PJ-Tertial-Bericht am Bethanien-Krankenhaus Heidelberg

Innere

Heidelberg, Deutschland · 8 Wochen · Station Geriatrie (K2/K3) mit Demenzstation und Überwachungszimmern · 11/2021 – 02/2022

Veröffentlicht am

1.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
600

Erfahrungsbericht

Wenn das Spektrum an Krankheitsbildern aufgrund der rein geriatrischen Ausrichtung des Krankenhauses und der fehlenden Notaufnahme auch begrenzt ist, war das Tertial im Bethanien der beste PJ-Start den ich mir hätte wünschen können! Das liegt vor allem an der familiären Atmosphäre und dem sehr netten interdisziplinären Team. Wir PJ-ler*innen wurden von Anfang an selbstverständlich eingebunden und unsere Arbeit jederzeit wertgeschätzt. Jede*r von uns wurde jeweils zu Beginn der Woche einer Ärztin oder einem Arzt zugeordnet, mit der wir eng zusammenarbeiteten. So gab es jederzeit eine klare Ansprechperson. Wir hatten die Möglichkeit, eigene Patient*innen zu übernehmen, aber auch bei der Behandlung der “gemeinsamen” Patient*innen waren unsere Mitarbeit, unsere Meinungen, Einschätzungen und Fragen bei jedem Schritt der Diagnostik, Entscheidungsfindung und Therapie sehr erwünscht. Viele Assistent*innen sind selbst Berufsanfänger, was zu sehr flachen Hierarchien führt. Das Briefe schreiben, was einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit ausmachte, habe ich sehr schätzen gelernt, weil es bei den häufig komplexen Fällen half, sich einen klaren Überblick zu verschaffen und die getroffenen Entscheidungen nochmals nachzuvollziehen. Vor allem beim Durchsprechen der Briefe mit “meiner” Ärztin bzw “meinem” Arzt habe ich oft dazugelernt. Auch meine Selbstzweifel beim Braunülen Legen bei schlechten Venenverhältnissen, meine Probleme bei Standard-Ultraschalluntersuchungen und meine Scheu vor anstrengenden Telefonaten konnte ich ablegen: Aufgrund der oft komplexen sozialen Situation der Patient*innen in Kombination mit dem Besuchsverbot in Kontext der Covid-Pandemie gab es zahlreiche Anlässe mit Angehörigen, Hausärzt*innen, andern Krankenhäusern etc. zu telefonieren und auch “unangenehme” Standpunkte zu vertreten. Ein Minuspunkt ist der der PJ-Unterricht, der leider häufig ausfiel, bzw spontan (und entsprechend unvorbereitet) von einem*r kurzfristig eingesetzten Assistenzärzt*in gehalten wurde. Während der Stationsarbeit waren aber alle Ärzt*innen fast jederzeit gerne zum Erklären bereit. Aktuell gibt es leider keine Kantine und aufgrund der Covid-Pandemie auch keine Möglichkeit, mittags gemeinsam zu essen. Die Arbeitszeiten sind mit 8:15 - ca 17h relativ lang - zumal wir aus Solidarität auch öfter Überstunden gemacht haben (diese Stunden werden aber dokumentiert und können gegen freie Tage eingetauscht werden).Wenn es schon früher nichts mehr zu tun gab, wurden wir aber nach Hause geschickt. Insgesamt gerade als PJ-Einstieg sehr zu empfehlen!

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