PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Jena
Endokrinologie/ Diabetologie
Jena, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station E230
·
11/2021 – 03/2022
Veröffentlicht am
2.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
3
Team Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
4
Freizeit
3
Station / Einrichtung
4
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 400
Erfahrungsbericht
Das Tertial auf der Station war sehr durchwachsen, dies ist vor allem den ständig rotierenden Assistenzärzten geschuldet, sodass sich nie ein "festes Team", geschweige denn ein Mentor für PJler herauskristallisiert hat. Der beste Ausdruck dieses Defizits war die Tatsache, dass es zu meiner Aufgabe gemacht wurde, eine neue Famulantin einzuarbeiten, weil sich einfach keiner sonst dafür verantwortlich fühlte.
Einen Facharzt gibt es dort derzeit nicht und die Oberärzte scheren sich einen Dreck um PJler, es sei denn es stehen ein paar Handlangeraufgaben an, auf die sonst keiner Bock hat (Fotos von den Patienten machen, Polyneuropathiestatus erheben, Vorbefunde von Hausärzten anfordern etc.)
Ansonsten ist vieles auf Station recht klassisch: Du sollst Blut abnehmen, Flexülen legen, Patienten aufnehmen und die ein oder andere Fangfrage in der Visite beantworten. Am Ende nimmt sich keiner Zeit, dir viel zu erklären und wenn du nachfragst, kommt schon oft etwas, aber in der Regel auch nur mit einem metaphorischen Augenverleiern begleitet. Du lernst primär durch "Zugucken", weil dir keiner etwas erklärt und nach aktivem Nachfragen, ob du auch ein paar andere ärztliche Aufgaben - wie z.B. Briefe schreiben - übernehmen kannst, wird dir gesagt "Ja na gut, dann schreib halt mal einen". Macht nicht den gleichen Fehler wie ich, ich weiß nicht, wie viele Tage ich 18 Uhr noch auf Station saß, weil ich mir ohne jegliche Orientierung einen Arztbrief aus den Fingern saugen musste.
Ansonsten gibt es auf der Endokrinologie auch echt einfach nicht viel Spannendes zu sehen. 80% sind Diabetiker, die meisten davon mit infizierten Füßen. Das einzig spannende daran ist der Verbandswechsel, und für den ist eine Verbandsschwester auf Station. Da konnte ich zwar auch ein oder zweimal mitgehen und mitmachen, aber öfter auch nicht, weil ja sonst in der Zeit keiner Blut abnimmt.
Nach dem ganzen negativen natürlich noch etwas positives zum Schluss: Mittagessen + Getränk sind kostenlos. Die wöchentlichen PJ Seminare fanden per Zoom statt und haben zumindest das Bemühen gezeigt, die Lehre etwas in das PJ zu integrieren.
Bewerbung
Einschreibung per PJ-Portal
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