PJ-Tertial-Bericht am Waldkrankenhaus Bonn
Innere
Bonn, Deutschland
·
8 Wochen
·
Station 4
·
01/2021 – 03/2021
Veröffentlicht am
3.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien
Einzelbewertungen
Gesamt
4
Team Station
3
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
3
Unterricht
6
Betreuung
5
Freizeit
5
Station / Einrichtung
4
Details zum Einsatz
- Weitere Tätigkeiten
- 0
- Vergütung
- 400
Erfahrungsbericht
Leider kann ich über mein Tertial in der Inneren Medizin des Waldkrankenhauses nur wenig Gutes berichten. Im Rahmen meiner Tätigkeit als PJ-Student habe ich aufgrund von Corona keine einzige Fortbildung mitbekommen. Einblicke in die Diagnostik bekam ich nur für wenige Minuten nachdem ich des Öfteren nachgefragt hatte. Warum ist dies so und weshalb bin ich so unzufrieden mit dem Aufenthalt?
Die Abteilung ist stark unterbesetzt, was dazu führt, dass die teils wirklich sehr freundlichen Assistenzärzte permanent massiv überlastet sind (teilweise 10 Stunden und länger pro Tag), selber auch nur Stationsarbeit erledigen müssen und dementsprechend nicht die Zeit haben, Lehre zu betreiben, oder viel zu erklären.
Eigene Patienten oder selbstständiges Arbeiten gibt es nicht bzw. kann nicht stattfinden.
Pro Tag sind ca. zwischen 20 und 50 Blutabnahmen zu erledigen (3 Stationen, davon eine Isolierstation). Dazu kommen natürlich noch zahlreiche Braunülen, Schellong-Tests usw. Das führt dazu, dass man eigentlich jeden Tag bis fast Dienstschluss Blut abnehmen muss und im Anschluss Briefe schreiben darf, bzw. Befunde abtippen (!!!!!) muss. Teilweise habe ich über mehrere Wochen keine Visite mitbekommen.
Einzelne Assistenten nehmen sich dann teilweise die Zeit und lassen den Studenten auch mal eine Pleurapunktion / Aszitespunktion durchführen, was zur Folge hat, dass sie selbst von Oberärzten gemaßregelt werden und dies danach dann auch nicht mehr statt findet.
In meinem Tertial war ich die größte Zeit mit einem weiteren PJler gemeinsam unterwegs. Unsere Nachfolgerin jedoch war über längere Zeit ganz alleine. Andere Ärzte des Krankenhauses, die vor ca. 10 Jahren ebenfalls PJ in der Abteilung gemacht haben, berichten über ähnliche Zustände damals. Es scheint sich also auch nicht allzu viel an der Situation zu ändern. Gelernt habe ich in meinem Tertial leider nichts.
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