PJ-Tertial-Bericht am St. Josefs-Krankenhaus Giessen

Unfallchirurgie

Giessen, Deutschland · 8 Wochen · Station 3a · 05/2020 – 08/2020

Veröffentlicht am

3.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 4
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 4
Ansehen des PJlers 5
Klinik insgesamt 2
Unterricht 4
Betreuung 4
Freizeit 3
Station / Einrichtung 3

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
400 +50€/Wochenendienst

Erfahrungsbericht

Die Erfahrung auf der Unfallchirurgie ist etwas gemischt. Einerseits gibt es freundlich und bemühte Assistenzärzte, die jedoch teils noch sehr mit sich und ihren eigenen Aufgaben beschäftigt sind wodurch die Lehre letztlich nur sekundär oder gar tertiär durchgeführt wird. Oberärzte (Ausnahmen gibt es) und Chefärzte sehen einen eher als günstige Arbeitskraft für die Basic-aufgaben an, so wurde beispielsweise über uns PJler gesprochen und gesagt "da haben wir doch zwei Blutsauger". Man fühlt sich teilweise schon sehr wie ein "Blutsauger" "Hakenhalter" oder "Viggoknecht" und nur selten wie ein Medizinstudent der in erster Linie dort ist um etwas zu lernen. Wie gesagt Ausnahmen gibt es: Momente in denen ein Assistenzarzt einem mal zeigt wie man Fäden zieht oder Drainagen zieht. Hat man die Basic-aufgaben erledigt kommt es auch mal vor, dass ein Assistenzarzt einem etwas zeigt oder etwas erklärt, dafür muss man jedoch Eigeninitiative zeigen und klar verdeutlichen, dass man gerne noch etwas lernen will. Häufig wird man zu OPs dazu gerufen um dort Haken zu halten. Manchmal hat man Glück und es werden zumindest mal 2-3 Sätze zu der OP gesagt "erklärt" aber da ist meines Erachtens noch deutlich Luft nach oben. Immerhin der Umgangston im OP ist sehr nett, man sollte sich jedoch auf alle Fälle zu beginn bei allen vorstellen und es ist kein Problem, wenn man im OP bislang wenig Erfahrung hat - dies kann man einfach sagen und dann wird man in der Regel freundlich eingewiesen. Kleiner Tipp: Wenn man die Chance hat möglichst auch etwas Zeit auf der Orthopädie zu verbringen, diese belegt Betten auf einer anderen Station und dort ist das Pflegeteam super nett und lustig drauf. Zudem gibt es dort 2 Assistenzärzte die auch mal darauf bedacht sind einem etwas zu zeigen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Man kann hier etwas lernen, wenn man selbst sehr viel Energie investiert und mit sehr viel Eigeninitiative darauf drängt, jedoch ist man in erster Linie eine günstige Arbeitskraft für die einfachsten Tätigkeiten.

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