PJ-Tertial-Bericht am Kantonsspital Graubuenden

Chirurgie

Chur, Schweiz · 8 Wochen · Station Notaufnahme, Orthopädie, Neurochirurgie · 07/2021 – 09/2021

Veröffentlicht am

3.73
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 3
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 4
Klinik insgesamt 4
Unterricht 4
Betreuung 4
Freizeit 4
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
1000 CHF
Gebühren
80CHF Steuern jeden Monat + Unterkunft ab 240CHF/monatl. + einmalig 80CHF Endreinigung, +50CHF Äquivalenzbescheinigung

Erfahrungsbericht

Würde das KH definitiv nicht empfehlen, wenn man chirurgisch auch etwas lernen möchte. Bedenken in der Schweiz hat man 10-Std. Arbeitstage (ist normal!). Umgebung, Wohnheim leben und die gemeinsame Zeit mit den Uhus sowie Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Schwimmen etc.) ist super toll in Graubünden, nur dafür würde ich es wieder machen. Im Krankenhaus wird man wirklich nur noch ausgebeutet. Das KH teilt ein nur so ein, wie es für sie gut ist, nicht dass man wie versprochen in allen Bereichen ist und viel lernt/sieht. Die Assis sind fast alle schon sehr nett, aber die Lehre kommt trotzdem viel zu kurz. Hauptsächlich Notfall mit 3-Schichtsystem (wie vorher beschrieben, 3 FD 7:30-17:00, 3SD 12-21:30, 1 frei, 3 Nachtbereitschaft, 2 frei). Dort kann man natürlich spannendere Sachen erleben, wie Schockräume als Polytraumazentrum, aber ist auch viel einfach nur Sekretär des AA. Immer mitschreiben und im PC alles verschriftlichen, gut zum Anamnese und Untersuchung üben, Lernzuwachs jedoch durch fehlende weiterführende Lehre durch AA/OA gering (Rö-Interpretation, weitere Diagnostik, OPs etc sowas kommt kaum). RQWs nähen darf man aber mal. Mittagessen gehen kaum möglich dort, kaum einer achtet auf deinen pünktlichen Feierabend, oft auch noch >10 Std. da. Kein Ausgleich für Wochenende oder extra für Nächte, der Schichtdienst läuft einfach durch die Tage, dadurch tlw. nur 6 Tage wirklich frei in einem ganzen Monat!! Am Wochenende ist man als Notfall-UA auch OP-Pikett sowie abends und nachts. Da muss man erst recht schauen, dass man selbst ansagt, dass man zu Feierabend abgelöst wird, sonst steht man bis die OP zu Ende ist. Sonst sind alle auf der besagten Ortho. Maximal sinnlos, nur Haken/Bein halten bei Hüft-/Knie-TP, Assis sind immer im OP/Sprechstunde, dort nehmen sie einen auch nicht selbstständig mit. Tlw. sitzt man sonst den ganzen Tag allein auf Station, darf Rö-Bilder ausdrucken und Rö-Anmelden, das wars. Lernzuwachs in der Ortho 0%. Gut war es auf der Neurochirurgie. Sehr nettes kleines Team! Zwar auch kaum Aufgaben, wenig Stationsarbeit, dort darf man aber im OP viel zuschauen und auch mal assistieren, sowie ist mit in die Sprechstunde. Im Ambulatorium hat man auch noch 2 Wochen zu sitzen, dort hat man eine "Sprechstunde". Im Endeffekt einfach nur PC Tätigkeit, aktenanamnestisch alles vorbereiten für die Aufnahme, dann kommt der Pat. man untersucht ihn kurz nochmal und er geht. Dafür hat man hier früh Feierabend! Allgemeinchirurgie habe ich gar nicht gesehen oder gelernt. Chur hat immer Blockstudenten aus Bern, die sind dann auf der AC und für die bekommen sie Geld, dementsprechend wird sich auch um die gekümmert. Die sind in den AC-Ops und haben tlw. extra Unterricht. Ich war in 3 Monaten in keiner einzige AC OP mal mit eingeteilt, habe nur einen einzigen offenen Bauch gesehen und das auch nur weil ich fürs Eis crashen (mit Hammer + steril, kein Spass!) bei einer Organentnahme zuständig war. Das Explant Team aus einer anderen Stadt war mega nett und hat gefragt ob ich assistieren will/kann. Das habe ich dann freiwillig länger gemacht, da es meine einzige Möglichkeit war einen offenen Bauch zu sehen + die viel erklärt haben im Gegensatz zu den OAs aus Chur. Schweizer UAs werden bevorteiligt! Die dürfen pro Monat 2 Urlaubstage nehmen, Deutschen ist es nicht gestattet und den wird Urlaub ungefragt am Ende ausbezahlt, ob man will oder nicht. Schweizer waren tlw. auch mehr überall mal eingeteilt und mussten nicht so viel Schichtdienst auf dem Notfall machen. Überstunden tlw. erwartet, aber keinerlei Kompensation.

Bewerbung

2 Jahre

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