Erfahrungsbericht

Ich war gleich zu Beginn meines ersten Tertials auf der Internistischen IMC eingeteilt, war dort jedoch aus Platzgründen effektiv nur 5 Wochen, die andere Zeit war ich in der Funktionsabteilung (größtenteils Herzechos). In der Funktionsabteilung ist sonst kein PJler eingeteilt und es gibt ehrlicherweise bis auf 1-2 Flexülen kaum PJ-Aufgaben. Es besteht allerdings auch von Station aus die Möglichkeit, immer mal mit ins Echo zu gehen, was ich durchaus weiterempfehlen würde. Die Oberärzte erklären meist sehr gut und detailliert was zu sehen ist und welche Schlüsse man daraus ziehen kann. Ich fand es sehr hilfreich, zu einigen Pathophysiologien tatsächlich ein Bild vor Augen zu haben und man durfte häufig Vor- oder Nachschallen, wobei auch da oft mit drauf geschaut und viel erklärt wurde. Auf der IMC geht es um 7 mit einer Übergabe aus dem Nachtdienst los. Besonders gut fand ich hier die sehr ausführliche Stationsliste, die für jeden Patienten die wichtigsten Punkte zu Vorerkrankungen, Verlauf, Diagnostik und Entscheidungen zusammenfasst. Das war gerade am Anfang und nach Wochenenden super und hat geholfen, möglichst viele Fälle mit zu durchdenken, wobei man wirklich viel mitnehmen konnte. Nach der Übergabe folgt eine ausführliche Visite mit Diskussion neuer klinischer Befunde und Durchsicht der Kurven. Hier wurde durch den Oberarzt immer mal gequizzed und erklärt oder einfach wichtige Sachen nochmal betont und man konnte jederzeit Fragen stellen. Entscheidungen wurden generell offen im Team diskutiert und durch das kleine Team und die wirklich interessierten Assistenten, die die Station tagsüber leiten, hat man nochmal viel zum Pro- und Kontra von bspw. Medikamentenanpassungen, Flüssigkeitsbilanzierung und ethischen Abwägungen bei kritischen Patienten lernen können. Die Fälle waren breit verteilt, es gab jedoch ein paar 'Klassiker', wie post-Infarkt-Patienten, kardiale Dekompensation, exaz.COPD, Hyponatriämie und GiBs, die häufiger vorkamen. Es wird jederzeit angeboten, einen oder zwei Patienten wirklich selbst zu übernehmen, wenn man sich unsicher ist, ist aber jederzeit jemand ansprechbar. Neben der Lehre in der Visite, haben sich sowohl die Assistenten als auch der Oberarzt auch Nachmittags regelmäßig Zeit genommen, ein Thema oder einen fiktiven Fall durchzusprechen oder ein gutes Review auszudrucken, was man sich anschauen konnte, wenn mal nicht viel zu tun war. Bei Punktionen, ZVKs, Arterien konnte man immer zuschauen und die Schritte wurden super erklärt. Wenn genug Zeit und ein geeigneter Patient da waren, durfte man unter Anleitung tatsächlich auch selbst punktieren und auch hier war die Anleitung so gut wie man sie sich nur wünschen könnte. Besonderes spannend war für mich zusätzlich die Möglichkeit, bei angekündigten Infarkt-Patienten mit ins Herzkatherterlabor zu gehen und dort die Versorgung mit zu verfolgen, als auch bei Eingriffen wie Ablationen, Schrittmacherimplantationen und der Testung neuer Verfahren zuzuschauen. Auch da war das Team super nett und die Oberärzte haben sich viel Zeit zum Erklären genommen. Fazit des langen Texts: Ich habe von wenig Stationen gehört, die so engagiert sind, tatsächlich Lehre zu machen, die Fälle sind vielfältig und spannend und man kann sehr viel mitmachen und mitnehmen.

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