PJ-Tertial-Bericht am Charite Campus Virchow

Innere

Berlin, Deutschland · 8 Wochen · Station W47i (Kardio Intensiv) & Station 49 (Gastro) · 07/2021 – 10/2021

Veröffentlicht am

2.93
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 3
Klinik insgesamt 3
Unterricht 5
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
0€ (kostenlose Essensmarken)

Erfahrungsbericht

Ich habe das Tertial auf der Kardio-Intensivstation (W47i) und der Gastro (Station 49) verbracht. Hier insgesamt sehr konträre Eindrücke zwischen den Stationen (s. unten) . Insgesamt bin ich froh, mir das Geschehen an der Charité mal aus erster Hand angeschaut zu haben. Fazit: Dort wird auch nur mit Wasser gekocht und vieles läuft auch hier ziemlich verkehrt (wobei dies mit dem Selbstbild vieler Ärzte häufig nicht übereinstimmt). Generelles: - Als PJler ist man wenig wert - Organisation ist recht chaotisch und nicht durchdacht (Aufteilung auf die Stationen erfolgt am ersten Tag nach Marktschreier-Prinzip) -> könnte im Vorfeld geordneter erfolgen - Lehre fand nur durch die Nephrologen regelmäßig 1x/Woche statt (theoretisch ist 4x/Woche Unterricht, aber wegen Corona haben die anderen Kliniken den Unterricht ausfallen lassen) -> warum dann nicht online oder Alternativen finden (schaffen andere Kliniken auch) - Man kann das Tertial entweder in einem Bereich (für Notaufnahme Pflicht) oder in zwei Bereiche aufteilen -> selbstständig Tauschpartner finden o. mit Sekretariat anderweitig klären - 1x/Woche frei (Studientag, den man teilweise aber auch dringend braucht) Gastro (Station 49) - Auf der Station 49 liegen v.a. die hepatologischen Patienten - Extrem gute Stimmung auf der Station unter den Ärzten mit sehr netten Oberärztinnen - Teilweise abends mit ÄrztInnen auf ein Bier getroffen - Morgens Frühbesprechung mit beeindruckend gutem Radiologen + Vorstellung der Fälle aus der Nacht - Dienstags Chefarztvisite, in der häufiger Fragen an Studierende gestellt werden in einer sehr netten und lehrreichen Art - Aufgaben sind klassisch: Blutentnahmen, Zugänge, Aufnahmen, Infusionen verabreichen, Aszitespunktion - Es besteht die Möglichkeit, im Funktionsbereich reinzuschauen (Sono, Endo) Kardio-Intensiv (W47i) - Fachlich speziell, aber auch sehr interessantes Patientenkollektiv -> ECMO, Impella sind Standard - Aufgaben: Patientenuntersuchung + Dokumentation, Blutkulturen abnehmen, Assistieren bei Eingriffen,... - Wer Bock auf Kardio hat, bekommt hier schon ziemlich guten Eindruck -> würde aber nach 2 Monaten tauschen, da sehr speziell - Personell stark unterbesetzt -> Leute werden ziemlich kaputt gemacht; teilweise recht stressiger und undankbarer Umgangston + wenig Zeit zur Einarbeitung - Die Station hat Inselcharakter mit stark gewöhnungsbedürftigen Charakteren mit Tendenz zum Narzissmus (aber auch mal spannend zu sehen und prägend) -> häufiger unterschiedliche Meinungen zur optimalen Patientenbehandlung - Positiv hervorzuheben ist der stellvertretende Oberarzt (Шмидт), der sich fast immer Zeit nimmt und sehr viel erklärt und zudem menschlich auch top ist - Mittagessen nur selten möglich (ärgerlich, da Essensmarken nur für einen Tag gültig) - Insgesamt ein kleines Abenteuer, was ich aber nicht bereue
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