PJ-Tertial-Bericht am Klinikum Emden

Chirurgie

Emden, Deutschland · 8 Wochen · Station B52, B53 · 07/2021 – 10/2021

Veröffentlicht am

1.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 3
Freizeit 2
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
649 ohne Wohnheim, ca. 450 incl. Wohnheim

Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht PJ Emden Juni 2021 bis Oktober 2021 Pro: – Täglich PJ Unterricht - Ausgezeichnete Organisation und Betreuung seitens der Klinikleitung – Viele Möglichkeiten im OP zu assistieren – Gehalt: 650 € im Monat plus Verpflegung abzüglich Wohngeld im Wohnheim – Gute Einbindung als Student in den Stationsalltag – Viele Möglichkeiten im OP Grundfertigkeiten zu erlernen – Ausgesprochen wenig Blutentnahmen, da es einen Stationsdienst hierfür gibt (im ganzen Tertial bin ich mit ca. 20 BE ausgekommen. Wenn man mehr machen möchte ist dies selbstverständlich möglich) Contra: - Keine ZNA Rotation. Man kann zwar in der ZNA mitarbeiten, dies ist allerdings immer nur möglich wenn man nicht im OP eingeteilt ist und gerade keine Visite läuft. Insgesamt bleibt somit dafür wenig Zeit. – Formal gibt es zwar einen Assistenzarzt als festen Ansprechpartner. Dies hat allerdings nie wirklich gut funktioniert, so dass man sich in den ersten Tagen vielleicht etwas verloren fühlt. Allgemeinchirurgie: Der Stationsalltag beginnt um 7:20 Uhr mit der Frühbesprechung. Anschließend geht man gemeinsam Visite. Danach ist man oft im OP eingeteilt oder man hilft den Assistenzärzten bei den täglich anfallenden Aufgaben auf der Station. Dies umfasst beispielsweise das Schreiben von Arztbriefen, Verbandswechsel, Anmelden von Untersuchungen und so weiter. Es ist gewünscht, dass Studierende eigene Zimmer betreuen. Während meines Tertials hat dies eher weniger gut funktioniert. Die Hauptaufgabe beim Betreuen der eigenen Patienten war die Vorstellung am Donnerstag in der Chefarztvisite. Sonst wurde einem Ruder schnell aus der Hand genommen. Im OP gab es viele Möglichkeiten bei allen möglichen Eingriffen zu assistieren. Bei laparoskopischen Eingriffen darf man für gewöhnlich die Kamera führen. Auch chirurgische Grundfertigkeiten (Wundnaht) können gut erlernt werden. Hier ist allerdings oft Eigeninitiative und wiederholtes Einfordern notwendig. Für ein doch recht peripheres Krankenhaus war ich begeistert von einem relativ breiten Chirurgiespektrum. Natürlich wirst du hier nicht jeden Tag Pankreaschirurgie vorfinden, ich war allerdings nicht unzufrieden. Die meisten Standard- Eingriffe konnte ich während meines Tertial sehen und es gab immer genügend Abwechslung. (Hernienoperationen sind natürlich trotzdem nicht selten) Unfallchirurgie: Hier geht es ein wenig später los. Die Frühbesprechung startet um 7:35 Uhr. Visiten dauern hier aufgrund des hören Patientenaufkommens oft deutlich länger. Wenn man für den ersten Punkt im OP eingeteilt ist verpasst man diese meistens. Auch hier ist es Praxis, dass im OP Plan Studenten fest eingeteilt werden. Man muss sich mit den anderen Studierenden einigen, wer bei welcher OP assistieren darf. Im Vergleich zur Allgemeinchirurgie fühlte ich mich hier besser in das Team integriert. Es wird viel Wert auf Lehre gelegt. Sowohl der Chefarzt als auch die meisten Ober Ärzte nehmen sich im OP viel Zeit einem OP Schritte ausführlich zu erklären und chirurgische Grundfertigkeiten beizubringen (subkutane Naht, Hautnähte, mal eine Schraube setzen oder als Highlight gegebenenfalls auch eine Materialentfernung selber machen). Wenn man nicht im OP eingeteilt ist, kann man sich aussuchen ob man auf der Station mit hilft (das sind hier meist die Visiten oder Visiteneinträge oder später im Tagesverlauf dann Arztbericht schreiben. Eigene Patienten konnte ich hier eher nicht betreuen. Zugegebenermaßen habe ich in diese Richtung allerdings auch wenig Eigeninitiative gezeigt). Alternativ kann man immer in der Notaufnahme mithelfen. Hier ist eigentlich immer ein reges Patientenaufkommen und man kann viel über gängige chirurgische Krankheitsbilder lernen. Je nach Assistenzarzt darf man mal mehr oder weniger machen. Unzufrieden war ich allerdings nie. PJ Unterricht Findet fast täglich statt und fällt im Allgemeinen auch nur selten aus. Die einzelnen Abteilung wechseln sich ab. Es gibt PJ Unterricht in der Inneren Medizin, Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Neurologie, Gynäkologie, Psychiatrie, Anästhesie, Radiologie und klinischen Pharmakologie. Das Niveau des Unterrichts ist meist sehr gut. Der Unterricht ist meist Fall basiert aufgebaut. Stimmung: Wie immer ist die sehr abhängig von den Ärzten die im Dienst sind. Insgesamt würde ich die Stimmung als gut bezeichnen. Sowohl Assistenzärzte als auch Oberärzte nehmen sich im Allgemeinen viel Zeit für Lehre. Bei manchen muss man sich dies mehr einfordern, bei anderen kommt es von alleine. Natürlich gibt es wie in jeder Chirurgie auch hier Ausreißer nach unten. Dann kann ein OP Tag doch schon mal lang werden, wenn man bei den falschen Oberärzten eingeteilt ist. Bei der OP Pflege fühlte ich mich teilweise sehr unwillkommen. Natürlich gibt es auch hier nette Pfleger Innen. In älteren Berichten wurde oft über ein zu hohes Studentenaufkommen in Emden geklagt. Dies traf zwar auf die Innere Medizin zu. In der Chirurgie waren in meiner Zeit nicht zu viele Studenten da, sodass es für alle immer genug zu tun gab. Weitere Möglichkeiten Außerhalb des Tagdienstes hat man die Möglichkeit auf dem Notarztwagen mitzufahren oder Nachtdienste mitzuarbeiten. Freizeit: Emden ist zwar keine Metropole, an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung mangelt es allerdings trotzdem nicht. Hier nur einige Beispiele: – Fahrradtouren: von der Klinik werden Fahrräder gestellt. – Kostenlose Nutzung des Klinikfitnessstudius werktags von 18 bis 21 Uhr – Besuch in Leer, Norddeich, Groningen oder in Greetsiel – Strandtag an der Knock – Ausflug zum großen Meer oder verschiedenen anderen Seen. – Ausflug auf die Ostfriesischen Inseln – Wattwanderung – Besuch im Café Einstein

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