PJ-Tertial-Bericht am Lahn-Dill-Klinikum Wetzlar

Chirurgie

Wetzlar, Deutschland · 8 Wochen · Station Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie, Allgemeinchirurgie · 12/2021 – 04/2022

Veröffentlicht am

3.00
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 4
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 2
Unterricht 1
Betreuung 3
Freizeit 1
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
430

Erfahrungsbericht

Vorneweg: Ich möchte nicht in der Chirurgie arbeiten, kam aus meinem Wahltertial und hatte eine relativ große Fallhöhe. Ich hatte damit gerechnet, dass die Leute in der Chirurgie mich nicht mit meinem Namen und vielleicht eher als 'PJay' ansprechen. Garnicht angesprochen zu werden fand ich aber dann tatsächlich noch ätzender. In den Abteilungen ist man hauptsächlich für die Erledigungen von Stationsarbeit zuständig, bei Covid ausbrüchen dann auch jeden Tag alle Patient*innen auf Station abstreichen etc. Wenn gerade weniger PJays da sind soll die Lehre ganz gut funktioniert haben, wir waren allerdings viel zu viele (8 auf einer Station), sodass sich kaum ein Wiedererkennungsmoment ergeben konnte und die gestressten Assistent*innen im Alltagsablauf wenig Zeit für uns hatten. Stimmung im OP war sehr freundlich, aber auch da überwiegte für mich zumeist der Eindruck nur auszuhelfen anstatt Lehre zu erhalten. UCH: Die Verbandswechsel wurden während meines Tertials nur durch uns durchgeführt, eine Einführung dazu gab es nicht. Auch als sich die Pflege darüber bei einem Oberarzt beschwerte änderte sich merklich nichts. Als durch Covid die Besetzung dünn wurde kam die Ansage dass jetzt keine Assistenten mehr in die OPs mehr eingeteilt würden sondern nur noch wir, was auf jeder Ebene nicht gut ankam aber aus irgendwelchen Gründen trotzdem umgesetzt wurde. Einige nette Ärzte und Ärztinnen, die zwischendurch versuchten uns etwas beizubringen. In den Stationsalltag wurden wir kaum integriert, auch als wir "eigene Patienten" betreuen sollten. Der Lerneffekt ist leider gering, wenn von uns geschriebene Briefe ohne Hinweis gelöscht und durch Textbausteine ersetzt werden. GCH: Kleine Abteilung, als einzige Abteilung konnte man hier an Morgen- und Nachmittagsbesprechungen teilnehmen. Dadurch etwas mehr Überblick möglich, man konnte dann mit in OPs gehen oder in der Ambulanz auch kleinere Sachen mitmachen. ACH: Hier von anderen gehört, dass es im Vergleich viel Lehre gab als noch weniger Leute da waren. Bei uns zu 8. eher weniger, aber es haben sich regelmäßig auch Oberärzt*innen bewusst Zeit genommen um mit uns einzelne Fälle zu besprechen. Die ACH bietet die wöchentliche Fortbildung einigermaßen regelmäßig an. Es gibt durch ein prädestiniertes "PJ-Zimmer" den Ansatz, dass wir immer eigene Patient*innen betreuen sollen. Das klappt je nach Woche mal besser und mal schlechter, aber ich glaube da wäre bei mehr Motivation meinerseits noch mehr gegangen. Ich habe in meinem Chirurgie Tertial leider sehr wenig gelernt, denke das liegt allerdings am meisten an der Überbelegung. In den letzten Wochen als man sich dann doch irgendwie kennengelernt hatte, wusste man bei wem es sich lohnt bei der Visite mitzugehen. Wenn man nur zu dritt gewesen wäre, hätte sich das sicherlich schneller eingestellt. Allerdings dauern dann die 25 Blutabnahmen morgens auch länger, und die Assistenz in den Hüft TEPs muss natürlich auch immer gestellt sein. Das Haus insgesamt kann ich empfehlen. Man muss keine Dienste machen, kann aber bei Interesse bei Diensten auch mitgehen und bekommt dann viel gezeigt und erklärt. Die Fortbildungen der anderen Abteilungen finden regelmäßig statt, man kommt meistens zum essen.

Bewerbung

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