PJ-Tertial-Bericht am Universitaetsklinikum Heidelberg

Innere

Heidelberg, Deutschland · 8 Wochen · Station Naunyn (Endokrinologie) und Volhard (Gastroenterologie) · 05/2021 – 09/2021

Veröffentlicht am

2.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 2
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 3
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 3
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
600

Erfahrungsbericht

Ich habe mein Innere Tertial jeweils 8 Wochen in der Endokrinologie und in der Gastroenterologie verbracht. Die Einteilung erfolgt im Voraus über die Sekretärin, bei der man Rotationswünsche angeben kann, was bei mir auch so geklappt hat. Positiv war die im Vergleich zu früher angehobene Vergütung von 600 Euro (bzw. 470 Euro, wenn man bei den Eltern wohnt). Ein Mal pro Tag kann man außerdem kostenlos in der Cafeteria essen. Achtung, pro Fehltag (sofern man kein Attest vorweisen kann) werden 20 Euro Vergütung abgezogen! Außerdem sind über die Tertialdauer insgesamt 6 Dienste verpflichtend, 4x "Nacht" (16:30-0:00 Uhr im Anschluss an den normalen Tagdienst) und 2 Wochenendtage. In diesen soll man sich zu Beginn in der Notaufnahme melden und kann theoretisch dort mithelfen und zusehen. In der Realität hat man aber ein PJ-Dienst-Telefon, auf dem alle Stationen im ganzen Haus anrufen, wenn sie eine Blutentnahme oder Viggo brauchen. Meist ist man damit dann so ausgelastet, dass man es nicht mehr zurück in die NA schafft oder sich, wenn es mal ruhiger ist, lieber kurz hinsetzt. Es empfiehlt sich also auf jeden Fall, die Dienste mindestens zu zweit zu machen. Pro Dienst gibt es am nächsten Tag einen Ausgleichstag, den man sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt nehmen kann. Arbeitsbeginn ist um 8 Uhr. Von 15:30 bis 16:30 ist (außer Freitags) PJ-Unterricht, was einem einen guten Grund liefert, einigermaßen pünktlich gehen zu können. Bei uns fand der Unterricht Covid-bedingt online statt, die Qualität war je nach Dozent*in sehr unterschiedlich. Wirklich hilfreich fand ich, dass die Klinik eine M3-Simulation anbietet, bei der man ohne Druck schonmal einen Eindruck bekommt, wie die Prüfung ablaufen wird. Endokrinologie: Meine Zeit hier war vielleicht nicht die repräsentativste, da die zweite endokrinologische Station (Morawitz) zu meiner Zeit dort Covid-Station war, auf die wir zum Glück nicht gehen sollten. So waren wir dann im Endeffekt 5 PJler*innen auf einer Station (Naunyn) und hatten eine dementsprechend entspannte Zeit. Morgens geht es mit den Blutentnahmen los, die die Needle Nurses übrig gelassen haben, den Rest des Tages sind die PJler*innen für die Aufnahmen und anfallenden Viggos zuständig. Der Alt-Assistent hat nicht viel von uns erwartet, sich aber auch nicht sonderlich für uns interessiert. Hat man seinen Humor erstmal verstanden, hat man aber eine witzige und entspannte Zeit mit ihm. Die Briefe wurden hier von den Asisstenzärzten und -ärztinnen diktiert und von einer Schreibkraft abgetippt, es war nicht erwünscht, dass diese von PJler*innen "angerührt" werden. Das war uns ganz recht, hat aber mit unseren Nachfolger*innen wohl zu einigen Reibereien geführt, da diese gerne mehr Briefeschreiben geübt hätten. Es gibt ein zu einem PJ-Zimmer umfunktioniertes Untersuchungszimmer mit einem PC-Arbeitsplatz, in dem wir uns meistens aufgehalten haben. Gastroenterologie: Die Gastro hat auf schlechte Evaluationen in der Vergangenheit reagiert, in dem sie sich ein Konzept überlegt haben, bei dem jede*r PJler*in einem/einer Assistenzarzt/-ärztin zugeordnet wird und somit quasi 1:1 Betreuung erhält. Im Zuge dessen gibt es jetzt auch statt einem Arztzimmer und einem PJ-Zimmer zwei gemischte Arztzimmer, in dem die PJler*innen Arbeitsplätze bei den Ärzten/Ärztinnen haben, denen sie zuarbeiten. Ich finde das Konzept funktioniert super und man bekommt so viel mehr mit. Die Assistenzärzte und -ärztinnen die ich in meiner Zeit dort getroffen habe, waren allesamt super nett und bemüht, einem trotz sehr hoher Arbeitsbelastung etwas beizubringen. Der Stationsalltag auf Volhard ist teils chaotisch und stressig, auch hier werden die Aufnahmen komplett von den PJler*innen gemacht, also bei jeder Neuaufnahme eine Viggo, Blutentnahme, EKG, Anamnese und KU. Anschließend soll man einen Brief und die Papierkurve anlegen sowie die Medis dort eintragen. Dann übergibt man den*die Patient*in an den zuständigen Arzt/die zuständige Ärztin. Außerdem ist man als PJler*in zuständig für Blutentnahmen (morgens gibt es auch hier Needle Nurses, es bleibt aber trotzdem noch einiges übrig) und Viggos. Es fallen einige Aszitespunktionen an, die man unter Anleitung selbst durchführen darf. Außerdem konnten wir für jeweils eine Woche in 2 Funktionsbereiche rotieren (Notaufnahme, Gastro-Intensiv, Sono oder Ambulanz). Ich war im Sono und auf Intensiv. Die beiden Rotationen waren eine gute Abwechslung zum Stationsalltag und ich habe einiges mitnehmen können. Die Lernkurve im Sono ist sehr steil, nach kurzer Zeit darf man selbstständig vor- oder nachschallen. Auf Intensiv kann man sich innerhalb von einer Woche nicht so tief einarbeiten finde ich, da ich aber das erste mal auf einer Intensivstation war fand ich es trotzdem spannend, das jetzt auch mal sehen zu können. Hier kann man leider nicht viel selbst tun, wenn ZVKs oder arterielle Zugänge anfallen machen die Assistenten sie meist selbst, da sie die Erfahrung selbst brauchen.

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